Betrug der Teilnehmer

Abzocke bei Lotto: Polizei warnt jetzt vor gefährlicher Betrugsmasche bei Glücksspiel

Lotto Spiel 6aus49
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Per Post versuchen Lotto-Betrüger aktuell in NRW, Geld zu erbeuten. (Symbolfoto).

Aktuell locken Lotto-Betrüger zahlreiche Menschen in NRW in eine Falle. Die Polizei ermittelt jetzt gegen die Kriminellen.

NRW - Es ist der Wunsch vieler Menschen - einmal bei einer Lotto-Ziehung gewinnen. Doch genau dieses Verlangen machen sich aktuell einige Ganoven zunutze und wollen große Summen Geld erbeuten. Nun schreitet auch die Polizei in NRW ein.

Lottogesellschaft von NRWWestdeutsche Lotterie GmbH & Co. OHG
SitzMünster
Gründung1955
Spielaufträge186,5 Millionen (2019)

Warnung vor Lotto-Abzocke: Betrüger locken Unschuldige in die Falle

Jede Woche gibt es bei Lotto-Ziehungen vom Eurojackpot oder etwa 6aus49 dicke Batzen Geld für die Personen mit den richtig ausgewählten Zahlen. Ein gefundenes Fressen für Betrüger. Aktuell seien vor allem Personen im Märkischen Kreis in NRW von einer perfiden Masche betroffen.

Dabei geben sich die Kriminellen oft als Inkasso-Unternehmen aus, warnt die zuständige Polizei. Sie verlangen beispielsweise in Briefen, per E-Mail oder Telefon horrende Teilnahmegebühren - auch wenn die adressierte Person gar kein Lotto spielt. Besonders im Fokus der Gauner sind ältere Menschen.

So soll ein 84-Jähriger in Lüdenscheid kürzlich versucht haben, bei der Sparkasse angebliche Lotto-Schulden zu begleichen, berichtet die Polizei. Kurios: Das Geld sollte der betagte Herr auf ein Konto überweisen, zu dem eine griechische IBAN gehört. Glück für den Mann: Die Angestellten der Bank sollen aufmerksam gewesen sein und ihn auf den Betrug hingewiesen haben, sodass die Überweisung direkt gestoppt werden konnte.

Lotto-Betrug in NRW: perfide Masche nicht nur per Post möglich

„Die Banker hatten den richtigen Riecher“, zitiert das Portal Come-on die Polizei aus dem Märkischen Kreis. Dies ist nicht der erste derartige Fall. Erst Ende Juli schildern die Beamten einen Fall aus Altena im Sauerland. Ein 60-Jähriger sollte „angeblich offene Lotteriegebühren in Höhe von mehreren hundert Euro“ überweisen, nachdem er ebenfalls einen Brief dem angeblichen Inkasso-Unternehmen erhalten hat.

Die Polizei warnt daher eindringlich davor, auf solche Forderungen einzugehen. „Leider geben immer wieder Opfer mit schlechtem Gewissen nach und zahlen die angeblich offenen Gebühren für Gewinnspiele“, macht die Polizei deutlich.

Aktuell sind Lotto-Betrüger unterwegs. Bei Briefen von angeblichen Lotto-Kosten gilt es, vorsichtig zu sein (Symbolbild).

Dabei kommen die Nachrichten der Betrüger nicht nur per Post. „Meist kommen die Forderungen per Mail oder Telefon.“ Wichtig sei es, die angeblichen Forderung genau zu überprüfen, bevor Geld überwiesen wird. Auch kritisch sollte man bei Anrufen dieser angeblichen Inkasso-Unternehmen sein. „Immer wieder bieten Betrüger am Telefon auch großzügiges Entgegenkommen an, wenn sich die Opfer auf einen neuen Vertrag einlassen“, warnen die Beamten in einer Pressemitteilung.

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