Gartenblume

Löwenmäulchen pflegen: Die Blume hat gleich mehrere Vorteile im Garten

Bei den Insekten sind die Löwenmäulchen beliebt. Im Garten sind sie auch ein Blickfang. Mit der richtigen Pflege blüht die Pflanze besonders üppig.

Dortmund – Löwenmäulchen sind in vielen Gärten eine wahre Augenweide. In jeder Blütenfarbe, ob Rosa, Gelb, Weiß, Orange, Rot oder mehrfarbig, zeigt die Blume ihren besonderen Charme. Die eher pflegeleichten Pflanzen können sowohl in die Beete als auch im Topf gepflanzt werden. Einige Bedingungen für einen üppigen Wuchs hat die einjährige Blume jedoch auch.

PflanzeLöwenmäulchen(Antirrhinum)
PflanzengattungWegerichgewächse
BlütenfarbeRosa, Gelb, Weiß, Orange, Rot, mehrfarbig

Löwenmäulchen pflegen: Sommerblume für Insekten – diese Ansprüche hat die Pflanze

Löwenmäulchen blühen für gewöhnlich von Juni bis in die Herbstmonate hinein. Die einzelnen Blüten der Pflanze stehen eng beieinander, sodass die Stiele der Pflanze einer Rispe ähneln. Ab April können Jungpflanzen in die Beete gesetzt werden. Der Standort sollte sonnig oder halbschattig sein. Wenn die Bodenbeschaffung locker, nährstoffreich und neutral bis leicht sauer ist, dann können die bunten Blumen 15 bis 100 Zentimeter hoch werden und üppig wachsen.

Löwenmäulchen sind beliebt bei Insekten.

Eine Spezialerde für Rhododendron bietet der Pflanze die optimalen Bedingungen. Kompost oder Hornspäne können im Beet beigegeben werden. Für die Pflanzung im Topf empfiehlt sich eine Düngung mit Flüssigdünger im Zwei-Wochen-Takt. Verblühte Blüten können entfernt werden, um das weitere Wachstum zu stärken. Für die Saatgutgewinnung oder die Selbstaussaat der Pflanze im nächsten Jahr können die Blütenstände jedoch auch in den Beeten verbleiben.

Löwenmäulchen pflegen: Eigene Anzucht im Frühling – Tipps und Tricks für die Aussaat

Wer die Pflanzen selber vorziehen möchte, kann mit der Aussaat im Haus im Frühling in den Monaten Januar bis März beginnen. Im Freiland kann das Saatgut bereits ab April an Ort und Stelle ausgebracht werden. Die Blüte könnte sich dann um einige Zeit verzögern (mehr News zum Thema Garten bei RUHR24).

Löwenmäulchen sind sogenannte Kaltkeimer.

In kleinen Anzuchttöpfen kann das Saatgut in nährstoffarmer Anzuchterde gesät werden. Die Samen sollten nur leicht in die Erde angedrückt und anschließend angegossen werden. Löwenmäulchen sind Kaltkeimer und benötigen für die Keimung einen Kältereiz. Die Töpfe sollten daher möglichst kühl gelagert werden, etwa im Kühlschrank oder im Keller. Nach ein paar Wochen sollten die Keimlinge dann an einen hellen Ort bei etwa 20 Grad gestellt werden.

In kurzer Zeit entwickeln sich dann kleine Keimlinge, die sich zu Jungpflanzen entwickeln. Um die Pflanzen vor dem Auspflanzen nach draußen an die Temperatur zu gewöhnen, sollten sie zunächst wieder kühler gestellt werden. Einige Fehler können bei der Anzucht zu Misserfolg führen.

Löwenmäulchen pflegen: Sommerblumen im Winter – lässt sich die Blume überwintern?

Löwenmäulchen sind normalerweise einjährige Blumen, die jedes Jahr neu austreiben oder gesät werden müssen. Die meisten Sorten der F1-Hybride überstehen daher den Winter nicht. Allerdings gibt es auch winterharte Sorten oder wilde Formen der Löwenmäulchen, die der Kälte durchaus standhalten. Um der Pflanze das Überwintern zu erleichtern, sollte ab September nicht mehr gedüngt werden und eine Schicht Laub als Frostschutz darauf gelegt werden.

Bei Hummeln sind Löwenmäulchen sehr beliebt.

Pflanzen im Topf sollten so nah wie möglich an die Hauswand gerückt werden und mit einer Kokosmatte umhüllt werden. Eine Styroporplatte unter dem Topf kann zudem Kälte von unten abhalten. Im Frühling können dann die Triebe handbreit abgeschnitten werden, sodass der neue Austrieb begünstigt wird.

Der Name „Löwenmäulchen“ kommt von der ungewöhnlichen Blütenform der Pflanze. Drückt man seitlich auf eine Blüte, ähnelt sie einem geöffnetem Löwenmaul. Dadurch haben Hummeln im Vergleich zu kleineren Insekten einen großen Vorteil bei der Nahrungssuche. Sie sind schwer genug, um die Blüte zu öffnen und gelangen so an den tiefer liegenden Nektar.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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