Achtung bei der Gartenarbeit

Mäuse im Garten: Warnung – Tiere können zur Gefahr für die Gesundheit werden

Tote Nagetiere oder Mäusekot können im Garten zur echten Gefahr werden. Daher sollten unbedingt Handschuhe getragen werden.

Deutschland – Der Frühling ist da! Zeit, sich um den Frühjahrsputz zu kümmern. Das Gartenhaus muss aufgeräumt, die Garage entrümpelt werden – schließlich häuft sich im Herbst und Winter einiges an. Bei mancher Aufräumaktion gibt es jedoch eine üble Überraschung: Kothaufen oder tote Tiere finden sich in schlecht einsehbaren Ecken. Dabei ist Vorsicht geboten.

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WarnungGesundheitsgefahr

Mäusekot im Garten: Tierische Hinterlassenschaften könnten Gefahr für die Gesundheit bergen

Einige Kothaufen könnten Viren enthalten oder Zecken beherbergen, daher sei äußerste Vorsicht geboten, warnt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz. Beim Anfassen der tierischen Hinterlassenschaften könnte virushaltiger Staub aufgewirbelt werden, der dann eingeatmet werden könnte.

Vor allem das Hantavirus sei weit verbreitet: Das Virus wird vor allem von Rötelmäusen übertragen, wobei längst nicht jedes Tier das Virus in sich trägt.

Auch wenn man von einer Maus gebissen wird, sollte man vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist hingegen eher unwahrscheinlich, schreibt der Bayrische Rundfunk.

Gartentipps: Achtung beim Entfernen von Mäusekot – Viren und Zecken in Fäkalien

Trotzdem macht sich das Hantavirus bei einer Infektion bemerkbar. Typische Symptome sind:

  • Fieber, Kopf-, Muskel-, Bauch- und Rückenschmerzen
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • Durchfall oder trockener Reizhusten
  • Hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom
  • Blutdruckabfall und Nierenfunktionsstörungen bis zum dialysepflichtigen Nierenversagen

Die Symptome ähneln der einer Grippe. Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Wochen. Eine sichere Diagnose ist nur über eine Blutuntersuchung möglich.

Das Hantavirus überträgt sich vor allem durch Rötelmäuse.

Mäusekot im Garten entfernen: FFP3-Maske könnte die Lösung sein

Damit es erst gar nicht so weit kommen muss, raten die Experten bei der Gartenarbeit besser Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Dank des Coronavirus dürfte nahezu jeder eine FFP2-Maske im Haus haben. Die Fachleute von Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz raten dennoch zu einer FFP3-Maske. Sie filtert 99 Prozent aller Test-Aerosole aus der Luft.

Zudem seien Einweghandschuhe wichtig. Vor Beginn der Reinigung sollte der betroffene Raum gut gelüftet werden. Eine Staubentwicklung sollte unbedingt vermieden werden. Daher sollten auch kein Staubsauger benutzt werden, sondern eine feuchte Reinigung mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel.

Sollte eine tote Maus oder Mäusekot gefunden werden, soll man diese mit Desinfektionsmittel besprühen und sie anschließend verschlossen in eine Plastiktüte geben. Anschließend wandert die Tüte in den Hausmüll. Zu erkennen ist Mäusekot leicht: Es sind 3 bis 7 Millimeter kleine, dunkelbraune Kotpillen mit strengem Geruch nach Urin.

Rubriklistenbild: © Reinhold Schrank/imago

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