„2G-Optionsmodell“

Maskenpflicht-Ende bei Aldi und Kaufland: Bundesland kippt Regel in Supermärkten

Keine Maske mehr beim Einkaufen? Ein erstes Bundesland macht das jetzt im Einzelhandel möglich – allerdings unter bestimmten Voraussetzungen:

Immer mehr Bundesländer, wie zum Beispiel auch Baden-Württemberg, führen das sogenannte 2G-Optionsmodell ein. Demnach dürfen zum Beispiel Gastronomen oder Veranstalter selbst entscheiden, ob sie nur noch Geimpften und Genesenen den Zutritt erlauben. Wer sich für die 2G-Regel entscheidet, darf dafür auf Corona-Regeln wie Abstandsgebot und Maskenpflicht verzichten*. Ungeimpfte müssen dann allerdings draußen bleiben.

Wie HEIDELBERG24* berichtet, hat Hessen als erstes Bundesland das 2G-Optionsmodell nun auch auf den Einzelhandel ausgeweitet. Das bedeutet, dass auch Supermärkte theoretisch die 2G-Regel einführen könnten* – und Kunden somit wieder ohne Maske einkaufen gehen dürften. Doch ist die Einführung einer solchen Regel überhaupt in den großen Supermärkten wie Kaufland oder Aldi überhaupt denkbar?

Ende der Maskenpflicht im Supermarkt: 2G-Regel beim Einkaufen auch bei Kaufland oder Aldi?

Dass das 2G-Optionsmodell in Hessen auch auf den Einzelhandel – und somit auch Supermärkte und Discounter – ausgeweitet wurde, bedeutet für Ungeimpfte, dass sie draußen bleiben müssen – sollte sich ein Laden-Besitzer tatsächlich zur 2G-Regel entschließen. Die geimpften und genesenen Kunden dürften dann endlich wieder ohne Maske einkaufen gehen.

„Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut einer Mitteilung der Landesregierung am Dienstag. Es könnte also tatsächlich sein, dass einzelne Kaufland*- oder Aldi*-Filialen an vereinzelten Wochentagen die 2G-Regel einführen und damit auf die Maskenpflicht verzichten dürfen. Auch Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagt gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND), dass „der Zugang zu Grundnahrungsmitteln und anderen Produkten zur Grundversorgung allen Menschen offenstehen [müsse], auch Ungeimpften“.

Zuletzt gab es auch mehrere Beschwerden, wonach Ärzte für Patienten in ihren Praxen die 2G- oder 3G-Regel einführten.* Das Gesundheitsministerium reagierte darauf mit einer klaren Ansage. Andere Bundesländer gehen in Sachen 2G sogar noch einen Schritt weiter: So wird in Sachsen aktuell darüber diskutiert, ob die 2G-Regel auf nahezu alle öffentlichen Bereiche ausgeweitet werden soll* – mit massiven Einschränkungen für Ungeimpfte.

Keine Maskenpflicht bei Kaufland, Aldi und Co.: Options-Modell bald bundesweit im Einsatz?

Supermärkte gelten natürlich als essenziell für die Grundversorgung der Bevölkerung. Deswegen dürften sich Ungeimpfte in Hessen wohl keine Sorgen machen, dass sie plötzlich zu keinem Laden mehr Zutritt haben. Ob das 2G-Optionsmodell für den Einzelhandel bald auch bundesweit eingeführt werden könnte, steht noch in den Sternen. Stefan Genth, Chef des Deutschen Handelsverband, erklärte gegenüber der „Welt“ war, dass man diese Option für den Handel begrüße – er derzeit aber nicht damit rechne, dass eine deutschlandweite Verschärfung komme. (kab) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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