Ab März 2021 im Handel

Müllermilch und Müller Milchreis: Die neuen Sorten sorgen für Überraschung

Müller-Molkerei
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Die Molkerei Müller bringt im März neue Müllermilch und Müller Milchreis auf den Markt.

Die Supermärkte in Deutschland bekommen in den kommenden Monaten eine Vielzahl überraschender neuer Produkte. Zwei davon kommen von Müller.

Fischach/Deutschland - Kaum andere Molkerei-Produkte sind so bekannt wie die Müllermilch oder der Müller Milchreis. Kein Wunder also, dass die Alois Müller Molkerei - so der vollständige Name des Herstellers - immer wieder neue Sorten auf den Markt bringt. Wie beispielsweise die Müllermilch Popcorn oder zuletzt den Milchreis „High Protein“. Und ab März 2021 kommen mehrere neue, ganz besondere Sorten hinzu!

UnternehmenMolkerei Alois Müller GmbH & Co. KG
SitzFischach (Bayern)
Produkte (Auswahl)Milchreis, Milch, Joghurt mit der Ecke

Müllermilch und Müller Milchreis: Neue vegane Produkte ab März im Handel

Wie die Alois Müller Molkerei bekannt gegeben hat, soll im kommenden Monat eine ganz neue Produkt-Reihe in die Kühltruhen der Supermärkte wandern: vegane Müllermilch und veganer Milchreis. Dazu führt die Molkerei die eigene Marke „Müller Vegan“ ein.

Die neue pflanzliche Produktreihe soll Haferdrinks in verschiedenen Geschmacksrichtungen (Schoko, Banane, Vanille und Karamell) sowie veganen Milchreis mit Kokosmilch in den Geschmacksrichtungen Pur, Schoko, Zimt und Vanille enthalten.

Müllermilch und Müller Milchreis: Vegane Produkte aus Hafer und Kokos

Überraschend dabei ist, dass sich Müller offenbar nicht nur auf eine Milch-Alternative einigen will. So sollen sowohl Hafer- als auch Kokosdrink für seine neue vegane Müllermilch und den Milchreis verwendet werden. Andere Hersteller wie Lidl setzen beispielsweise bei ihren Fleischalternativen auf immer gleiche Inhaltsstoffe. Sowohl das Hack, Cevapcici als auch die veganen Burger bestehen beim Discounter aus Erbsen-, Weizen- und Sojaeiweiß

Müller: Milchreis und Milch sollen in ganz Deutschland zu kaufen sein

Wann genau die neuen veganen Produkte von Müller in den Supermärkten stehen werden, bleibt abzuwarten. Oft kann sich so ein Produkt-Launch je nach Bundesland oder Region deutlich unterscheiden.

In den sozialen Medien äußern Kunden immer wieder, dass sie manche Produkte bei sich zu Hause viel später gesehen hätten als ihre Freunde in anderen Teilen Deutschlands. Immerhin: Müller gilt als gängige Molkerei-Marke und deshalb sollten die pflanzlichen Produkte so gut wie in allen Supermärkten (Rewe, Edeka , Kaufland) zu finden sein.

Die vegane Müllermilch und der vegane Milchreis werden verschiedene Sorten haben, wie etwa Schoko oder Vanille.

Vegane Lebensmittel: Die Nachfrage steigt - immer mehr Veganer in Deutschland

Dass Müller nun auch vegane Produkte auf den Markt bringen will, ist wenig verwunderlich. Die Nachfrage nach tierfreien Lebensmitteln nimmt in Deutschland immer weiter zu. Rund 1,3 Millionen Menschen sollen sich laut mehrerer Lebensmittelumfragen in Deutschland vegan ernähren. Tendenz steigend.

Auch andere Molkerei-Marken wie Ehrmann, Danone, Actimel oder Bauer nutzen den Ernährungstrend für sich und haben zum Teil bereits vegane Alternativen rausgebracht. Selbst bei „eingefleischten“ Fast-Food-Konzernen ist mittlerweile Umdenken angesagt.

So hat beispielsweise McDonald’s im Frühjahr 2019 seinen ersten pflanzlichen Burger - den Big Vegan TS - auf den Markt gebracht. Kurze Zeit später zog auch Burger King nach und nahm fleischlose (allerdings nicht vegane!) Nuggets ins Sortiment auf.

Video: Veganuary: Ernährungs-Trend einfach erklärt

Vegane Lebensmittel: Nicht nur Müllermilch - auch Burger und Tiefkühlpizza

Im März 2021 wird zudem die erste vegane Tiefkühlpizza von Dr. Oetker in die deutschen Supermärkte kommen. Und Ikea warb zuletzt damit, im Rahmen des Veganuary viele neue pflanzliche Lebensmittel in die hauseigenen Supermärkte und Restaurants aufzunehmen. Das Vorhaben scheiterte aufgrund des Corona-Lockdowns allerdings (vorerst).

Für Veganer und Veganerinnen gibt es diese Tage immer mehr Auswahl - doch am Ende entscheidet der Geschmack des Kunden, welches Produkt sich am Markt halten wird und welches nicht.

Vegane Lebensmittel: Produkte dürfen nicht wie ihre tierischen Vorbilder heißen

Übrigens: Vegane Produkte dürfen in der Europäischen Union keine Namen wie Sojamilch oder Käse tragen. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) bereits im Juni 2017 in Luxemburg. Grund für das Urteil sei, dass „Milch“ aus der „normalen Eutersekretion“ von Tieren gewonnen werde.

Veganen Produkten den gleichen Namen wie ihre tierischen Vorbilder zu geben, könnte die Kunden verwirren. Deshalb gibt es seitdem Begriffe wie „Haferdrink“ oder „vegane Scheiben“ (Alternative für Käse). Auch Müller nennt sein neue vegane Müllermilch nicht Müllermilch, sondern „Haferdrink“.

Anders hat das EU-Parlament immerhin bei den Fleischalternativen entschieden. Nach einem Urteil von Oktober 2020 dürfen Produkte wie „Veggie-Burger“ oder „Tofu-Wurst“ auch weiterhin so heißen. Eine Ausnahme gilt für spezielle Produkte tierischen Ursprungs wie beispielsweise Schinken oder Salami. Letztere darf nur noch in einer beschreibenden Form wie „Typ Salami“ verwendet werden.