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Schimmel in der Wohnung vermeiden: Räume unbedingt unterschiedlich lüften

Schimmel will man in der Wohnung nicht entdecken. Um die schädlichen Flecken zu vermeiden, hilft neben dem Heizen auch das richtige Lüften der Zimmer.

Deutschland – Die richtige Balance zwischen Lüften und Heizen im Herbst und Winter bei niedrigen Temperaturen zu finden, ist oftmals gar nicht so leicht. Dabei ist es wichtig, dass nicht jeder Raum auf die gleiche Weise mit der frischen Luft von außerhalb versorgt wird. Wie oft und lange die Fenster in den Zimmern geöffnet werden sollen, hängt vor allem von der Temperatur und Nutzung ab.

JahreszeitHerbst
Dauer (meteorologisch)1. September bis 30. November
Dauer (kalendarisch)23. September bis 21. Dezember

Wohnung im Winter lüften: Achtung bei nassen Handtüchern im Badezimmer

Im Badezimmer hat das Duschen einen großen Einfluss darauf, wie man den Raum lüften sollte. Das Umweltbundesamt empfiehlt daher, die Fenster „kurzzeitig weit zu öffnen“. Problematisch wird dies allerdings, wenn im Badezimmer keine Fenster vorhanden sind. In diesem Fall sollten Verbraucher darauf achten, dass die vorhandene Schachtlüftung ordnungsgemäß funktioniert. Aber nicht nur das Fenster spielt eine entscheidende Rolle, um Schimmel im Bad zu vermeiden.

Auch die feuchten Handtücher können den Befall an den Wänden begünstigen, da sie viel Wasser enthalten. Am sinnvollsten sei es daher, die Handtücher auf der Heizung zu trocknen. Denn auch im Winter sei es wichtig, die Heizung im Bad nicht abzuschalten. Wenige Minuten würden dann schon ausreichen, um die Nässe aus den Handtüchern zu entfernen.

Zudem sollten Fliesen und Wände nach dem Duschen von Feuchtigkeit befreit und mit einem entsprechenden Hilfsmittel abgezogen oder abgetrocknet werden. Generell empfiehlt das Umweltbundesamt, eine mehrmals tägliche Stoßlüftung von 5 bis 10 Minuten bei weit geöffnetem Fenster statt über einen längeren Zeitraum in der Kipp-Position. Denn bleibt das Fenster lange auf Kipp, muss später mehr geheizt werden.

Richtig lüften und heizen im Winter – mit Querlüften und Stoßlüften Schimmel verhindern

Noch häufiger sollten Verbraucher Zimmer in der Wohnung lüften, die man aufgrund von geringer Nutzung oder zu hoher Kosten wenig beheizt. Vor allem, bevor man sich in dem entsprechenden Raum aufhält, sei eine mehrmalige Lüftung angebracht. Aufpassen sollte man hingegen beispielsweise beim Schlafzimmer, bei dem eine Temperatur von 18 Grad ausreicht (weitere News zu Lifehacks bei RUHR24).

Wer solche Räume nur mithilfe der anderen Zimmer wärmen möchte, statt die Heizung im Winter zu nutzen, der riskiert sogenannte Tauwasserbildung an Fenstern und Wänden. Daher ist es entscheidend, morgens nach dem Aufstehen zu lüften. Dadurch wird der Wasserdampf, den Personen beim Schlafen in den Raum abgeben, durch frische Luft ersetzt. Optimal ist das Querlüften, bei dem Fenster oder auch die Balkontür auf gegenüberliegenden Seiten gleichzeitig komplett geöffnet sind.

Das richtige Lüften kann Schimmel in der Wohnung oder dem Haus verhindern.

Auch in der Küche entsteht durch Kochen am Herd neben Wärme auch viel Wasserdampf, der durch den Luftaustausch mit der kälteren Luft nach draußen transportiert werden sollte. Unterstützt werden kann der Prozess durch eine Dunstabzugshaube, die nach draußen führt. Gerade im Winter ist daher das mehrmalige Lüften wichtig.

Lüften der Wohnung im Winter – kalte Luft und Heizung helfen gegen Schimmel

Nach Angaben des Umweltbundesamtes werden bei einem Haushalt mit drei Personen durch die Wasserdampfabgabe pro Person (etwa beim Schlafen), sowie „durch Duschen, Waschen, Wäschetrocknen, Kochen sowie durch Pflanzen, Aquarien und andere Feuchtequellen täglich etwa 6 bis 14 kg Wasser freigesetzt“. Um diese Mengen nach draußen zu befördern, sei ein Luftaustausch etwa siebenmal notwendig.

Das richtige Lüften kann Schimmel in der Wohnung oder dem Haus verhindern.

Generell gilt: Je kälter die Luft von draußen ist, die in die Wohnung zieht, desto mehr Feuchtigkeit kann sie aufnehmen, wenn sie sich innerhalb des Zimmers erwärmt. Keine sinnvolle Idee ist es daher, die Wäsche im Herbst und Winter in der Wohnung zu trocknen. Der Wäscheständer sollte daher – sofern es möglich ist – auf dem Balkon Platz finden.

Schränke, Regale, weitere Möbel, sowie Gardinen sollten daher auch nicht direkt an Außenwänden platziert werden, sondern in mindestens 10 Zentimetern Abstand.

Rubriklistenbild: © Ralph Peters/ Imago

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