Mitten in der Urlaubssaison

Mallorca-Schock: Spanien erneut als Risikogebiet eingestuft

Ein Strand mit Touristen auf Mallorca
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Viele Menschen in NRW träumen in diesem Jahr trotz Corona von einem Urlaub auf Mallorca.

Die Ausbreitung des Coronavirus hat in Spanien wieder richtig an Fahrt aufgenommen. Mit Wirkung vom 11. Juli wird das Land wieder als Risikogebiet eingestuft.

Update, Freitag (9. Juli), 13.35 Uhr: Die Bundesregierung hat ganz Spanien wegen steigender Infektionszahlen wieder als Risikogebiet eingestuft. Das gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag (9. Juli) bekannt.

Vor touristischen Reisen in das beliebte Urlaubsland wird damit erneut abgeraten. Das gilt auch für Reisen nach Mallorca sowie die weiteren Balearen. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, ergeben sich allerdings kaum praktische Folgen: Wer mit dem Flugzeug aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung dabeihaben. Damit entfällt dann die Quarantänepflicht.

Erstmeldung, Donnerstag (8. Juli): Dortmund – Das wäre ein Schock direkt zu Beginn der Sommerurlaub-Saison. Aufgrund der massiv steigenden Corona-Zahlen in vielen Regionen Spaniens will die Bundesregierung jetzt offenbar das ganze Land wieder als Risikogebiet einstufen. Das geht aus einem exklusiven Bericht der WAZ hervor.

LandSpanien
HauptstadtMadrid
Corona-Inzidenz169,56 (7. Juli)

Steigende Corona-Zahlen in Spanien: Einstufung als Risikogebiet wahrscheinlich

Bereits am Montag (5. Juli) hatte die Regierung einige autonome Regionen wie Katalonien und Kantabrien sowie die spanische Stadt Ceuta als einfache Risikogebiete eingestuft. Aus Regierungskreisen will die Zeitung nun erfahren haben, dass die vom Gesundheitsamt vorgeschlagenen Verschärfungen für ganz Spanien schon am Freitag bekannt gegeben werden soll.

Video: Delta-Welle in Spanien: Frankreich rät von Urlaub ab

Die Corona-Lockerungen hatten Reisenden den Sommerurlaub in Spanien zuletzt erleichtert – so gilt etwa die Einreise ohne Test für Geimpfte und Genese (Stand 8. Juli). In den vergangenen Tagen ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien jedoch wieder massiv gestiegen. Laut dem spanischen Gesundheitsministerium lag der Wert am Mittwoch (7. Juli) bei knapp 170.

Mallorca und weitere Inseln in Spanien: Corona-Inzidenzen liegen weit über kritischen Wert

Ähnlich schlecht lauten die Zahlen für die Balearen mit den Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera (136,32). Auch auf den Kanaren mit Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura sind die Infektionen angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am 7. Juli bei 105,98.

Diese Corona-Zahlen liegen deutlich über dem kritischen Wert von 50, ab dem die Bundesregierung eine Einstufung von Regionen oder Ländern als Corona-Risikogebiete erwägt. Die erneute Einstufung Spaniens als Corona-Risikogebiet ist demzufolge sehr wahrscheinlich.

Corona-Situation in Spanien ist angespannt: Steht der Mallorca-Urlaub jetzt vor dem Aus?

Steht der geplante Spanien- oder Mallorca-Urlaub jetzt vor dem Aus? Aktuell gilt: Wer aus Spanien nach Deutschland zurückkehrt, muss vor dem Abflug einen negativen Corona-Test bzw. einen Nachweis über eine Corona-Impfung vorlegen.

Trotz Corona ist der Tourismus auf Mallorca bereits wieder voll im Gange.

Die Einstufung Spaniens als Risikogebiet würde an dieser Regelung nichts ändern. Zwar gilt dann bei der Rückkehr eine generelle Quarantänepflicht. Dieser können Urlauber jedoch ebenfalls mit einem Negativtest oder dem Nachweis über eine vollständige Impfung bzw. eine Genesung von Covid-19 entgehen.

Spanien wird wohl wieder Risikogebiet: Erstmal keine Konsequenzen für Urlauber

Schwieriger gestaltet sich die Situation bei einer Einstufung als Hochrisiko- oder gar Virusvariantengebiet. Wie zuletzt am Beispiel von Portugal gesehen, gilt dann für Reisende eine Zwangsquarantäne. Die Chance auf eine Verkürzung gibt es dann weder für negativ Getestete noch für Geimpfte.

Diese Maßnahmen können offenbar demnächst auch auf Zypern-Urlauber zukommen. Denn wie die WAZ weiter berichtet, soll der Staat auf der gleichnamigen Insel von der Bundesregierung als Hochinzidenzgebiet eingestuft werden. Dies würde bedeuten, dass Touristen nach einer Rückkehr in eine zehntägige Quarantäne gehen müssen, die sie erst nach fünf Tagen mit einem negativen Corona-Test vorzeitig beenden können.