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Männer lügen häufiger als Frauen. Das ist das Ergebnis einer kürzlich veröffentlichen Studie des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin.

Wissenschaftler des Berliner Instituts und Forscher des Technion – Israel Institute of Technology in Haifa, Israel, haben eine umfangreiche Analyse zum Lügen durchgeführt.

Dazu haben sie verschiedene Experimente durchgeführt. Am Ende haben sie Erkenntnisse aus 565 Studien zusammengefasst. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Psychological Bulletin veröffentlicht.

Das sind die wichtigen Ergebnisse:

  • Die Tendenz zu Unehrlichkeit hängt von Alter und Geschlecht ab
  • Bei den Experimenten haben 42 Prozent aller Männer und 38 Prozent aller Frauen gelogen. Daraus schließen sie, dass Männer im Schnitt häufiger lügen als Frauen
  • Jüngere Personen lügen häufiger als ältere
  • Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand lügt, sinkt mit jedem Jahr um 0,28 Prozentpunkte. Während sie bei einer 20-Jährigen bei etwa 47 Prozent liegt, liegt sie bei einer 60-jährigen nur noch bei 36 Prozent.

Wie erkennt man einen Lügner?

Wer das herausfinden möchte, muss auf die Augenbewegung, Körpersprache, Sprache und Stimme und Stimmlage seines Gegenübers achten.

Das sind die Anzeichen:

  • Der Blickkontakt:

Wer lügt, meidet den Blickkontakt zu seinem Gesprächspartner. Er stellt ihn kurz her, bricht ihn aber schnell wieder ab. Auch übermäßiges Blinzeln kann ein Anzeichen dafür sein, dass die Person etwas zu verbergen hat. Andersherum kann aber auch ein starrer Blick auf einen Lügner hindeuten.

Die Blickrichtung nach links:

Wenn wir nach oben links schauen, stellen wir uns neue Bilder vor. Unten links stellen wir uns Gespräche vor. Der Blick nach links ist ebenso ein Zeichen für eine Lüge.

Die Blickrichtung nach rechts:

Blicken wir nach rechts oben, erinnern wir uns an Bilder. Schauen wir nach rechts unten, erinnern wir uns an Gefühle und Emotionen. Diese Blickrichtung deutet auf eine wahre Aussage hin.

  • Die Körpersprache:

Verschränkte Arme und häufiges Kratzen an den Armen oder im Gesicht können darauf hindeuten, dass das Gegenüber nicht ganz die Wahrheit sagt. Auch Anzeichen wie Rötung des Gesichts, das Anfeuchten der Lippen oder ein häufiges Stirnrunzeln zählen dazu. Meistens passen Aussage und Mimik nicht zusammen.

  • Die Sprache und Stimme

Eine leicht erhöhte Stimmlage ist ein häufiges Indiz für eine Lüge. Genauso, wenn der Redner von seinen gewohnten Sprachmustern abweicht oder beim Sprechen zögert.

Wer die Wahrheit sagt, beantwortet eine Frage innerhalb von einer halben Sekunde. Wer verfrüht oder verzögert antwortet, ist sich unsicher oder lügt.

  • Die Befragung

Wer die Wahrheit sagt, gibt eine direkte Antwort. Bei ausweichenden Antworten oder Antworten, bei denen der Redner länger überlegt, muss man vorsichtig sein.

Weitere Indizien zum Aufdecken von Lügnern gibt es hier.

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Grundsätzlich kann man natürlich nicht immer direkt auf eine Lüge schließen, wenn der Gesprächspartner mal bei einem Satz zögert oder sich am Ohr kratzt.

Auf verräterische Anzeichen achten

Wer seinen Partner aber gut kennt und eine gewisse Aussage bei ihm infrage stellt, kann auf verräterische Körpersignale achten, die von seinem gewohnten Verhalten abweichen.

Wenn das passiert, ist er entweder unsicher oder ihr habt gerade eine Lüge aufgedeckt.