Hobbygärtner aufgepasst

Mähroboter werden zur tödlichen Gefahr im Garten: Richtiger Gebrauch rettet Leben

Mähroboter sind nützliche Helfer für jeden Hobbygärtner. Neben einer Reihe von Vorteilen sollte man jedoch auch die Schattenseiten des elektrischen Rasenmähers kennen.

Dortmund – Wenn im Frühling die warme Jahreszeit beginnt, erwacht die Welt sinnbildlich zum Leben. Die Natur wird grüner, Pflanzen und Blumen beginnen zu blühen und Kleintiere erwachen aus ihrem Winterschlaf. So fängt auch der Igel an auf Nahrungssuche zu gehen und durch die heimischen Gärten zu streifen. Leider birgt dieses Vorhaben jede Menge Gefahren. Das stachelige Tier muss sich nicht nur vor seinen natürlichen Feinden in Acht nehmen, auch die Menschen stellen ihm immer mehr Fallen.

GerätMähroboter
AnwendungsbereichRasenpflege im Garten
AnbieterBosch, Gardena, STIHL
VerkäuferOnline und in allen gängigen Garten- oder Baufachmärkten

Mähroboter im Garten: Nützlicher Alltagshelfer und tödliche Gefahr für Tiere zugleich

Für Gartenbesitzer und Hobby-Botaniker gibt es wahrscheinlich nichts Schöneres, als in dieser Zeit die Natur zu beobachten und zu sehen, wie alles wächst und gedeiht. Allerdings ist die Pflege der eigenen Grünflächen auch mit viel Arbeit verbunden. Daher entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst für den Kauf eines Mähroboters.

Im Vergleich zu einem herkömmlichen Rasenmäher lässt sich dieser mit wenig Aufwand einstellen und übernimmt zeitintensive Gartenarbeit. Das Gerät hält den Rasen durch regelmäßige Fahrten gleichmäßig kurz. Der Grasschnitt bleibt auf der Wiese zurück und hat eine düngende Wirkung.

Mähroboter sind praktisch, aber nicht ungefährlich.

Viele Menschen nutzen die Mähroboter vor allem während sie arbeiten oder im Urlaub sind, um ihren Garten ordentlich zu halten. Experten raten allerdings dringend davon ab, die Geräte unbeaufsichtigt laufen zu lassen. Vielmehr sollte man sich über die Risiken bewusst sein (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Lebensgefahr im Garten: Mähroboter können Igel und Kinder schwer verletzen

Hilfsstationen für Igel und auch der Landesbund für Vogelschutz (LBV) berichten vermehrt über die Gefahr der eigenständigen Garten-Werkzeuge. Die neuesten Modelle verfügen zwar über gewisse Sicherheitsvorkehrungen, diese schützen aber nicht vor allen Gefahren. Vorteilhaft ist etwa, wenn das rotierende Messer stoppt, wenn man den Roboter anhebt.

Diese Einstellung hilft jedoch nicht, wenn Kinder auf der Wiese liegen. Viele Geräte sind darüber hinaus so konzipiert, dass sie darauf reagieren, wenn ihnen etwas in den Weg kommt. Für Igel ist es dann allerdings meist schon zu spät, da eine kurze Berührung mit dem Messer ausreicht, um sie lebensbedrohlich zu verletzen.

Gefahren im Garten: Menschen bedrohen Tiere nicht nur durch Mähroboter

Während Igel schon immens von den Robotern bedroht sind, haben viele Klein- und Jungtiere erst recht keine Chance, in deutschen Gärten zu existieren. Insekten, Frösche, Blindschleichen und Echsen werden von den Mährobotern einfach verschluckt. Zudem greifen Gartenbesitzer nicht selten zu weiteren (teils chemischen) Hilfsmitteln, um ihre Grünflächen zu pflegen.

Dies ist unter Umständen hilfreich bei der Bekämpfung von unerwünschten Schnecken, die nicht selten 90 Prozent der Fraßschäden ausmachen. Allerdings betreffen derartige Methoden auch viele andere Lebewesen. Ähnlich wie Mähroboter stellen sie ein Hindernis für die Koexistenz von Mensch und Tier im eigenen Garten dar.

Gefahr durch Mähroboter im Garten verhindern: Diese Tipps können Leben retten

Wer trotz der hohen Risiken im eigenen Garten nicht auf einen Mähroboter verzichten möchte, sollte folgende Sicherheitstipps berücksichtigen:

  • Viele Wildtiere sind nachts unterwegs. Zu dieser Zeit sollte man automatisierte Gartengeräte daher nicht zum Einsatz bringen.
  • Wenn die Wahl auf einen Mähroboter fällt, sollte man auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis achten. Viele Modelle setzen bereits auf Ultraschallsensoren, die Hindernisse wie Tiere schneller erkennen und reagieren.
  • Vor allem, wenn Kinder anwesend sind, aber auch zur Liebe der Wildtiere, sollte man den Mähroboter unter keinen Umständen unbeaufsichtigt laufen lassen. Igel und andere Kleintiere sind bekanntlich sehr scheu und meiden im besten Fall die Nähe des Gartens, wenn auch Menschen anwesend sind.
  • Das Aussparen einer kleinen Gartenfläche beim Rasenmähen könnte den Kleintieren einen Rückzugsort bieten. Wildblumen und hohes Gras sind zudem auch ein Paradies für Insekten. So lässt sich das Zusammenleben im Einklang mit der Natur einfach umsetzen.

Naturliebhabern sollten diese Tipps und Tricks bei der Gartenpflege nicht schwerfallen. Wer beim Kauf eines neuen Mähroboters auf gewisse Sicherheitsmechanismen achtet und diesen nur unter Beaufsichtigung und mit den richtigen Einstellungen laufen lässt, geht ein geringeres Risiko ein, Igel und andere Lebewesen zu gefährden. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass Igel unter anderem Schnecken fressen und somit im besten Fall direkt auch eine Hilfe für den Menschen darstellen. LiWa

Rubriklistenbild: © Lisa Wagener/RUHR24

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