Updates unbedingt installieren

Microsoft-Update schnell installieren – Bundesamt erhöht auf höchste Risikostufe

Anfang des Jahres schloss Microsoft allein 100 Sicherheitslücken. Doch damit ist die Gefahr für Anwender nicht gebannt.

Deutschland – Sowohl im Februar, als auch im März stellte Microsoft am Patchday etliche Updates bereit – und schloss damit diverse kritische Sicherheitslücken in seinen Programmen. Dass das Unternehmen am sogenannten Patchday Sicherheitsupdates bereitstellt, ist nicht ungewöhnlich. Die Warnung des BSI hingegen schon. Wie RUHR24* berichtet, vergab das Bundesamt die höchste aller möglichen Risikostufen.

Bundesamt Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
DachorganisationBundesministerium des Innern und für Heimat
Gründung1. Januar 1991

Bundesamt warnt vor Sicherheitslücke: Updates für Microsoft möglichst schnell installieren

Die Risikostufe 5 vergibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nur sehr selten. Doch die laut BSI 71 geschlossenen Lücken sind gefährlich: So können sie laut Computerbild dafür ausgenutzt werden, um beliebigen Schadcodes im Namen des Nutzers auszuführen, selbst mit Administratorrechten. Angreifer könnten zudem Sicherheitsvorkehrungen umgehen und so den ganzen PC lahmlegen, Daten ändern oder stehlen.

An jedem zweiten Dienstag im Monat ist bei Microsoft Patchday. Regelmäßig stellt das Unternehmen an diesem Tag Updates für seine Programme bereit und schließt auch Sicherheitslücken.

Bei den vergangenen beiden Patchdays im Februar und März 2022 wurde laut chip.de aber ein ungewöhnlich hohes Aufkommen an Sicherheitsupdates verzeichnet. Wie security-insider berichtet, sollen es über 120 Sicherheitslücken in Microsoft-Produkten gewesen sein, knapp 100 davon kritisch oder wichtig (mehr Digital-News* bei RUHR24).

Warnung des BSI vor Sicherheitslücken: Updates bei Windows nicht verschieben

Mit dabei waren Updates für Windows 10 und 11, Office, Windows-Defender und viele andere Programme. Doch die reine Anzahl an „Security-Fixes“ sei nicht entscheidend, erklärt chip.de.

Doch offensichtlich hatten es die diesmal geschlossenen Sicherheitslücken in sich: Das BSI warnte eindringlich, die Updates so schnell wie möglich zu installieren – denn erst dann seien Nutzer vor Angriffen über das Internet geschützt.

Opfer eines Angriffs können Nutzer werden, indem sie eine manipulierte Datei, E-Mail oder Internetseite öffnen. Welche das sind, ist für den Laien oft allerdings schwer zu erkennen. Daher ist es ratsam, bereitgestellte Updates zügig zu installieren (weitere Warnungen auf RUHR24).

Updates schließen Sicherheitslücken bei Windows: So installiert man sie richtig

Damit nicht nur das Betriebssystem, sondern auch andere Microsoft-Programme mit Updates versorgt werden, rät Computerbild, wie folgt vorzugehen:

  • Windows-Taste und i-Taste drücken,
  • auf „Update & Sicherheit“ (Windows 10) oder „Windows Update“ (Windows 11) klicken,
  • dann auf „Erweiterte Optionen“ vergewissern, dass die Option „Erhalten Sie Updates für andere Microsoft-Produkte, wenn Sie Windows aktualisieren“ oder „Updates für andere Microsoft-Produkte erhalten“ eingeschaltet ist.

Anschließend unbedingt verfügbare Updates installieren und den PC neu starten. Doch nicht nur PC-Nutzern drohen immer wieder Gefahren, auch Android-Usern sollten 14 Apps besser sofort löschen*.

Einige als „wichtig“ eingestufte und öffentlich bekannte Probleme betreffen etwa das Visual Studio, den Remote Desktop Client sowie den Windows Fax- und Scan-Dienst. Drei weitere als kritisch eingestufte Sicherheitslücken sind laut chip.de allerdings noch nicht öffentlich bekannt. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Lino Mirgeler, Britta Pedersen/DPA; Collage RUHR24

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