„Chat-Bubbles“ kommen

Microsoft Teams: Konkurrenz für Whatsapp mit neuer Funktion für Privat-Nachrichten

World News - April 20, 2021
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Microsoft Teams wird zur Konkurrenz für Whatsapp.

Die wohl bekannteste Kommunikations-Plattform, „Teams“ von Microsoft, soll im Juli ein neues Feature bekommen. Und dieses kennen Nutzer bereits von Messengern wie WhatsApp.

Deutschland – Microsoft Teams gehört zweifelsohne zu den großen Gewinnern der Corona-Pandemie. Ob durch die Homeoffice-Pflicht, die Einschränkung privater Treffen oder das Homeschooling – die Kommunikation wurde zusehends vom analogen ins digitale Leben verlagert. Daher soll das weltweit beliebte Office-Programm jetzt eine neue Funktion bekommen – und knüpft damit an die klassischen Messenger wie WhatsApp an (mehr News rund um Digitales auf RUHR24).

Microsoft TeamsKommunikations-Plattform
Erstveröffentlichungsdatum2017
EntwicklerMicrosoft

WhatsApp-Konkurrenz? Nach Corona-Hoch will Teams attraktiver für Privatnutzer werden

Wie das Portal MicrosoftUnited berichtet, soll das Feature bereits im Juli ausgerollt werden. Das Portal mutmaßt, Teams wolle damit dem Umstand Rechnung tragen, dass mit sinkenden Corona-Zahlen auch wieder mehr Präsenz in Büros und Schulen stattfindet. Um nicht aufs Abstellgleis zu geraten, so die Schlussfolgerung von WindowsUnited, versuche Microsoft sich unter den Messengern zu etablieren.

Gerade WhatsApp macht schließlich durch die vermeintlichen Konsequenzen für Verweigerer der neuen AGB seit Monaten Negativschlagzeilen. Eine Chance für Alternativen wie Telegram, das von Tesla-Chef Elon Musk gefeierte Signal – und auch Microsoft Teams?

Microsoft-Teams: Chat-Bubbles sollen Chatten während der Besprechung vereinfachen

Konkret will man zunächst das Chatten während einer Besprechung vereinfachen. Dazu soll Teams eine neue Chat-Blasen (engl. speech bubbles)-Funktion bekommen.

Denn aktuell ist es noch ziemlich aufwendig zu chatten, während man in einem Meeting ist. Dazu müssen Nutzer das Chat-Fenster innerhalb der Besprechung erst manuell öffnen und dann nach unten scrollen, um zu sehen, was dort eingegeben wird. 

Microsoft: Chat-Bubbles – Meetings bekommen neue Funktion

Das soll sich jetzt ändern. Bald wird es möglich sein, zu sehen, was im Chat eines Meetings eingegeben wird, ohne dass das Chatfenster extra geöffnet werden muss.

Microsoft selbst schreibt dazu in der 365-Roadmap: „Während einer Teams-Besprechung gesendete Chats werden auf den Bildschirmen aller Besprechungsteilnehmer angezeigt, wodurch der Chat zentraler für die Unterhaltung wird.“

Die neuen Chat-Bubbles werden also auf den Bildschirmen der Teilnehmer angezeigt. Und es ermöglicht Nutzern, an der Diskussion teilzunehmen, ohne zum Chat-Bildschirm wechseln zu müssen. 

Konkurrenz für WhatsApp? Microsoft Teams will mehr private Nutzer erreichen. (Symbolbild)

Microsoft Teams: Neue Chat Bubbles sind an Messenger-Nachrichten angelehnt

Ähnlich wie bei Instant-Messengern wie Telegram oder WhatsApp Chat-Blasen auf dem Display erscheinen, wenn eine neue Nachricht reinkommt, wird die Chat-Blase bei Teams auch zentral auf dem Bildschirm erscheinen.

Microsoft lehnt die Chat-Blase also an die neuen Handynachrichten an. Denn auch auf dem Handy erscheint beim Eingang neuer Messages eine solche Blase auf dem Bildschirm und bleibt einige Sekunden lang präsent. Durch einfaches Klicken auf das Symbol kann man zu dem entsprechenden Chat gelangen.

Die Chat-Blasen-Funktion wurde erstmals im Juli 2020 in der Roadmap erwähnt. Sie soll – nach jetzigem Stand – Mitte Juli 2021 eingeführt werden und Ende Juli für alle Nutzer verfügbar sein.

Video – Endlich: WhatsApp führt Videocalls und Anrufe auf dem Desktop ein

Konkurrenzfähig auch ohne Pandemie: Teams führt Funktionen für Verbraucher ein

Das Feature soll laut dem Portal Windows Latest eine Maßnahme sein, um das Chat-Erlebnis in Teams zu verbessern. Wie Chip.de kürzlich berichtete, veröffentlicht Teams derzeit ungewöhnlich schnell neue Features.

Einerseits um die Konkurrenz abzuhängen – aber vor allem auch, um für private Nutzer attraktiver zu werden. Bereits Ende 2020 hatte Microsoft angekündigt, Teams um Funktionen zu erweitern, die Verbraucher in den Vordergrund stellen – beispielsweise, dass Nutzer gespeicherte Kontakte zu einem Teams-Gruppenchat hinzufügen können, auch wenn diese bisher nicht für Teams registriert sind. Dennoch: Es bleibt abzuwarten, ob sich die Kommunikationssoftware im privaten Bereich wirklich durchsetzen wird.

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