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Corona: Maskenpflicht im Auto – nächstes Bundesland verschärft die Regeln

Dass in Bus und Bahn Maskenpflicht herrscht, dürfte unlängst klar sein. Aber wie sieht es beim Autofahren aus? Die Regeln scheinen nicht ganz klar zu sein – und auch nicht einheitlich.

Update, Dienstag (30. März), 12.15 Uhr: Nach Berlin und Sachsen hat nun auch Hamburg die Maskenpflicht im Auto eingeführt. Allerdings nur, wenn mehrere Personen aus unterschiedlichen Haushalten in einem Auto sitzen. Der Fahrer bleibt auch in Hamburg von der Maskenpflicht befreit, ebenso wenn alle Insassen im Auto aus einem Haushalt stammen.

Zuletzt hatte auch das Saarland eine Maskenpflicht zu ähnlichen Bedingen eingeführt. Und seit dem letzten Bund-Länder-Gipfel am 22. März steht auch in dem aktuellen Beschluss, dass das Tragen einer Maske im Auto ratsam ist, sollten sich Personen aus mehreren Haushalten im Auto befinden. Eine bundesweite Pflicht gibt es aber weiterhin noch nicht. Der ADAC informiert jedoch auf seiner Webseite darüber, dass in Landkreisen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 künftig das Tragen medizinischer Masken von Mitfahrern in privaten Pkw zur Pflicht gemacht werden kann. 

Erstmeldung, Montag (15. Februar), 15.35 Uhr: Nordrhein-Westfalen – Zu Beginn der Corona-Pandemie war klar: Das Tragen eines Mundschutzes ist beim Autofahren nicht erlaubt – zumindest für den Fahrer. Denn der muss im Falle einer Ordnungswidrigkeit weiterhin gut erkennbar bleiben. Nach und nach ändern sich nun aber die Regeln für das Maskentragen hinter dem Steuer.

Maske tragen beim Autofahren: Die aktuellen Regeln

Fest steht: Eine generelle Maskenpflicht – wie bei Bus und Bahn – gibt es im Auto nicht. Auch wenn Personen aus mehreren Haushalten gemeinsam unterwegs sind, muss nicht zwingend ein Mundschutz getragen werden. Die aktuellen Regeln beschränken jedoch das Treffen auf maximal einen weiteren Haushalt – das gilt auch für das gemeinsame Autofahren.

In Berlin und Sachsen hat man sich jedoch Anfang Februar dazu entschieden, die Maskenpflicht auch auf das Auto auszuweiten. Hier muss ab sofort auch beim Autofahren eine medizinische Maske getragen werden. In Berlin ist der Fahrer von der Regel ausgenommen. Auch bei Fahrten im privaten Pkw mit Mitgliedern des eigenen Haushalts greift die Regel nicht.

Aktuell wird geprüft, ob das Mitführen einer Maske im Auto Pflicht werden könnte.

Maskenpflicht im Auto: Einige Bundesländer gehen drastischen Schritt

In Sachsen wurde die Maßnahme sogar auf den Fahrer ausgeweitet. Hier gilt: Sobald Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam im Auto sitzen, muss auch der- oder diejenige hinterm Steuer eine Maske tragen. In anderen Bundesländern wie in Nordrhein-Westfalen wollte man diesen Schritt nicht gehen.

Hier gilt weiterhin keine Maskenpflicht beim Autofahren. In der aktuellen NRW-Coronaschutzverordnung wird ausdrücklich erwähnt, dass die „private Fahrzeugnutzung“ eine Ausnahme ist. Allerdings müssen auch hier die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden. Ebenso wie gewisse Regeln für das Tragen von Masken im Auto – zum Beispiel sollte der Mundschutz nicht an den Rückspiegel gehängt werden.

Im Gegensatz zu den anfänglichen Beschlüssen ist inzwischen der Mundschutz beim Autofahren erlaubt. Auch für den Fahrer – sollte er freiwillig eine Maske tragen wollen. Man kam zu der Übereinstimmung, dass beim korrekten Tragen einer Maske das Gesicht weiterhin so gut erkennbar sei, dass es mit Straßenverkehrsordnung zu vereinen ist (alle aktuellen Entwicklungen zur Corona-Krise bei RUHR24.de).

Auto fahren und Maske tragen: Kommt bald eine Mitführpflicht?

Wie der ADAC berichtet, wird aktuell jedoch geprüft, ob das Mitführen einer Maske in Zukunft Pflicht werden könnte. So soll das Verkehrsministerium derzeit eine Änderungsverordnung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) prüfen, die vorgibt, ob die Maske fester Bestandteil der Autoausstattung* sein soll, wie wa.de* berichtet.

Ähnlich wie Warnweste, Verbandskasten und Co. sollen dann auch zwei Mund-Nasen-Bedeckungen im Auto verpflichtend dabei sein. Wer sich nicht daran hält, könnte mit einem Bußgeld von 15 Euro rechnen. Noch ist das allerdings keine beschlossene Sache.

Der Vorschlag stößt auch häufig auf Kritik. Der ADAC selbst sieht die „Mitführpflicht“ einer Maske kritisch – insbesondere mit Blick auf das Ende der Pandemie. Dann würde eine solche Regelung keinen Sinn mehr ergeben, so der Automobilclub. *wa.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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