Drastische Auswirkungen

Möbelhändler endgültig insolvent – Millionen-Schaden für Zehntausende Kunden

Rund 30.000 Kunden sind von der Insolvenz eines großen Möbelhändlers betroffen. Für sie wird die Pleite teils drastische Folgen haben.

Dortmund – Man hat eine Anzahlung geleistet, aber keine Ware oder gar eine Rückerstattung erhalten? So geht es oftmals vielen Kunden, wenn die Firma, bei der bestellt wurde, zahlungsunfähig geworden ist.

Möbelhändler Made.com ist insolvent: Pleite hat drastische Folgen für Kunden

Bei Firmen-Insolvenzen sind die Folgen für Verbraucher oft drastisch. Dies gilt auch für die Kunden des großen Möbelhändlers Made.com.

Das britische Unternehmen musste bereits Ende des vergangenen Jahres Insolvenz anmelden. Inzwischen wird deutlich, worauf sich die Gläubiger in diesem Falle einstellen.

Insolvenz von Made.com: 30.000 Kunden von Möbelhändler gehen leer aus

Die Insolvenz wird unmittelbare Auswirkungen auf 30.000 Kunden haben. Diesen schuldet der Möbelkonzern insgesamt rund 12 Millionen Britische Pfund (umgerechnet rund 13,55 Millionen Euro).

Einem Bericht des englischen Guardian zufolge gehen Käufer bei geleisteten Anzahlungen leer aus. Insgesamt seien sogar 13,7 Millionen Pfund (15,46 Millionen Euro) in Form von Vorauszahlungen für Sofas und andere Möbelstücke an Made.com geflossen.

Insolvenz von Made.com: Kunden von Möbelanbieter erhalten kein Geld zurück

Hiervon seien weniger als 1,9 Millionen Britische Pfund (2,14 Millionen Euro) via Kreditkartenrückbuchungen an die Kunden zurückgeflossen. Wie Dokumente offenlegen, habe Made.com aktuell nicht die finanziellen Mittel, die restlichen 11,9 Millionen Pfund an die Verbraucher zurückzuzahlen. Große Hoffnungen dürfen sie sich daher auch zukünftig nicht machen.

Der Brite Brent Hoberman ist Mitbegründer des großen Möbelhändlers Made.com, was unlängst Insolvenz anmelden musste.

Jene Käufer befänden laut der englischen Tageszeitung auf einer Liste nicht abgesicherter Gläubiger. Sie seien unter den Letzten, die sich im Falle eines Verkaufs des übrigen Gesellschaftsvermögens Hoffnung auf eine Rückerstattung machen dürfen. Unter ihnen sollen sich neben Lieferanten auch einige Angestellte befinden.

Möbelkette Made.com ist insolvent: Spezielle Praktik lässt Kunden leer ausgehen

Das Vermögen beinhalte Aktien im Wert von 19 Millionen Britischen Pfund (21,46 Millionen Euro), diese würden im Falle einer Auktion allerdings weniger als 2 Millionen Pfund (2,26 Millionen Euro) einbringen. Unter den nicht abgesicherten Gläubigern befinden sich auch Großkonzerne wie Facebook und Google.

Anders als die 30.000 Kunden des Möbelhändlers Made.com kann die Silicon Valley Bank als Hauptkreditgeber auf eine volle Rückzahlung der noch offenstehenden 3,8 Millionen Britischen Pfund (4,29 Millionen Euro) hoffen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet, werden viele Käufer weder die bestellte Ware bekommen noch bereits vorab gezahltes Geld wiedersehen.

Dies liege am speziellen Geschäftsmodell des Möbelkonzerns: „Die Ware liegt größtenteils nicht in Lagern bereit, sondern wurde bei den meist chinesischen Produzenten erst in Auftrag gegeben, wenn genug Bestellungen vorlagen“, heißt es dazu beim Redaktionsnetzwerk. Jene Praktik fällt den Kunden jetzt auf die Füße.

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