Vorsicht bei Symptomen

Mückenstich bloß nicht aufkratzen: Wunde kann zur Gefahr werden

Mückenstiche sind schmerzhaft und zerren durch das Jucken an der Geduld. Doch wer statt auf Hausmittel auf Kratzen setzt, riskiert schlimme Folgen.

Deutschland – Durch die Wetter-Mischung aus viel Sonnenschein und Regen sind Mücken momentan wieder auf dem Vormarsch. In den Haushalten zählen sie beim Grillen im Garten oder in der Wohnung eher als ungebetene Gäste. Haben die Weibchen der Mücke zugestochen, ist der Ärger groß.

InsektStechmücke
Wissenschaftlicher NameCulicidae
Lebenserwartung7 Tage (Gemeine Stechmücke)
Gelegegröße100 – 200
Geschwindigkeit1,6 – 2,4 km/h
OrdnungZweiflügler

Mückenstich juckt: Auf keinen Fall kratzen – schlimme Infektionen möglich

Insgesamt 50 verschiedene Arten des stechenden Insekts soll es in Deutschland mittlerweile geben. Entdeckt man den Stich, beginnt oftmals auch direkt das Jucken. Vorher bekommen Betroffene üblicherweise gar nicht mit, dass sich ein Blutsauger auf Arm, Bein oder Hals am Blut satt trinkt.

Das liegt an dem betäubenden Speichel-Sekret, das die Mücke abgibt. Der Körper reagiert nach Angaben des Portals Welt der Wunder dann mit der Ausschüttung des Stoffes Histamin, durch das Quaddeln und rote Flecken als allergische Reaktion entstehen – das Jucken wird immer penetranter.

Ein berühmt-berüchtigtes Mittel, um den Schmerz kurzzeitig zu lindern, ist das Kratzen mit den Fingern. Das sollte allerdings in jedem Fall vermieden werden. Denn dadurch können sich Mückenstiche entzünden und durch die Öffnung können etwa Keime ins Blut gelangen und zu einer Blutvergiftung führen. Wenn die Blutvergiftung nicht zügig behandelt wird, kann sie im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.

Hausmittel gegen Mückenstiche: Schnaps oder Kühlgel statt kratzen

Aber auch ein Lymphödem kann sich laut NDR bilden, wenn Betroffene ihre Mückenstiche statt zu kühlen lieber aufkratzen. Denn durch die offene Wunde können Streptokokken in den Körper gelangen und dadurch eine Infektion auslösen. Auch Fäkalkeime wie Kolibakterien können durch den Mückenstich auf den Menschen übertragen werden. Daher ist richtiges Handeln gefragt.

Üblicherweise helfen bei Mückenstichen Hausmittel wie Schnaps oder Mundspülung, die für eine Betäubung sorgen und so das Jucken lindern können. Durch den Alkohol im Schnaps und das Menthol der Mundspülung wird die durch Mücken entstandene Wunde zudem desinfiziert und so das Risiko einer Infektion gesenkt. Auch Eiswürfel und spezielles Kühlgel sind bewehrte Helfer, um die Schmerzen zu lindern.

Mückenstiche im Sommer können mit Hausmitteln behandelt werden.

Falls der Mückenstich allerdings heiß ist, pocht, oder sich sogar verfärbt, rät der NDR dazu, die Wunde dringend untersuchen zu lassen. Dies ist laut fitbook ebenfalls ratsam, falls Betroffene plötzlich zusätzliche Symptome entwickeln. Dazu gehören etwa Kreislaufprobleme, Probleme beim Atmen, Fieber oder Schüttelfrost (weitere News zu Lifehacks bei RUHR24).

Stechmücken fernhalten: Mit Hausmitteln und Gerüchen vor den Insekten schützen

Das einfachste Mittel, um eine solche Situation zu verhindern und die Mücke gar nicht erst anzulocken, ist regelmäßiges Duschen. Denn die stechenden Weibchen werden unter anderem durch Schweißgeruch angelockt. Gerade im Sommer bei Hitze ist daher das Abbrausen als Erfrischung und Schutz sinnvoll.

Alternativ helfen auch bestimmte Gerüche, die die Mücken fernhalten, wie Rosmarin, Katzenminze, Lavendel, Minze, Zitronenmelisse und Geranien. Diese Pflanzen helfen laut 24garten.de auch gegen andere Insekten und Spinnen. Auch eine selbstgebastelte Falle aus Wasser, Zucker und Hefe soll vor Mücken schützen. Denn bis die Plagegeister wieder verschwinden, dauert es noch etwas.

Rubriklistenbild: © Antonio Guillen Fernández/Panthermedia/Imago

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