Ekel-Problem im Sommer

Stinkender Mülleimer im Sommer: Fünf einfache Tricks helfen gegen den Mief

Einige Tipps und Tricks helfen, um im Sommer Fliegen von der Biotonne fernzuhalten.
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Im Sommer stinkt der Mülleimer ganz extrem.

Der Sommer kommt zurück: schön! Doch leider hat das ekelige Folgen. Der Müll fängt schneller an zu gären und stinkt dementsprechend stark. Doch es gibt einfache Mittel.

Dortmund – Der Sommer feiert ein Comeback und die Temperaturen steigen. Das ist zwar schön, hat allerdings unangenehme Konsequenzen: Es stinkt! Wenn es wärmer wird, fängt der Mülleimer fies an zu müffeln. Doch es gibt wirksame Mittel gegen den Muff.

Restmüllz.B.: Asche, verschmutzte Papiere, Hygieneartikel und Windeln, Staubsaugerbeutel
BiomüllOrganischen Abfälle, wie Pflanzenreste und Gartenabfälle, Obst- und Gemüseabfälle, aber auch Kaffee- und Teefilter
Gelbe Tonnez.B.: Verpackungen aus Kunststoff, Folien, Tuben, Konservendosen oder Plastiktüten

Müll stinkt im Sommer: Bei hohen Temperaturen wird es nicht nur muffig, es kommen auch Insekten

Sobald die Temperaturen im Sommer steigen, haben Pilze und Bakterien Hochkonjunktur. Der Müll im Eimer kann schön vor sich hin gären und die entstehenden Fäulnisgase verbreiten sich in der Wohnung. Wenn es ganz dicke kommt, melden sich auch noch unliebsame Gäste an: Maden in der Biotonne sind wirklich kein schöner Anblick.

Und wo Maden sind, sind nervige Fliegen natürlich nicht weit. Müffelt der Müll, fühlen Stubenfliegen sich wohl – doch die lassen sich zum Glück mit einfachen Tricks wie dem Duft von Lavendel vertreiben. Damit Fliegen und andere Ekel-Insekten erst gar nicht von den Gerüchen angezogen werden, sollte der Müll ordentlich gehalten werden.

Mülleimer stinkt im Sommer: Müll so trocken wie möglich wegschmeißen

Die einfachste Müll-Lösung: Damit der Müll nicht zu stinken beginnt, ist die einfachste Lösung ihn regelmäßig rauszubringen. Wichtig: Die Mülltüte immer ordentlich verschließen, bevor sie in die große Mülltonne am Haus geschmissen wird. Sonst drohen nicht nur Insekten, sondern auch Schädlingsbefall der pelzigen Art: Mäuse und Ratten.

Dem Müll Feuchtigkeit entziehen: Die Feuchtigkeit des Mülls ist oft die Ursache für den fiesen Gestank. Daher ist es ratsam, Müll so trocken wie möglich zu entsorgen. Bei Biomüll wie Teebeuteln, Kaffeefiltern oder anderen feuchten Abfällen wie Obstresten ist es ratsam, diese erst ausreichend abtropfen zu lassen. Erst dann sollten sie in die Tonne wandern.

Fängt der Müll an zu müffeln, sind unangenehme Stubenfliegen nicht weit.

Gestank im Mülleimer bekämpfen: Feuchtigkeit auffangen – bevor es zu fiesen Pfützen kommt

Dabei kann es auch sinnvoll sein, feuchte Abfälle – egal ob Bioabfall oder Restmüll – in Zeitungspapier einzuschlagen. Das saugt überflüssige Feuchtigkeit auf. Gut zu wissen: Zeitungspapier kann kompostiert werden und darf daher in die braune Tonne.

Wenn es richtig übel läuft und die Mülltüte des Restmülls nicht ausreichend dicht ist, sammelt sich im Abfalleimer unter der Tüte eine ekelige braune Pfütze – die wirklich unangenehm riecht. Auch hier kann die Zeitung helfen. Einfach ein paar Blätter unten im Mülleimer auslegen und regelmäßig auswechseln.

Einen ähnlichen Effekt wie Zeitungspapier können Katzenstreu, Sägespäne, Backpulver oder plattgedrückte Eierkartons haben. Alle Methoden haben gemeinsam, dass die überflüssige Feuchtigkeit aufsaugen und somit auch Gestank binden können.

Mülleimer stinkt: Abfalleimer gründlich auswaschen, kann Wunder bewirken

Gegen akuten Muff im Müll: Wenn es schon stinkt, sollte gehandelt werden. Erst einmal: Müll rausbringen. Dann sollte der Mülleimer gründlich gereinigt werden. Der Eimer kann einfach mit Seife ausgewaschen werden (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Noch effektiver ist es allerdings, wenn dazu Backpulver, Natron oder Essig verwendet wird. Nachdem der Mülleimer ausgewaschen ist, kann Backpulver oder Natron hineingegeben werden. Kurz einwirken lassen, dann mit Wasser ausspülen.

Besonders effektiv gegen Gestank im Mülleimer kann Essig sein. Dazu einfach die Tonne mit etwas Essig ausschrubben und anschließend ausspülen und trocknen lassen. Teilweise wird auch zu Bleichmittel geraten, doch das Mittel ist sehr umweltschädigend und nicht unbedingt notwendig, berichtet auch Öko-Test.

Stinkender Müll: Sonne kann Fluch und Segen zugleich sein

Müll in der Sonne: Den Mülleimer in die pralle Sonne zu stellen, ist selten eine gute Idee. Dadurch steigen die Temperaturen in der Tonne und die Gärprozesse laufen auf Hochtouren. Bitte vermeiden. Den Mülleimer hingegen erst auszuwaschen und anschließend mit geöffnetem Decke in der Sonne trocknen lassen, ist eine wunderbare Idee. Denn: Durch die ultravioletten Strahlen der Sonne werden die Gestank bildenden Organismen vernichtet.

Mülleimer stinkt: Besser auf Mülleimerdeo verzichten und natürliche Hausmittel nutzen

Mülleimerdeo: Nein, danke. Mülleimerdeo klingt zwar nach einer einfach genialen Idee, bringt am Ende aber leider nur wenig. Die Mittel riechen oft stark chemisch und unangenehm künstlich. Das eigentliche Problem wird damit nur überlagert und nicht gelöst. Außerdem können die Deos die Raumluft belasten und laut Öko-Test zu Haut- und Augenreizungen führen.

Video: Fliegen, Mücken und Fruchtfliegen einfach bekämpfen

Eine bessere Alternative sind da Kaffeebohnen. Einfach ein paar Bohnen in ein offenes Schälchen auf den Boden des Mülleimers stellen. Ähnlich effektiv: Etwas Natron auf den trockenen Mülleimerboden verteilen. Kaffee wie auch Natron sollten regelmäßig ausgetauscht werden.

Ein ähnlich guter Geruchskiller soll Holzkohle sein. Einfach ein Stück am Boden des Eimers platzieren und Gerüche werden neutralisiert. Etwas Waschpulver im Müll soll hingegen sogar noch eine frische Note bringen und fiese Gerüche überlagern. Der einfachste Trick bleibt aber wohl: Müll regelmäßig rausbringen und die Tonne erst gar nicht so voll werden lassen.

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