Wetter im Herbst und Winter

Droht ein „massiver Wintereinbruch“? Deutscher Wetterdienst wagt Vorhersage

Die Temperaturen in Deutschland sinken allmählich. Immer wieder ist von einem „massiven Wintereinbruch“ zu lesen. Ob da etwas dran ist, klärt jetzt der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf.

Dortmund – Viele Menschen würden sich sicher über den ersten Schnee oder sogar weiße Weihnachten in Deutschland freuen. Wie wahrscheinlich ein „massiver Wintereinbruch“ zum ersten Advent ist, haben sich die Wetter-Experten des DWD jetzt angeschaut.

LandDeutschland
PrognoseWetter im Winter
BehördeDeutscher Wetterdienst (DWD)

Winter-Wetter in Deutschland: Kommt ein „massiver Wintereinbruch“? Experte des DWD klärt auf

Meldungen über einen Wintereinbruch würden seit Wochen durch die Presse geistern, schreiben die Meteorologen in ihrem Thema der Woche. Bereits Ende November soll es so weit sein, sei zu lesen. Doch die meisten Prognosen für das Wetter an Weihnachten seien „unseriös oder unwissenschaftlich“, schreibt der DWD.

Das Problem: Viel weiter als 7 bis 10 Tage im Voraus können selbst die Experten das Wetter kaum vorhersagen. Damit liegt jetzt aber zumindest der erste Advent am 28. November in Reichweite. Kommt er also doch, der „massive Wintereinbruch“?

Winter-Wetter in Deutschland: „Wenn überhaupt“ nur ein paar Schneeflocken möglich

Klar sei derzeit, dass sich die Luftdruckverhältnisse und damit auch das Wetter über dem nordatlantischen und europäischen Raum „innerhalb der nächsten Tage nachhaltig umstellen“, schreibt Diplom-Meteorologe Adrian Leyser vom DWD in dem Beitrag. Sonntag (21. November) und Montag werde daher kalte Luft nach Deutschland strömen. Auch in NRW wird es Anfang der Woche also etwas kälter.

Waschechtes Winterwetter sieht definitiv anders aus.

DWD-Meteorologe Adrian Leyser

Ein Hoch nahe der Britischen Inseln sorge jedoch für nur geringe Niederschläge. „Ein paar Schneeflocken wären somit nur in den höchsten Lagen des Berglandes möglich, wenn überhaupt.“ Viel kälter werde es zudem nicht. Frost erwarten die Experten des DWD nur in der Nacht, im Süden sei die Abkühlung kaum nennenswert. „Waschechtes Winterwetter sieht definitiv anders aus“, kommentiert der Meteorologe.

Frost und Schnee in Deutschland? Massiver Wintereinbruch „entbehrt jeder meteorologischen Grundlage“

Mitte der Woche strömt dann erneut Kaltluft nach Deutschland. Es sei jedoch schwer vorherzusagen, wo sich die kleinen Tiefs im Gegensatz zum großflächigen Hochdruckgebiet bewegen werden. Damit sei „völlig unklar, welche Strömung und damit auch welche Luftmassen bei uns dominieren werden.“ Das Ausrufen eines massiven Wintereinbruchs „entbehrt jeder meteorologischen Grundlage“ (alle News zu Wetter in Klima auf RUHR24).

Wetter-Ausblick für NRWHöchststemperatur (°C)
Sonntag (21.11.2021)8 bis 11 Grad
Montag (22.11.2021)5 bis 8 Grad
Dienstag (23.11.2021)5 bis 8 Grad

Im Bergland nehme die Wahrscheinlichkeit für winterliches Wetter prinzipiell aber zu. Für einen echten Wintereinbruch bis ins Tiefland müssten jedoch viele Räder ineinandergreifen, sagt der Experte. Am besten stehen die Chancen auf echtes Winter-Wetter noch im Süden von Deutschland.

Rubriklistenbild: © Jan Woitas/dpa

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