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Maulwurf besser nicht aus dem Garten vertreiben – Tier ist nützlich

Hobbygärtner empfinden Maulwürfe oft als Schädlinge. Dabei können sie durchaus nützlich sein.

Deutschland – Viele Menschen sind genervt von den Insektenfressern, denn ihre Maulwurfshügel sieht man überall. Egal ob im eigenen Garten oder auf einer Golfanlage – sie zerstören die sprichwörtliche deutsche Ordnung. Deshalb möchte der ein oder andere Hobbygärtner den Maulwurf vertreiben. Dabei bringt die Tiere einige nützliche Vorteile mit sich. Auch Löwenzahn sollte man lieber nicht entfernen.

TierMaulwurf
OrdnungInsektenfresser
KlasseSäugetiere

Maulwurf im Garten: Vertreiben oder nicht? Der Insektenfresser hat Vorteile für die Bepflanzung

Grundsätzlich können sich Gartenbesitzer laut des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) über Maulwürfe auf dem eigenen Grundstück freuen. Die Anwesenheit soll nämlich zeigen, dass der Boden sehr gesund ist und es dort deshalb viele kleine Lebewesen gibt. Diese sind die Nahrungsgrundlage für die nahezu blinden Tiere.

Das hat für Hobbygärtner den Vorzug, dass Schädlinge wie Schnecken, Engerlinge und Schnakenlarven beseitigt werden. Den gleichen Vorteil können auch Igel bieten, die sich oft mit ihrem Kot auf dem Rasen verraten. Für den Garten stellen die Maulwürfe somit keine Gefahr dar – ganz im Gegenteil.

Hobbygärtner können die Erde der Hügel nutzen, und sich damit den Weg in den Baumarkt oder in das Gartencenter sparen. Ein Grund, warum man den Maulwurf nicht vertreiben sollte.

Maulwurf im Garten: Warum Hobbygärtner die Tiere nicht gewaltvoll vertreiben sollten

Die Qualität der Erde in den Maulwurfshügeln ist laut myhomebook.de nämlich sehr gut. Dadurch, dass es sich um eine der untersten Erdschichten handelt, befinden sich darinnen fast keine Wurzeln, Tiere oder Unkrautsamen.

Sie kann sowohl für das Auffüllen von Hochbeeten, Frühbeetkästen, Beeten, als auch für Topf- und Kübelpflanzen genutzt werden. An fremden Grundstücken sollte man sich an der Erde allerdings nicht bedienen.

Wen die Vorteile nicht überzeugen, sollte sich trotzdem nicht mit den Tieren anlegen. Maulwürfe sind nämlich ausdrücklich per Gesetz geschützt. Besitzer eines Gartens dürfen sie daher nicht fangen, verletzten geschweige denn töten. Auch die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten ist nach Angaben des Bußgeldkataloges nicht erlaubt.

Maulwurf vertreiben: Keine gute Idee – es droht ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro

Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. In Nordrhein-Westfalen ist es mit am teuersten, dort müssen Anwohner im schlimmsten Fall 50.000 Euro zahlen. So teuer wird es beispielsweise, wenn das Tier vergiftet wird.

Doch es kann sogar noch schlimmer kommen, denn auch eine Freiheitsstrafe kann verhängt werden. Diese wird aber nur dann angewandt, wenn der Angeklagte zusätzlich Tiere verkauft oder einen großen Teil getötet hat.

Ein Maulwurfshügel ragt bei sonnigem Wetter zwischen zahlreichen blühenden Krokussen hervor.

Die Strafen können ganz einfach umgangen werden, indem statt Gift andere Geheimwaffen eingesetzt werden, um Maulwürfe zu vertreiben und ihnen dabei keinen Schaden zuzufügen. Auch anderen Tieren kann mit simplen Tricks das Leben gerettet werden.

Maulwurf im Garten: Wie man die Insektenfresser ohne Giftstoffe loswerden kann

Dazu zählen unter anderem Köpfe von toten Heringen, denn diese können in die Gänge der Tiere gelegt werden. Dabei sollten Verbraucher allerdings aufpassen, dass die Maulwürfe bei dem Versuch in die Gänge zu gelangen nicht verwundet werden.

Der Fisch eignet sich gut, da die Maulwürfe sehr geruchsempfindlich sind. Deshalb können Gartenbesitzer außerdem Nussbaumblätter oder Thujazweige in die Öffnung der Hügel legen, um die Wühltiere zu vertreiben. Jauche aus Holunderblättern eignet sich ebenfalls gut, denn der flüssige Dünger riecht stark.

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