Keine Chance dem Mehltaupilz

Pilzbefall auf Pflanzen loswerden: Trick mit Hausmittel hilft schnell

Echter Mehltau ist eine bekannte Rosenkrankheit. Mit einem Lebensmittel können Hobbygärtner den unliebsamen Belag aber schnell loswerden.

NRW – Beim Gang durch den heimischen Garten kann ein weißer Belag auf den Pflanzen den Blick ins Farbenparadies trüben. Mehltau ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Pflanzenkrankheiten, die von Pilzen verursacht werden und beim Hobby- und Profigärtner für Sorgenfalten sorgen. Dank eines einfachen Tricks sind die weißen Flecken auf den Blättern schnell Geschichte.

Echter MehltaupilzErysiphaceae (weißer Belag auf Blattoberflächen)
Falscher Mehltaugelbe Flecken auf Blättern und grauer Pilzrasen darunter

Echter Mehltau: Besonders Zierpflanzen und Gemüse leiden unter Pilzbefall

Der echte Mehltau, auch Schönwetterpilz genannt, tritt laut dem NDR häufig dann auf, wenn die Temperaturen über 20 Grad Celsius liegen und die Luft besonders feucht ist. Insbesondere an Gemüse, Rosen und an anderen Zierpflanzen ist er häufig zu finden.

Laut mein-schöner-Garten befindet er sich auf den Blattoberseiten. Zunächst ist er weiß, mit zunehmender Zeit wird er jedoch bräunlich bis gräulich. Die Sporen der Erreger, die zur Gruppe der Schlauchpilze gehören, gelangen meist durch den Wind oder durch Spritzwasser auf die Blätter der Pflanzen, wo sie in die oberste Zellschicht der Blätter eindringen und ein Pilzgeflecht bilden.

Echter Mehltau: Trockene, nicht ausgereifte Triebe an Rosen besonders gefährdet

Besonders Triebe und Blätter, die bei anhaltender Trockenheit nicht richtig ausreifen konnten, sind vom Pilzbefall des echten Mehltaus gefährdet. Um kranke Rosen wieder zu „heilen“, empfiehlt sich ein Griff in den Kühlschrank, wo ein günstiges Lebensmittel ganz ohne Chemikalien nur auf den Einsatz wartet, den Mehltau zu vernichten.

Denn Roh- oder Vollmilch wirken, im Verhältnis 1:8 mit Wasser gemischt, wahre Wunder gegen den echten Mehltaupilz. Einfach 100 Milliliter nicht homogenisierte oder pasteurisierte Milch und 800 Milliliter Wasser in eine Sprühflasche füllen und schon kann die Mehltau-Jagd im heimischen Garten beginnen.

Echter Mehltau: Milch und Wasser bekämpfen Mehltaupilz

Experten empfehlen zunächst einen wöchentlichen, später eine zweiwöchentlichen Sprüh-Rhythmus. Andere Quellen empfehlen bei akutem Befall, alle zwei bis drei Tage zu sprühen.

Mit Milch lässt sich unliebsamer Mehltau beseitigen.

Die Bakterien in der Milch vermehren sich stark und bilden auf der Blattoberfläche einen dichten Belag. Laut grüneliebe bekämpfen die Mikroorganismen den Pilz, zudem stärkt das in der Milch enthaltene Natriumphosphat die Abwehrkräfte der Pflanze.

Um die heimischen Rosen präventiv zu schützen, sollten diese einerseits nicht zu eng beieinander und andererseits in feuchter, nährstoffreicher Erde stehen, wo viel Sonne und Luft hingelangen können. So wird die Pflanze schneller trocknen und dem Mehltaupilz keine geeigneten Stellen für den Befall anbieten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/sheriffkule

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