Änderung nach 30 Jahren

Aus für Maestro: Wie man jetzt sicher im Ausland bezahlen kann

Nach 30 Jahren soll es keine Maestro-Karten mehr geben. Im Urlaub und auf Reisen zu zahlen, könnte dadurch schwieriger werden.

NRW – Große Mengen Bargeld mit in den Urlaub nehmen? Das ist seit rund 30 Jahren nicht mehr unbedingt nötig. Denn mit Einführung der Maestro-Funktion konnten deutschen Girokarten auch im Ausland zum Bezahlen eingesetzt werden. Auch Geld an Automaten im Ausland abzuheben ist mit Maestro-Karten möglich. Doch genau diese Funktion soll es in Zukunft nicht mehr geben.

Finanzdienstleistungsunternehmen Visa
DebitkarteV-Pay
SitzSan Francisco

Alternativen zu Maestro auf der Girokarte: Was kann V-Pay?

Ab Juli 2023 soll sie abgeschafft werden: die Maestro-Funktion für neue Girokarten. Ob mit Bargeld oder Kreditkarte – ab dem übernächsten Sommerurlaub müssen sich Deutsche, die bisher ihre Girokarte auch im Urlaub nutzten, auf andere Bezahlarten einstellen. Eine Alternative kommt bereits jetzt zum Einsatz: V-Pay. Doch wie gut ist der Maestro-Konkurrent?

Wie die Verbraucherzentrale NRW erklärt, ist es bereits jetzt üblich, dass Banken für ihre Girokarten entweder die Maestro- oder V-Pay-Funktion anbieten würden. Denn auch die Zusammenarbeit mit Visa macht aus der deutschen Girocard eine Bankarte, die international genutzt werden kann. Über die Systeme, welche beide von US-Unternehmen stammen, können deutsche Kunden auch im Ausland auf ihr Bankguthaben zugreifen (mehr Tipps für den Urlaub auf RUHR24).

Und so gibt es mit V-Pay vom Mastercard-Konkurrenten Visa zwar ein weiteres Zahlsystem, um deutsche Girokarten auslandsfähig zu machen, doch im Gegensatz zu Maestro ist V-Pay laut der Verbraucherzentrale vorwiegend für den europäischen Markt ausgelegt. Maestro dagegen kommt dagegen weltweit zum Einsatz. Aktuell ist die Maestro-Funktion also deutlich weiter verbreitet als V-Pay.

V-Pay statt Maestro: In diesen Ländern kann das Zahlungssystem genutzt werden

Neben Ländern der europäischen Union kann V-Pay aber auch in weiteren ausgewählten Ländern genutzt werden. Laut bezahlen.de gehören dazu:

  • Andorra
  • Gibraltar
  • Island
  • Israel
  • Liechtenstein
  • Monaco
  • Norwegen
  • Schweiz
  • San Marino
  • Türkei
  • Vatikanstadt

In anderen Ländern funktioniert die V-Pay Karte laut finanztip.de leider nicht immer.

Girokarte im Ausland nutzen: Die Vorteile von V-Pay gegenüber Maestro

Doch gerade die Abkehr des Unternehmens Mastercard vom System Maestro könne den Konkurrenten V-Pay stärken, so die Verbaucherzentrale. Und es gibt auch klare Vorteile, die V-Pay von Maestro unterscheiden, denn sie gilt als deutlich sicherer als Maestro-Karten. Den Unterschied macht dabei, dass V-Pay keine Daten mehr auf dem Magnetstreifen der Karte speichert.

Betrügern ist es dadurch nicht möglich, Daten über das sogenannte „Skimming“ aus der Karte auszulesen. Bei V-Pay-Karten werden Zahlungen immer über den EMV-Chip abgewickelt. Zudem muss der Karteninhaber bei der Benutzung immer eine PIN eingeben. Eine Bezahlung mit Unterschrift ist laut einer Information der Volksbanken und Raiffeisenbanken nicht möglich.

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