Akute Verletzungsgefahr

Nach Todesfällen: Wichtige Warnung und dringender Produkt-Rückruf bei Drogerie Müller

In Deutschland gibt es aktuell einen Produktrückruf. Die Drogeriekette Müller warnt dringend vor der Nutzung des betroffenen Artikels. Es besteht Verletzungsgefahr.

Ulm – Aus aktuellem Anlass sollten Verbraucher und Kunden der Drogerie Müller einen dringenden Produktrückruf beachten. Das Unternehmen mit Sitz in Ulm informiert derzeit über den Rückruf in Deutschland. Zuvor hatte die amerikanische Verbraucherschutzkommission (CPSC) ebenfalls vor dem betroffenen Produkt gewarnt.

DrogeriemarktketteMüller Handels GmbH & Co. KG
HauptsitzUlm (Deutschland)
Gründer Erwin Franz Müller

Rückruf bei Müller in Deutschland: Dringende Warnung vor Fisher-Price-Produkt

Zusammen mit dem Kinder- und Kleinkindspielzeughersteller Fisher-Price veröffentlichte die US-Behörde den Rückruf mehrerer Produkte für Säuglinge. Laut der Mitteilung seien zwei elektrische Wippen der Marke Fisher-Price von der Warnung betroffen (weitere aktuelle Rückrufe auf RUHR24).

Der Hintergrund des Produktrückrufs ist tragisch. Den Informationen zufolge gab es im Zeitraum zwischen April 2019 und Februar 2020 Berichte von vier Todesfällen bei Säuglingen im Alter zwischen elf Wochen und vier Monaten. Demnach seien die Babys in der Wippe unangeschnallt auf den Rücken gelegt worden. Später sollen die Kinder aus ungeklärten Gründen auf dem Bauch gelegen haben.

Verletzungsgefahr bei Baby-Wippe von Fisher-Price: Müller warnt Kunden in Deutschland

Eines der Produkte, von denen offenbar eine schwerwiegende Verletzungsgefahr ausgeht, wird in Deutschland über den Drogeriemarkt Müller vertrieben. Die Kette mit fast 600 Filialen bundesweit warnt seine Kundinnen und Kunden deshalb ebenfalls vor der Baby-Wippe.

Bei dem Rückruf handelt es sich um den folgenden Fisher-Price-Artikel:

  • Artikel: Fisher Price GWD46 Glider Smart Connect
  • Marke: Fisher Price
  • EAN: 887961938418

Laut Müller bestehe für Säuglinge die Gefahr bzw. das Risiko einer Verletzung. Die Wippe wurde in der Drogerie seit dem 18. August 2020 bis jetzt zum Verkauf angeboten. Das Unternehmen bittet die Verbraucherinnen und Verbraucher nun die Nutzung des Artikels „umgehend“ einzustellen.

Die Drogerie Müller informiert über den Rückruf von: Fisher Price GWD46 Glider Smart Connect.

Gefahr für Babys durch Wippe: Kunden können Fisher-Price-Produkt bei Müller zurückgeben

Zusätzlich informiert die CPSC aktuell über den Rückruf einer weitere elektrischen Baby-Wippe. Bei dem Produkt handelt es sich um die „2-in-1-Soothe ’n Play Glider“ von Fisher Price. Dort gab es den Angaben zufolge bislang jedoch keine Meldungen über Todesfälle. Der deutschlandweite Rückruf von Müller betrifft ausschließlich die „Fisher Price GWD46 Glider Smart Connect“.

Wie die Drogeriekette mitteilt, ist die Rückgabe des betroffenen Artikels in jeder Müller-Filiale möglich. Der Kaufpreis werde auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet. Das Unternehmen hatte zuletzt Ende 2020 über einen Produktrückruf informiert. Damals war bei Müller ein beliebter Tee von dem Rückruf betroffen. Anders, als bei dem aktuellen Rückruf der Wiege, war dem Unternehmen im Dezember selbst ein Fehler bei der Etikettierung des Artikels unterlaufen. Es bestand Gefahr für Allergiker.

Im Falle des Fisher-Price-Rückrufs könnten sich Verbraucherinnen und Verbraucher außerdem an den Kundenservice von Mattel Deutschland wenden. Laut dem Portal Produktwarnung.eu sei die angegebene Telefonnummer aktuell (9. Juni) jedoch nicht erreichbar. Zur Erklärung: Fisher-Price ist eine Marke der Mattel GmbH.

Aktueller Rückruf bei Müller ist in Deutschland kein Einzelfall

In Deutschland kommt es aufgrund von regelmäßiger Kontrollen häufig zu Produktrückrufen. So werden beispielsweise aktuell bei Rewe mehrere Snacks zurückgerufen. Der Grund: Auch hier wurden die Zutaten unzureichend gekennzeichnet.

Die Hersteller sind in solchen Fällen verpflichtet, ihre Ware aus dem Handel zu nehmen. Sind sie bereits im Umlauf, müssen sie zurückgerufen werden. Die Verbraucherzentrale NRW informiert darüber, dass Kunden solche öffentlichen Warenrückrufe nicht ignorieren sollten. Mögliche Schadensersatzansprüche könnten dann verfallen.

Rubriklistenbild: © RUHR24/Christian Keiter

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