Vergiftung und Explosion

Explosionsgefahr: Einige Lebensmittel gehören einfach nicht in die Mikrowelle

Schnell und einfach warmes Essen auf dem Tisch: Die Mikrowelle macht es möglich. Doch nicht alle Lebensmittel sind sicher, wenn sie aus dem Kasten kommen.

Dortmund – Ein paar Runden im dämmrigen Schein der Mikrowelle und schon ist das Essen von gestern wieder heiß und bereit verspeist zu werden. Doch Vorsicht! Nicht jedes Lebensmittel sollte in der Mikrowelle aufgewärmt werden.

BakterienListerien
FamilieListeriaceae
KlasseBacilli

Lebensmittel in der Mikrowelle aufwärmen: Teilweise besteht ein Hygienerisiko

Es ist praktisch und verlockend, doch bei einigen Lebensmittel besteht ein Risiko, wenn sie in der Mikrowelle erwärmt wurden. Das gilt vor allem für leicht verderbliche Lebensmittel wie rohes Geflügelfleisch (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Das Problem der praktischen Apparatur: Die Mikrowellen bewirken nur eine ungleichmäßige Temperaturverteilung. „Ist das Lebensmittel an manchen Stellen nicht ausreichend erhitzt, kann das zum Hygienerisiko werden“, warnt Andrea Danitschek von der Verbraucherzentrale Bayern gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Lebensmittel in der Mikrowelle aufwärmen: Es drohen Lebensmittelvergiftungen

Damit mögliche Krankheitserreger sicher abgetötet werden können, müssen die Temperaturen im Inneren des Garguts für mehrere Minuten mindestens 70 Grad erreichen. Das gilt nicht nur für Geflügel, sondern auch für andere Lebensmittel:

  • Rohes Fleisch und roher Fisch haben in der Mikrowelle nichts zu suchen. Bei dem Versuch die rohen Lebensmittel zu garen, können Krankheitserreger wie gefährliche Listerien im Inneren überleben.
  • Eier, Tomaten, Weintrauben, Würstchen: Alles, was eine Schale oder eine Haut und einen flüssigen oder feuchteren Kern besitzt, ist in der Mikrowelle nicht sicher. Solche Lebensmittel können platzen. Bei manchen kann es laut Öko-Test helfen, sie vorher einzustechen. Schon gewusst? Weintrauben enthalten wertvolle Stoffe für unseren Körper, wie 24garten* weiß.
  • Bei Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Eierspeisen sollten Verbraucher vorsichtig sein – sie sind leicht verderblich. Beim erneuten Erhitzen in der Mikrowelle kann nicht sichergestellt werden, dass alle Keime abgetötet werden. Es drohen eine Lebensmittelvergiftung oder Magen-Darm-Beschwerden. Besser: Leicht verderbliche Speisen sollten in einer Pfanne oder im Ofen wieder erwärmt werden, so ist die gleichmäßige Temperaturverteilung gewährleistet.

Explosionsgefahr in der Mikrowelle: Öl und Alkohol werden zur Gefahr

Doch es droht nicht nur die Gefahr fieser Keime in Lebensmitteln. Bei falscher Nutzung der Mikrowelle drohen auch Schäden durch Feuer oder explodierende Gegenstände. Das kann passieren, wenn etwa Öl oder Fett in der Mikrowelle erhitzt wird. Letzteres ist besonders gefährlich, da solche Fettbrände nicht einfach mit Wasser gelöscht werden können.

Ähnliches kann passieren, wenn man auf die Idee kommt, hochprozentigen Alkohol in der Mikrowelle erwärmen zu wollen. Auch Wodka, Rum und andere hochprozentige Getränke können sich bei hohen Temperaturen entzünden. Laut Öko-Test besteht im Falle von Wodka sogar Explosionsgefahr. Glühwein hingegen kann ohne Probleme in der Mikrowelle erwärmt werden.

Rohes Fleisch sollte nicht in der Mikrowelle gegart werden, es besteht die Gefahr, dass nicht alle Keime abgetötet werden.

Mikrowellen-Todsünde: Ein Lebensmittel sollte nun wirklich nicht dort landen

Eine weitere Todsünde im Mikrowellen-Universum zieht zwar keine Lebensmittelvergiftung oder Explosion nach sich, sollte aber dennoch beachtet werden. Wirklich niemand sollte jemals auf die Idee kommen, Pizza in der Mikrowelle aufzuwärmen.

Denn das, was dann aus der Mikrowelle kommt, ähnelt nur wenig einer knusprigen Pizza, sondern mehr einem laschen Lappen mit Belag. Für den ultimativen Pizza-Genuss vom Vortag sollte sie entweder kalt verspeist werden oder im Ofen noch einmal knusprig aufgebacken werden. Möglich ist es auch die Pizza zu grillen – aber bitte nicht in die Mikrowelle. *24garten ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Vanessa Meyer/AFP

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