Alternative schon da

Internet Explorer: Microsoft stellt Browser noch 2022 ein

Microsoft stellt nach über 25 Jahren einen zeitweise viel genutzten Service ein. Was bereits im Mai 2021 angekündigt wurde, wird jetzt Realität.

Dortmund – Microsoft trifft eine drastische Entscheidung: Nach 27 Jahren geht die Browser-Ikone Internet Explorer nun in Rente. Denn mittlerweile hat Microsoft sie bereits gegen einen neuen Browser getauscht.

UnternehmenMicrosoft
HauptsitzRedmond/ Seattle, Washington, Vereinigte Staaten
Gründung4. April 1975
Webbrowser Internet Explorer (1995 - 2022), Microsoft Edge (2015 - )

Internet Explorer: Microsoft stellt seine Browser-Ikone 2022 ein

In der heutigen Zeit kann der Internet Explorer nach Angaben von techbook.de nicht mehr mit der Konkurrenz mithalten. Die Software soll im Gegensatz zum mobilen Internet langsam und komplex sein. Die Folge: Der erste Browser von Microsoft wird heutzutage kaum noch genutzt. Deshalb hat das Unternehmen bereits im Mai 2021 das Ende des Browsers angekündigt.

Jetzt ist es so weit: Zum 15. Juni soll der Internet Explorer endgültig eingestellt werden. Bereits seit Juni 2021 gibt es keine Sicherheitsupdates mehr und im August 2021 verschwand der Internet Explorer auch aus der Office-Suite Microsoft 365, wie techbook.de berichtet. Stattdessen soll sich das Unternehmen auf Microsoft Edge – den neuen Webbrowser des Softwareherstellers – konzentriert haben (mehr Digitale-News bei RUHR24).

Microsoft beendet Internet-Dienst – mit Folgen für noch wenige Nutzer

Was bedeutet das für die Nutzer? Zugegeben, die Anzahl der Personen, die den Windows Explorer nutzen, sank in den letzten Jahren kontinuierlich. Laut Statista gewannen Google Chrome, Safari oder Firefox an immer größerer Beliebtheit.

Im Mai 2022 sollen es gerade mal noch 0,8 Prozent gewesen sein, die den Webbrowser von Microsoft verwendet haben – ob bei der Statistik aber auch Unternehmen erfasst werden, ist nicht ersichtlich. Für viele Nutzer wird die Abschaltung des Internetdienstes nach mehr als 25 Jahren also kaum der Rede wert sein.

Personen, die aber bis zum Schluss am 15. Juni am Internet Explorer festhalten, werden diesen ab dem genannten Stichtag nicht mehr öffnen können. Wie aus einem Blogeintrag des Software-Giganten hervorgeht, soll sich dann automatische der Edge Browser öffnen. Die Zukunft des Internetexplorers ab Windows 10 sei Microsoft Edge, heißt es weiter in dem Beitrag. Den Nutzern bleibt dann folglich nichts anderes mehr übrig als den neuen Browser zu nutzen – oder auf ein gänzlich anderes Angebot umzusteigen.

Microsoft stellt den Internet Explorer ein.

Internet Explorer: Deshalb hielt Microsoft an der Software fest

Microsoft soll lediglich aus einem Grund an dem Internet Explorer festgehalten haben. Für viele Unternehmen sei der Explorer unverzichtbar gewesen, da ältere Web-Anwendungen teilweise nur darüber nutzbar waren. Nach Angaben von Microsoft haben Unternehmen im Schnitt 1678 Webseiten und Anwendungen, welche den Explorer benötigen.

Damit diese Unternehmen die alte Software weiterhin nutzen können, hat Microsoft sich eine Lösung überlegt. Das Unternehmen setzt nun auf die neuere, Chromium-basierte Version des Edge-Browsers mit dem sogenannten IE-Modus.

Edge soll damit Seiten öffnen können, welche zuvor nur mit dem Internet Explorer 11 funktioniert haben. Dadurch soll Microsoft seinen Nutzern ermöglichen, schneller im Internet zu surfen und gleichzeitig die alte Software zu nutzen.

Rubriklistenbild: © Mark Lennihan/AP/dpa

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