Tourismus trotz Corona-Pandemie

Sommerurlaub 2020 auf Mallorca - so wollen die Balearen das Reisen trotz Coronavirus möglich machen

Urlaub auf Mallorca könnte im Sommer 2020 aufgrund des Coronavirus schwierig werden.
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Urlaub auf Mallorca könnte im Sommer 2020 aufgrund des Coronavirus schwierig werden.

Die Balearen-Regierung will das Reisen trotz der Coronavirus-Pandemie möglich machen. Es gibt erste Pläne für einen moderaten Start in den Urlaub 2020 ab August.

  • Aufgrund der Coronavirus-Krise* ist Reisen derzeit unmöglich.
  • Viele Deutsche hoffen auf den Sommer 2020 und dass dann noch Urlaub im Ausland möglich ist.
  • Auf Mallorca könnte sich die Lage im August entspannen - sagen Optimisten.

Palma de Mallorca - Mallorca gehört zu den beliebtesten Urlaubsinseln der Deutschen. Jahr für Jahr reisen Hunderttausende Menschen auf die Balearen-Insel am Mittelmeer. Doch das Coronavirus könnte den Urlaubern in diesem Jahr einen Strich durch die Rechnung machen - jedenfalls was einen Besuch in näherer Zukunft betrifft.

Sommerurlaub 2020 auf Mallorca: Coronavirus könnte für Probleme sorgen

In Spanien ruhen - wie auch in Deutschland - die meisten touristischen Betriebe, berichtet RUHR24.de*. Hotels und Gastronomien müssen mit den Coronavirus-Beschränkungen zurechtkommen. Die spanische Regierung plant die vollständige Wiederaufnahme aller Tätigkeiten in zwei Phasen. Bis zum Sommer 2020 soll die "produktive Arbeit" wieder vollständig aufgenommen werden, bis Ende des Jahres dann auch die Arbeit in Sektoren wie dem Tourismus, der Kultur und der Freizeit.

Sommerurlaub: Mallorca will Tourismus trotz Coronavirus wieder ans Laufen bekommen

In einem Interview mit TVE sagte ein Regierungssprecher Mitte April, es würden derzeit Maßnahmen geplant, wie der Tourismus unter den Coronavirus-Schutzmaßnahmen wieder in die Gänge kommen könnte. Unterdessen hat die Regierung der Balearen die Europäische Union um finanzielle Hilfe gebeten. Sie erinnert immer wieder daran, dass "der Tourismus der wirtschaftliche Motor der Balearen" sei.

An Millionen von Urlaubern ist auf Mallorca derzeit also nicht zu denken - zumal die Insel derzeit mit ganz anderen, medizinischen Problemen zu kämpfen hat. Etwa mit der Frage, wie die Zahl der Infizierten mit dem Coronavirus gesenkt werden kann. Am Freitag (17. April) waren 938 Menschen offiziell an Sars-Cov-2 erkrankt. Die zuletzt stark ansteigende Zahl der Infizierten konnte in den letzten Tagen allerdings gebremst werden.

Urlaub auf Mallorca könnte im Sommer 2020 aufgrund des Coronavirus schwierig werden.

Derzeit (Stand 18. April) rechnet die Regierung der Balearen laut mehreren spanischen Medienberichten mit einem "sehr moderaten Start in die Touristensaison im August 2020". Mit Massentourismus sei allerdings nicht zu rechnen. Vieles sei von der Situation auf dem Markt und der Nachfrage abhängig. Außerdem müsse man auch auf die Regelung anderer Staaten achten - etwa geltende Reisebestimmungen in Deutschland.

In NRW gibt es weitere Lockerungen in der Coronavirus-Krise - was bedeutet das jetzt für die Einwohner im Bundesland.

Video: Leere Strände statt Tourismus: Mallorca bangt um den Sommer

Rückkehrer aus dem Ausland müssen derzeit - bis auf wenige Ausnahmen - in Deutschland für 14 Tage in Quarantäne. Schwer vorstellbar, dass bei gleicher Regelung im August Touristen an die Strände von Mallorca reisen werden. Zumal Experten für den Sommerurlaub 2020 im Ausland ohnehin aufgrund der unsicheren Virus-Lage wenig optimistisch* sind. Wer jetzt den Sommerurlaub im Freibad um die Ecke verbringen möchte, sollte sich nicht zu früh freuen. Ob und wann die Freibäder in der Coronavirus-Krise öffnen, ist derzeit nicht klar.

Außerdem: Eine Rückholaktion für gestrandete deutsche Urlauber, die aus ihren Urlaubszielen aufgrund ausfallender Flüge nicht mehr wegkämen, will Außenminister Heiko Maas (SPD) nicht mehr so schnell anbieten. "Wir werden eine solche Rückholaktion, wie die 240.000 Menschen, die wir zurückgebracht haben, im Sommer nicht noch mal machen können", sagt Maas der Bild.

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.