Ergebnisse schockieren

Gesichtsmasken im Test: Bundesamt stellt bei der Hälfte Schwermetalle fest

Gesichtsmasken können teilweise kritische Schwermetalle enthalten.
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Gesichtsmasken können teilweise kritische Schwermetalle enthalten.

Gesichtsmasken sollen die Haut pflegen – daher haben Schwermetalle wie Arsen oder Blei nichts darin zu suchen. Doch ein Bundesamt wurde fündig.

Dortmund – Sich zu Hause eine pflegende Gesichtsmaske zu gönnen, verwandelt das Badezimmer in das heimische Spa. Allerdings sind einige Masken in einem Test negativ aufgefallen – sie enthalten Schwermetalle.

BehördeBundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
PräsidentFriedel Cramer
Gründung2002

Gesichtsmasken im Test: 53 Prozent enthalten kritische Schwermetalle

Gesichtsmasken sollen die Haut pflegen – daher gibt es einige Stoffe, die in den Produkten eigentlich nichts zu suchen haben. Darunter unter anderem Schwermetalle wie Arsen, Blei und Cadmium. Daher hat sich das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf die Suche gemacht – und ist fündig geworden.

100 Gesichtsmasken hat das Bundesamt auf verschiedene, größtenteils in kosmetischen Mitteln verbotene Elemente hin untersucht. Dabei überschritten 53 Prozent der Proben den Orientierungswert für Schwermetalle.

Deutliche Überschreitungen traten bei Arsen, Blei und Cadmium auf. Ein Großteil der Proben zeigte aber auch einen erhöhten Gehalt an Barium, Chrom, Kobalt und Nickel.

Gesichtsmasken im Test: Schwermetalle können sich mit natürlichen Inhaltsstoffen einschmuggeln

Schwermetalle können sich in die Produkte schmuggeln, wenn bestimmte, teils auch natürliche Inhaltsstoffe verwendet werden. Denn die Schwermetalle kommen im Boden und in der Erdkruste vor. Teilweise haben Inhaltsstoffe einen natürlichen mineralischen Ursprung, sodass Spuren von Schwermetallen in Kosmetikprodukten vorkommen können.

Daher wundert es kaum, dass auch andere Tester solche Schwermetalle gefunden haben. In einem Mascara-Test fanden die Experten in zwei Produkten das als krebserregend eingestufte und giftige Schwermetall Arsen. Auch in Schmuck finden sich immer wieder kritische Schwermetalle.

Masken im Test: Schwermetall nicht automatisch gefährlich – doch Hersteller könnten mehr tun

Aber das ist nicht immer automatisch ein Problem: „Die Überschreitung eines Orientierungswertes bedeutet nicht automatisch, dass ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucherinnen und Verbraucher vorliegen muss“, sagt Dr. Georg Schreiber vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit.  „Es zeigt aber, dass die Hersteller mehr tun könnten, um die Menge an potenziell gesundheitsgefährdenden Stoffen in ihren Produkten zu reduzieren.“

Video: Gesichtsmasken selber machen – einfache Rezepte für jeden Hauttyp

Welche Produkte vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genau überprüft wurden und in welchen nun die genannten Schwermetalle enthalten sind, wird nicht genannt. Eine Warnung vor den Gesichtsmasken wurde nicht ausgerufen.

Interessant: Das Bundesamt hat die Proben im Onlinehandel sowie im stationären Handel gekauft. Die Produkte, die online gekauft wurden, überschritten häufiger die Orientierungswerte als die aus dem stationären Handel.