„Maskne“ während Covid-19-Pandemie

Corona-Maske und Pickel: Wie man lästige Haut-Probleme verhindert

Pickel, Unreinheiten und Mitesser unter der Corona-Maske? Für dieses Phänomen gibt es inzwischen einen Trendbegriff: „Maskne“. Doch es gibt Tipps, die bei diesen Leiden helfen.

Dortmund – Seitdem das Coronavirus auch in Deutschland ausgebrochen ist, gibt es für die Menschen einen neuen Begleiter im Alltag: die Maske. Vielen ist die präventive Maßnahme zum Schutz anderer und einem selbst ein Dorn im Auge – nicht zuletzt, weil sich beim ständigen Tragen des Mund-Nasenschutzes oft Pickel und Unreinheiten am Kinn und an der Mundregion bilden. Hier gibt es Tipps, um diese kleinen Schönheitsfehler zu vermeiden.

MaßnahmeMaskenpflicht in Deutschland
Einführung29. April 2020
OrtDeutschlandweit
RegelungIn den Bundesländern verschieden

„Corona-Pickel“ unter der Maske: Diese Tipps helfen gegen Unreinheiten und Mitesser am Kinn

Die Maskenpflicht soll helfen, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Doch auch wenn er der Sicherheit dient, strapaziert ein Mund-Nasenschutz auch die Haut, auf der er liegt. Viele Menschen kämpfen mit Pickeln, Mitessern und Rötungen am Kinn und an der Mundregion. Es wurde bereits eine Studie zu den Auswirkungen einer Maske auf die Haut durchgeführt, die unter anderem belegt, dass langes und häufiges Tragen zu Trockenheit und sogar Akne an der betroffenen Gesichtspartie führen kann – woraus sich auch der Trendbegriff „Maskne“ herleitet.

Zwar sind von diesen Irritationen insbesondere Personen betroffen, die eine Maske dauerhaft tragen müssen – zum Beispiel, wenn sie in Pflegeberufen arbeiten –, aber durch verstärktes Schwitzen, Reibungen und feuchtes Klima kann jeder Pickel unter der Maske bekommen. Es gibt allerdings Tipps, die dagegen helfen.

Pickel unter der Maske: Häufiges Waschen und Wechseln schützt die Haut am Kinn

Zum einen ist es hygienischer, zum anderen aber auch besser für Haut und das eigene Wohlbefinden: Regelmäßiges Waschen der Maske kann helfen, Pickel und Unreinheiten auf der ohnehin gestressten Haut zu reduzieren. Bestenfalls sollte die Maske nach jedem Tragen gereinigt werden.

Durch Erhitzen – etwa beim Waschen, Bügeln oder Kochen – werden Keime, die sich auf der Maske abgesetzt haben, abgetötet. So können sie sich auch nicht mehr auf die Haut ausbreiten.

Make-Up und Maske? Das schützt die Haut vor Pickeln und Unreinheiten

Schick aussehen trotz Maske? Wer sich in Zeiten von Corona weiterhin schminken möchte, tut seiner Haut keinen gefallen. Durch den Mund-Nasenschutz ist die Gesichtspartie ohnehin gereizt. Make-Up und weitere Beauty-Produkte bedeuten mehr Stress – allerdings gibt es inzwischen ein neues Produkt, das es möglich macht, dass das Make-Up nicht verläuft.

Außerdem verhindert Kosmetik, dass die Poren atmen können, nachdem die Maske abgesetzt wurde. Das begünstigt das Bilden von Pickeln, Mitessern und Unreinheiten am Kinn – schon das Klinikum Dortmund hat bereits Tipps gegeben, wie man sich am besten Pflegen kann.

Luft für die Haut: Maske abnehmen und Poren atmen lassen

Generell gilt: Die Maske sollte – sofern es bei den Maßnahmen gegen Corona möglich ist – ab und zu abgenommen werden. Je länger die Maske auf der Haut aufliegt, desto feuchter wird die Region unter dem Mund-Nasenschutz. „Wenn man feststellt, dass die Maske oder die Haut feucht wird oder die Maske reibt, sollte diese umgehend – natürlich in einem sicheren Bereich – abgenommen werden“, sagt Dr. Andrea Sättler, Corporate Director für Body, Skin und Oral Care R&D bei Henkel, im Gespräch mit Women‘s Health. Dies sollte spätestens alle zwei Stunden passieren.

Wer merkt, dass die Maske feucht ist, sollte diese auch schnellstmöglich wechseln, da optimaler Schutz dann nicht mehr geboten ist. Außerdem begünstigt Feuchtigkeit Pickel und Unreinheiten am Kinn (mehr Service-News bei RUHR24.de).

Baumwolle statt Synthetik: Pickel bilden sich bei großer Feuchtigkeit schneller

In Coronavirus-Zeiten muss häufig zum Mund-Nasenschutz gegriffen werden. Doch hier gilt: Augen auf auch bei der Stoffwahl – denn Maske ist nicht gleich Maske. Die Haut kann unter Masken aus Synthetik bedeutend schlechter atmen. Das wiederum führt dazu, dass sich mehr Feuchtigkeit unter dem Mund-Nasenschutz anstaut, was Nährboden für Pickel und Unreinheiten ist. Baumwolle gilt als gute Alternative. Sie absorbiert Feuchtigkeit, die auch wieder verdunstet.

Hautpflege in Corona-Zeiten: Haut reinigen und vor Pickel schützen

Nicht zuletzt spielt auch die Pflege der Haut eine entscheidende Rolle: Wer lange mit einer Maske unterwegs war, sollte sein Gesicht am Abend besonders pflegen. Um die gereizte Haut allerdings nicht noch mehr zu stressen, sollte dabei allerdings zu sanften Pflegelotionen und reichhaltigen Reinigungsmitteln gegriffen werden.

Aber Achtung: Denn ist die Haut bereits gereizt und die Pickel am Kinn sprießen, ist weniger bekanntermaßen auch mal mehr. Die Haut sollte nicht durch zusätzliche Reibung gestresst werden. In solchen Fällen sollte die Pflege auf ein Minimum heruntergefahren werden. Über ein Dampfbad, das die Poren öffnet und reinigt, freut sich die Haut. von Ina Küpper

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