Warnung an Verbraucher

Masken-Rückruf in Deutschland: Bei Mund-Nasen-Schutz droht Erstickung

Warnung vor FFP2-Maske
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Noch gehören Schutz-Masken zum Alltag dazu – vor einem Modell wird jetzt wegen Erstickungsgefahr gewarnt. (Symbolbild)

Das europäische Schnellwarnsystem warnt aktuell vor bestimmten FFP2-Masken. Die Schutzmasken lassen nicht ausreichend Luft durch – im schlimmsten Fall droht Erstickung.

Deutschland – Bereits seit die Schutzmasken aufgrund der Corona-Pandemie europaweit verkauft werden, gibt es immer wieder Rückrufe. Zumeist ist das Problem dann, dass die Schutzleistung unzureichend ist. Aktuell wird allerdings ein Produkt zurückgerufen, das nicht zu viel durchlässt, sondern zu wenig. Für Verbraucher besteht Erstickungsgefahr.

Rapid Exchange of Information System (RAPEX)Schnellwarnsystem der EU
ZweckVerbraucherschutz
GrundlageProduktsicherheitsrichtlinie

Rückruf von FFP-2-Masken: Lebensgefahr durch Atemschutz

Auch wenn Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) aktuell eine Überprüfung der Maskenpflicht fordert und auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sich für das Ende der Pflicht ausspricht: Noch gehören Schutzmasken zum Alltag dazu.

Mit der Qualität der Corona-Masken gibt es dabei immer wieder Probleme. So warnt das Schnellwarnsystem Rapex der Europäischen Union regelmäßig vor FFP2- oder KN95-Masken, deren Filterleistung unzureichend ist. Wie auch Merkur.de* berichtet, werden entsprechende Kennzeichnungen, wie die CE-Kennzeichnung, nur allzu häufig gefälscht.*

Rückrufe häufen sich: Zahlreiche fehlerhafte FFP2-Masken im Umlauf

Teilweise sind auch die Passformen der Masken nicht richtig, sodass an den Seiten Partikel durchkommen können. Das grundsätzliche Problem: Deutsche Behörden haben Masken mit ungültigen oder gefälschten CE-Kennzeichnungen zugelassen. Käufer sollten sich daher beim Masken-Kauf stets die erforderlichen Dokumente aushändigen lassen.

Auch RUHR24 informierte bereits einige Male über Masken-Rückrufe – beispielsweise bei Rossmann oder auch Netto (mehr Rückrufe und Warnungen auf RUHR24). Im vorliegenden Falle ist der Produktionsfehler aber besonders fatal.

Warnung vor FFP2-Maske: Produkt kann akute Luftnot verursachen

Denn die zurückgerufenen Masken filtern zu viel. In der Rapex-Warnmeldung heißt es dazu: „Der physikalische Widerstand des Filtermaterials ist zu hoch (gemessene Werte der Ausatmungsbeständigkeit: bis zu 3,3 mbar).“

Dementsprechend könnten sie verhindern, dass eine ausreichende Menge Luft ausgeatmet werden kann. Im schlimmsten Fall droht Ersticken durch Sauerstoffmangel.

Video – Beunruhigendes Ergebnis: FFP2-Masken im Test

Rückruf wegen Erstickungsgefahr – diese Partikelfiltermasken sind betroffen

Damit entspricht das Produkt nicht der Verordnung über persönliche Schutzausrüstung (PSA) und auch nicht der europäischen Norm EN 149. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) warnt aktuell ebenfalls vor den Partikelfiltermasken. Es handelt sich um das folgende Produkt:

  • Produkt: Protective Masks FFP2
  • Marke: Barbeador
  • Typ: MAX-02
  • Chargennummer:  20210125001
  • Barcode: 6924565917938
  • CE-Kennzeichnung: 2163
  • Rapex-Warnungsnummer: INFO/00124/21
  • Ursprungsland: China

Die Masken wurden laut Rapex in einer weißen Verpackung mit grüner Schrift (Menge: 20 Stück) verkauft. Diese ist mit „FFP2“ sowie der CE-Nummer gekennzeichnet.

Warnung wegen Erstickungsgefahr – FFP2-Masken von Barbeador

Rückruf von FFP2-Masken – wichtige Infos für Verbraucher

Der Hersteller hat das Produkt mittlerweile vom Markt genommen, wie Rapex mitteilt. Die Restbestände sollen vernichtet werden. Verbraucher, die eine entsprechende Filtermaske zu Hause haben, sollten diese keinesfalls mehr verwenden.

Über welche Händler die Partikelfiltermasken in Deutschland in den Verkauf gelangt sind, darüber informiert weder Rapex noch die BAuA. Gewarnt wird lediglich, dass sie hierzulande im Handel waren. Grundsätzlich werden Masken der Marke Barbeador beispielsweise in zahlreichen Online-Shops verkauft. *Merkur.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN-MEDIA.

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