Festliches Grün fürs Zuhause

Mistelzweig kaufen: Achtung – Deko nicht für jeden Haushalt geeignet

Mistelzweige als Weihnachtsdeko
+
Misteln sind als Weihnachtsdeko beliebt. Aber Teile der Pflanze sind giftig.

Mistelzweige gehören oft zu Weihnachten als Deko dazu. Doch die weißen und roten Beeren der Äste sind nicht ungefährlich.

Deutschland – Weihnachten steht vor der Tür und in vielen Haushalten beginnt die Zeit, das Zuhause für die Feiertage herzurichten. Zur klassischen Optik gehören neben Weihnachtssternen auch Mistelzweige dazu – insbesondere für Liebespaare. Denn ein Kuss unter dem Mistelzweig soll Glück für die Zukunft bringen. So zumindest der Brauch. Allerdings haben die Sträucher nicht nur Gutes.

PflanzeMisteln
Wissenschaftlicher NameViscum
FamilieSandelholzgewächse (Santalaceae)
OrdnungSandelholzartige (Santalales)
KlasseBedecktsamer (Magnoliopsida)

Mistelzweige zu Weihnachten: Als Deko und für die Gesundheit nützlich

Zu Weihnachten gibt es viele Traditionen. Daher sind nicht nur die klassischen Weihnachtsbäume trotz der aktuellen Preise äußerst beliebt, sondern auch Mistelzweige. Vor allem für Romantiker sind sie ein Muss. Üblicherweise wird ein Bündel der Äste über eine Tür gehangen und die Personen, die sich darunter befinden, müssen sich küssen.

Aber auch optisch machen die Mistelzweige einiges her. Zudem sollen sie förderlich für die Gesundheit sein. Nach Angaben des Naturschutzbundes (NABU) seien laut historischen Überlieferungen die Extrakte der Blätter auch schon für Arzneimittel verwendet worden, um etwa Blutdruck zu senken und Altersbeschwerden zu lindern.

Inzwischen hat der Mistelzweig nicht nur als Weihnachtsdeko sein Comeback, sondern auch wieder in der Medizin. Laut Nabu findet die Pflanze sogar ihre Anwendung in der Krebsbehandlung.

Mistelzweige als Parasiten – Bäume im Garten in Gefahr

Wer sich die Mistelzweige in die Wohnung hängen will, muss sie nicht zwingend kaufen. Denn sie können auch im eigenen Garten zu finden sein. Ein besonders beliebtes Zuhause bieten heimische Bäume, wie die hierzulande heimischen Apfelbäume und Birnbäume. Was in den eigenen vier Wänden schön aussieht, ist allerdings schädlich für die Bäume. Denn Misteln, von denen es verschiedene Arten gibt, gelten als sogenannte Halbparasiten.

Das heißt, dass sie den Wirtsbäumen, in denen sie in Form grüner Nester wachsen, Schaden zufügen können. Der NABU warnt daher davor, dass die Wuchsleistung und Fruchtbildung des Baumes beeinträchtigt werden könnte. Wer also einen Mistelzweig abschneidet, macht nicht nur seine Wohnung hübsch, sondern tut den Bäumen noch etwas Gutes.

Video: Interessante Fakten über Weihnachten

Daher ist es auf jeden Fall ratsam, die befallenen Bäume zurückzuschneiden. Alle vier Jahre soll das nach Informationen des NABU im Spätwinter oder zeitig im Frühjahr geschehen. Dabei sei es sinnvoll zwischen 30 und 50 Zentimeter in das gesunde Holz zu schneiden. Andernfalls könne der Parasit nicht beseitigt werden.

Entgegen vieler Vermutungen stehe die Mistel nach Einschätzung des NABU nicht unter Naturschutz. Daher kann man im eigenen Garten beherzt zum entsprechenden Werkzeug greifen, um die Zweige zu entfernen.

Mistelzweige ernten: Warnung vor giftigen Pflanzenteilen

Wer Zweige und Blätter der Mistel nach der Ernte als Deko verwenden möchte, sollte aufpassen. Denn die Bestandteile gelten laut dem Universitätsklinikum Bonn als giftig. Weniger problematisch für Menschen sollen hingegen die Beeren sein. Die Uniklinik beschreibt den Geschmack des Beerensaftes sogar als „süßlich“, auch wenn er von der Konsistenz her eher schleimig sein soll.

Für Tiere ist der komplette Mistelzweig inklusive der Früchte giftig. Haustier-Besitzer sollten daher auf das Geäst als Dekoration in der Adventszeit und zu Weihnachten aufgrund der Gefahr lieber verzichten. Bei Weihnachtssternen gibt es ein ähnliches Problem – auch sie sollten in Haushalten mit Kindern und Tieren besser nicht stehen.

Haushalte ohne kleine Kinder und Tiere können hingegen lange Freude an der Mistel haben, da die Pflanze sehr pflegeleicht ist. Sie sollte möglichst an einem kühlen Ort hängen und benötigt kein Wasser. Der Platz über dem Kamin ist daher eher ungeeignet.

Mehr zum Thema