Händler hält in einem Bereich daran fest

Hinweise auf Maskenpflicht bei Ikea? Möbel-Gigant wird konkret

Deutschland bereitet sich auf den Winter vor. Corona-Regeln sind beschlossen. Der Einzelhandel ist noch nicht betroffen. Doch Ikea scheint einen anderen Weg zu gehen.

Dortmund – Neue Corona-Regeln wurden bereits beschlossen und den Ländern wurde das Werkzeug für strengere Maßnahmen an die Hand gegeben, falls sie notwendig werden. Im Einzelhandel hingegen ist aktuell nichts davon zu spüren, dass Deutschland sich auf den dritten Corona-Winter vorbereitet. Oder etwa doch? Ein Hinweis zur Maskenpflicht bei Ikea sorgt aktuell für Unruhe in den sozialen Medien.

MultikonzernIkea
GründerIngvar Kamprad
Gründung28. Juli 1943, Älmhult, Schweden

Corona-Regeln beschlossen – im Einzelhandel herrscht derzeit keine Maskenpflicht

Die aktuellen Corona-Regeln, die auf Bundesebene beschlossen wurden, gelten bereits. Am 1. Oktober traten sie in Kraft und gelten noch bis zu 7. April 2023. Die Regeln beinhalten zum Beispiel eine FFP2-Maskenpflicht im Fernverkehr sowie eine Masken- und Testpflicht in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Darüber hinaus können die Bundesländer selber bestimmen, ob sie eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr vorschreiben wollen oder eben nicht. Außerdem besteht die Möglichkeit, eine Maskenpflicht für öffentlich zugängliche Innenräume und Restaurants vorzuschreiben.

Bislang setzen die Bundesländer aber eher auf die Eigenverantwortung der Bürger und Bürgerinnen. Eine Pflicht zum Tragen einer Maske in öffentlich zugänglichen Innenräumen, wie Supermärkten oder Discountern, gibt es derzeit nicht. Aldi Nord und Süd, Rewe und Edeka bestätigte gegenüber RUHR24, dass es derzeit in NRW keine Maskenpflicht gebe, man sich aber an die Vorgaben der Länder halten werde.

Setzt Ikea jetzt auf die Maskenpflicht? Möbelhaus spricht von „Fake News“

So weit, so gut. Doch anscheinend gibt es einen Ausreißer – oder etwa doch nicht? Derzeit macht ein Foto aus einer Ikea-Filiale in den sozialen Netzwerken die Runde, auf dem der Hinweis zur geltenden Maskenpflicht zu sehen ist. Die auf einem Plakat zusammengefassten Regeln machen den Anschein: Ikea setzt auf die Maskenpflicht. Doch Ikea selbst spricht hier von „Fake News“.

Auf dem abgelichteten Plakat heißt es „Maskenpflicht in allen Ikea Einrichtungshäusern“ sowie „Ab dem 01.10.2022 nur medizinische Schutzmasken“. In Unterpunkten wird erläutert, dass auf allen Wegeflächen, in Kundengesprächen oder wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann, eine medizinische Maske zu tragen ist. Das gelte auch, wenn man ein ärztliches Attest vorlegen könne.

Ikea setzt Maskenpflicht durch – allerdings nur für Mitarbeitende

Die Befürchtung bei einigen Kundinnen und Kunden ist groß, wieder mit Maske den Möbel-Großeinkauf hinter sich bringen zu müssen. Zudem schwingt Verwunderung über den Alleingang des Möbelhauses mit. Doch Ikea selbst gibt in einem knappen Statement auf der eigenen Facebook-Seite Entwarnung: „Aktuell kursieren Fake News im Internet bezüglich einer Maskenpflicht bei IKEA. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht der Fall, ihr könnt bei uns auch weiterhin ohne Mund-Nasenschutz einkaufen.“

Was es mit dem Plakat auf sich hat, erklärt das schwedische Unternehmen gegenüber RUHR24: Bei dem Aushang handele es sich um eine interne Mitarbeiter-Information zu Neuregelungen ab dem 1. Oktober. Seitdem sei eine aktualisierte Arbeitsstätten-Verordnung in NRW in Kraft getreten. Diese sehe vor, dass Mitarbeitende immer dann eine Maske tragen müssten, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Für Kunden und Kundinnen hingegen solle diese Regelung nicht gelten. Allerdings empfiehlt Ikea weiterhin, die bekannten Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten. Welche Konsequenzen Mitarbeitende hingegen erwarten dürfen, wenn sie der Regelung nicht nachkommen, blieb unbeantwortet.

Rubriklistenbild: © Helmut Fohringer/APA/dpa

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