Urlaub auf den Balearen

Inzidenz auf Mallorca fällt – doch für Urlauber bleibt die Corona-Reise kompliziert

Die Corona-Lage auf Mallorca scheint sich ein wenig zu entspannen. Urlauber aus Deutschland profitieren davon aber noch längst nicht.

Mallorca – Die Entwicklung der Corona-Fallzahlen auf Mallorca war zwischenzeitlich besorgniserregend. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf über 400, die Regierung kündigte härtere Maßnahmen an. Besonders nächtliche Trinkgelage und Partys trieben die Infektionszahlen in die Höhe. Doch seit ein paar Tagen wendet sich das Blatt.

InselMallorca
LandSpanien
HauptstadtPalma
Einwohner912.171 (2020)

Mallorca: Corona-Lage entspannt sich – Sieben-Tage-Inzidenz auf der Balearen-Insel sinkt

Laut der Balearen-Regierung stieg der Inzidenzwert auf der beliebten Urlaubsinsel zuletzt nicht mehr – im Gegenteil. Am Mittwoch (4. August) lag die Sieben-Tage-Inzidenz auf Mallorca bei einem Wert von 354,6. Tags zuvor hatte sie noch bei 365,9 gelegen.

Neben der leicht gesunkenen Inzidenz gaben auf Mallorca auch andere Kennzahlen gaben Anlass zum Optimismus (mehr Urlaubs- und Reisetipps bei RUHR24).

Mallorca-Urlaub: Reisende aus Deutschland profitieren nicht von sinkenden Corona-Zahlen

Der R-Wert sinkt seit Tagen und die hohe Sieben-Tage-Inzidenz wirkt sich nicht dramatisch auf die Auslastung der Intensivbetten aus. Wie die Mallorca Zeitung berichtet, stecken sich zurzeit überwiegend junge Menschen auf der Mittelmeerinsel an. 27 Prozent der verfügbaren Intensivbetten für Covid-19-Patienten waren am Mittwoch ausgelastet.

Auch die Impfkampagne läuft gut. 75,8 Prozent der impfberechtigten Bevölkerung haben auf Mallorca bereits die erste Spritze erhalten, 64,5 Prozent besitzen den vollen Impfschutz. Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren werden bislang noch nicht zur „impfberechtigten Bevölkerung“ gezählt. Inzwischen dürfen sie sich aber auch impfen lassen.

Trotz sinkender Sieben-Tage-Inzidenz: Mallorca bleibt Hochrisikogebiet.

Obwohl offenbar eine Trendwende eingeleitet werden konnte, profitieren Urlauber aus Deutschland davon zunächst nicht. Denn Mallorca trägt zwar den Spitznamen „17. Bundesland“ – die Insel gehört aber offiziell zu Spanien. Und weil die Inzidenz dort deutlich höher ist als in Deutschland, wird Spanien vom Robert Koch-Institut (RKI) als Hochrisikogebiet geführt.

Mallorca weiterhin Hochrisikogebiet: Urlauber aus Deutschland müssen Einreise registrieren

Spanien inklusive der Kanaren und der Balearen mit Mallorca taucht in dieser Liste seit dem 27. Juli auf. Zuvor wurde das Land auf der iberischen Halbinsel als einfaches Risikogebiet geführt, diese Kategorie gibt es aber nicht mehr. Hochrisikogebiete können laut RKI Gebiete mit besonders hohen Fallzahlen, etwa im Vergleich zu Deutschland, sein.

Ein Indiz sei zudem eine regelmäßige Sieben-Tage-Inzidenz von deutlich über 100. Spanien erfüllt diese Kriterien. Der landesweite Inzidenzwert lag am Mittwoch mit 265,78 deutlich über dem Wert von 100 und um ein vielfaches höher als in Deutschland. In der Bundesrepublik lag der Wert am Donnerstag (5. August) bei 19,4 – ein Plus von 0,9 im Vergleich zum Vortag.

An der Einstufung Spaniens als Hochrisikogebiet wird sich deshalb vorerst wohl nichts ändern. Für deutsche Urlaubs-Rückkehrer aus Mallorca gelten weiterhin strengere Regeln bei der Einreise. Die Bundesregierung hat die Einreiseregeln zum 1. August angepasst. Wer sich in den letzten zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochrisikogebiet aufgehalten hat, muss sich vor der Rückkehr elektronisch registrieren.

Urlaub auf Mallorca: Nicht Geimpfte müssen nach der Rückkehr in Quarantäne

Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss zudem ein negatives Testergebnis vorlegen. Handelt es sich um einen PCR-Test, darf der nicht älter als 72 Stunden sein, ein Schnelltest darf maximal 48 Stunden alt sein. Neben Geimpften und Genesenen sind auch Kinder unter 12 Jahren von der Testpflicht befreit.

Zudem besteht für nicht genesene und nicht geimpfte Einreisende eine zehntägige Quarantänepflicht – auch für Kinder unter 12 Jahren. Die Quarantäne kann frühestens nach dem fünften Tag durch einen negativen Test beendet werden. Kinder unter 12 Jahren können die Quarantäne nach fünf Tagen auch ohne Test beenden.

Rubriklistenbild: © Christian Keiter/RUHR24

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