Die Uhrzeit ist entscheidend

Richtig Lüften im Sommer - so bleibt die Wohnung schön kühl und Schimmel hat keine Chance

Um im Sommer dauerhaft gute und kühle Luft in der Wohnung zu haben, reicht es nicht einfach nur die Fenster aufzureißen. So geht richtiges Lüften.

  • Richtig Lüften klingt nicht schwer, dennoch gibt es viele nützliche Tipps.
  • Vor allem die Luftfeuchtigkeit spielt eine große Rolle.
  • Deswegen sollte man Wäsche nach Möglichkeit nicht in der Wohnung Trocknen lassen.

NRW - Richtiges Lüften ist zwar keine Kunst, dennoch gibt es einiges zu beachten. Es kann durchaus einen Unterschied machen, zu welcher Tageszeit das Fenster geöffnet wird. Auch das Thema Luftfeuchtigkeit spielt in der Wohnung eine große Rolle, wie RUHR24* berichtet.

Lüften im Sommer: Mehr als nur das Fenster aufreißen

Richtiges Lüften beginnt im Sommer schon bei der Uhrzeit, zu der das Fenster geöffnet wird. So sollte das Fenster an warmen Tagen nie bei Sonnenlicht geöffnet werden, um nicht unnötig heiße Luft in die Wohnung zu lassen. Diese ist nicht nur auf Dauer möglicherweise unangenehm, sondern nimmt auch mehr Feuchtigkeit auf.

Gelangt mehr warme Luft ins Zimmer, kommt mit ihr auch die erhöhte Feuchtigkeit. Dadurch kann Schimmel in der Wohnung begünstigt werden, und den gilt es unbedingt zu vermeiden. Deswegen sollten Türen und Fenster nicht stundenlang offen stehen bleiben. Besser ist es, oft aber kürzer zu Lüften, wie Brigitte berichtet.

Lüften: Raumfeuchtigkeit kann im Sommer regelmäßig überprüft werden

Wer Sorge um Schimmel in der eigenen Wohnung hat, sollte nicht nur richtig Lüften, sondern kann die Luftfeuchtigkeit auch mit einem Messgerät kontrollieren. Ein sogenanntes Hygrometer kann die Raumluftfeuchte messen. Wichtig hierbei: Wenn die Außenluft trockener ist, als die Raumluft, wird es wieder Zeit die Fenster zu öffnen.

Hinter richtigem Lüften steckt mehr, als einfach nur das Fenster aufzumachen. 

Im Durchschnitt sollten Wohnräume im Sommer eine Luftfeuchtigkeit von 55 bis 60 Prozent aufweisen. Wenn dieser Wert überstiegen ist, ist der Raum eindeutig zu feucht und die Gefahr einer Schimmelbildung groß.

Auch bei Asthma ist richtiges Lüften im Sommer wichtig

Auch für Asthmatiker kann richtiges Lüften essenziell für eine bessere Lebensqualität sein.* Gerade, wenn Luftverschmutzung oder Pollen für Asthmaanfälle sorgen, kann die richtige Technik beim Lüften helfen. Außerdem kann ein klassisches Fliegen- oder Pollengitter erste Abhilfe schaffen. Auch bei Asthma ist kurzes Stoßlüften sinnvoller als dauerhaft gekippte Fenster.

Wäsche kann die Luftfeuchtigkeit ebenfalls beeinflussen und sollte daher nach Möglichkeit nicht in der Wohnung trocknen. An warmen Tagen im Sommer trocknet sie draußen viel schneller und riecht frischer - außerdem lässt sich dadurch im Sommer auch noch ordentlich Strom sparen. Wer die Wäsche nicht draußen aufhängen kann, sollte häufiger Lüften, um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden.

Richtig Lüften: Das gibt es in der Küche und im Badezimmer zu beachten

Zwei Räume laufen in der Regel besonders Gefahr, eine zu hohe Raumfeuchte zu entwickeln: die Küche, in der auch im Kühlschrank Schimmelgefahr besteht*, und das Badezimmer. Durch Kochen und Duschen ist es hier oftmals feucht. Stoßlüften ist danach deswegen besonders wichtig. Wer im Bad kein Fenster hat, sollte zumindest die Tür zum Lüften offen lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Obwohl der Sommer ideal erscheint, um auch die muffigen Kellerräume mal richtig zu Lüften, ist diese Idee ein Trugschluss. Wenn die Sommerhitze durch die Kellertür gelangt, hat das meist ein Nachspiel. Denn die warme Luft kühlt in Kellerräumen schnell ab und somit steigt hier die Luftfeuchte. Zu viel Feuchtigkeit in den Räumen begünstigt wiederum den Schimmel. Deswegen sollte man den Keller im Sommer am besten früh morgens oder nachts lüften.

lez
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