Trotz hoher Inzidenz

Ikea, Douglas und Thalia äußern sich zur Maskenpflicht in den Filialen

Der Bund lockert zum 3. April die Corona-Maßnahmen. In vielen Läden fällt deshalb die Maskenpflicht weg.

Dortmund – Die Inzidenz ist so hoch wie noch nie, doch das scheint in den Hintergrund gerückt zu sein. Nach über zwei Jahren Pandemie sind die Deutschen ihre ständige Rücksichtnahme leid. Bund und Länder wollen nicht mehr regulieren, und große Einzelhandelsketten wollen offenbar nicht strenger sein als die Politik, wie RUHR24* weiß.

Infektionsschutzgesetz (IfSG)Grundlage für die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie
Inkrafttreten der letzten ÄnderungSonntag, 20. März 2022
InhaltU.a. Basisschutzmaßnahmen, Hotspot-Regelung, Maskenpflicht im Luft- und Personenfernverkehr

Maskenpflicht endet: Diese Geschäfte verzichten ab April auf den Corona-Schutz

Ab diesem Sonntag werden viele bundesweite Corona-Regeln, wie die Maskenpflicht, ad acta gelegt. Auswirkungen hat die Änderungen vor allem für zahlreiche Supermärkte* und Einzelhandelsketten. Diese können nun auf ihr Hausrecht zurückgreifen und selbst entscheiden, ob sie die Maßnahme zum Schutz der Mitarbeiter und Kunden beibehalten oder nicht. Einige Supermärkte und Discounter haben bereits eine Entscheidung zur Maskenpflicht getroffen.*

Auch Einzelhandelsketten haben angekündigt, dass die Maskenpflicht bei ihnen sicher zum 3. April entfällt. Darunter finden sich Geschäfte aus verschiedensten Bereichen, von Baumärkten über den klassischen Textilhandel bis hin zu Parfümerien. Doch auch in den Thalia-Buchhandlungen sollen die Regeln gelockert werden:

„Als Unternehmen halten wir uns an die im jeweiligen Bundesland geltenden Vorgaben und Gesetze. Die Maskenpflicht werden wir in unseren Buchhandlungen nach dem 3. April daher nicht aufrechterhalten. Unseren Kundinnen und Kunden steht es frei, beim Einkauf auch weiterhin eine Maske zu tragen.“ heißt es. Bei den deutschen Douglas-Fillialen sieht es ähnlich aus.

Ende der Maskenpflicht: Darauf müssen sich Douglas-Kunden künftig einstellen

„Wir halten uns auch weiterhin an die geltenden Coronaregeln der Bundesregierung. Damit entfällt in unseren Stores ab dem 3. April die Maskenpflicht“, so eine Sprecherin der Parfümerie-Kette. Einigen Corona-Maßnahmen bleibt das Unternehmen allerdings treu „Die Plexiglaswände an den Kassen sowie die Desinfektionsspender am Eingang werden beispielsweise vorläufig noch bleiben“, heißt es.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen zusätzlich weiterhin die Möglichkeit haben, kostenlose Schnelltest zu erhalten. Geplant sind die neuen Reglungen deutschlandweit, doch dies kann sich noch ändern. „Es gilt noch abzuwarten, welches Bundesland kurzfristig die Hotspot-Regelungen einführen wird*. Auch hier werden wir uns an die geltenden Vorgaben halten und gegebenenfalls das Tragen einer Maske wieder verpflichtend einführen“, erklärt die Sprecherin.

Doch Douglas und Thalia sind nicht die einzigen Unternehmen, welche dem Appell von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) trotzen, die Maskenpflicht in den Geschäften per Hausrecht durchzusetzen. Auch Ikea lässt seine Kunden künftig selbst entscheiden, ob sie eine Maske tragen oder nicht (mehr News zum Coronavirus in NRW bei RUHR24)

Ein gebrauchter orangefarbener Mund-Nasen-Schutz liegt auf dem Gehweg.

Maskenpflicht endet: Was Kunden von Ikea bei ihrem Besuch nun beachten müssen

„Wie auch in den vergangenen zwei Pandemiejahren unterstützen wir zu jeder Zeit die Beschlüsse und Verordnungen der Bundesländer zur Eindämmung des Infektionsgeschehens. Das heißt, dass wir auch jetzt unsere Regelungen analog zu den gesetzlichen Vorgaben und denen der Landesverordnungen treffen werden“, heißt es in einer Stellungnahme.

Sobald die Maskenpflicht im Einzelhandel aufgehoben wird, soll dies auch für Ikea gelten. Dennoch haben Sicherheit und Gesundheit der Kunden und Mitarbeiter höchste Priorität. „Angesichts des dynamischen Infektionsgeschehens weisen wir aber unsere Kunden und Kundinnen und Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen darauf hin, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch weiterhin sich selbst und andere schützt“, heißt es weiter. Einige Baumärkte schließen sich bei der Masken-Entscheidung an.

Wird die Maskenpflicht bei Ikea bald aufgehoben?

Maskenpflicht im April: Wie Hornbach mit den Lockerungen des Bundes umgeht

„Sofern die sogenannte Maskenpflicht im Einzelhandel im April enden sollte, können die Menschen auch in unseren Märkten ohne eine solche Maske einkaufen – wenn sie das wünschen“, so Pressesprecher Florian Preuß. Ähnliches gilt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den jeweiligen Filialen. Ihnen soll weiterhin ein kostenloser Mund-Nasen-Schutz zur Verfügung stehen.

„Sie können nach Ende einer Maskenpflicht dann eigenverantwortlich entscheiden, ob sie ihn tragen möchten oder nicht. Nach den Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre, ist den Kolleginnen und Kollegen bewusst, dass es weiterhin Situationen im Arbeitsalltag gegen kann, in denen das Tragen einer Schutzmaske sinnvoll sein kann“, heißt es.

Schutzmaßnahmen wie der Desinfektionsmittelspender, der sogenannte „Spuckschutz“ in der Kassenzone und die Abstandsmarkierungen sollen weiterhin beibehalten werden. „Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht und auch nicht den Eindruck gewonnen, dass diese Maßnahmen als Beeinträchtigung empfunden werden“ so der Experte. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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