Frische Luft

Richtig Lüften bei Kälte: Die „5x5-Regel“ sollte jeder kennen und anwenden

Trotz niedrigen Temperaturen muss hin und wieder frische Luft in die Wohnung, sonst droht Schimmel. So lüften man trotz eisigem Wetter richtig.

Hamburg/Dortmund – Lüften ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein wichtiges Thema – auch im Winter muss hin und wieder frische Luft in die Wohnung. Dabei spielt es keine Rolle, wie das Wetter draußen ist; Fenster auf muss sein. Auch bei der eisigen Kälte in Deutschland muss hin und wieder das Fenster geöffnet werden, berichtet 24hamburg. So lüftet man bei Kälte richtig.

Lüften bei kaltem Wetter:Stoßlüften und Querlüften
Wann?Drei bis fünf Mal am Tag
Wie lange?Fünf Minuten bei unter 0 Grad
Wie? Alle Fenster ganz öffnen
Luftfeuchtigkeit:40 bis 60 Prozent

Wie lange Lüften im Winter: Gefahr für Schimmel steigt bei Feuchtigkeit

Wer zu wenig heizt, riskiert Schimmel in der Wohnung. Das Gleiche gilt aber auch für das Lüften, denn wenn sich verbrauchte Luft im Raum anstaut, kann es ebenfalls zu Schimmel in den Wänden kommen. Zwar können Zimmerpflanzen, die Luftfeuchtigkeit aufnehmen, im Raum verteilt werden – doch über kurz oder lang kommt man nicht darum herum, das Fenster mal zu öffnen.

Natürlich muss bei einer vom Wetterdienst angekündigten Alarmstufe Rot nicht stundenlang gelüftet werden. Die 5x5-Regel ist aber ein guter Maßstab für Frischluft in den eigenen vier Wänden.

Faustregel der Experten beim Lüften im Winter: 5x5-Regel greift bei Minusgraden

Die 5x5-Regel lässt sich ganz einfach ableiten: Man sollte 5 Mal am Tag für 5 Minuten das Fenster öffnen. Diese Faustregel des Verbands Fenster & Fassade ist vor allem auf Minusgrade ausgelegt. Bei Temperaturen von 0 bis 10 Gard kann das Fenster auch 10 Minuten und bei mehr als 10 Grad rund 15 Minuten offenstehen (mehr Lifehacks bei RUHR24)

Man sollte dabei aber darauf achten, dass man nicht nur ein Fenster, sondern am besten gleich mehrere öffnet, damit die verbrauchte Luft durchziehen und durch frische ersetzt werden kann. Außerdem sollte man zum Stoßlüften die Fenster nicht nur kippen, sondern ganz öffnen.

Tipp: Wer den ganzen Tag nicht zu Hause ist und wenn sich auch sonst niemand in der Wohnung aufhält, der kann statt der 5x5-Regel auch die 3x5-Regel anwenden. Dann am besten einmal morgens lüften, wenn man von der Arbeit nach Hause kommt und abends vor dem Schlafengehen.

Lüften, wenn es nötig ist: Wann müssen die Fenster auf?

Generell raten die Experten aber, das Lüften nach der Notwendigkeit durchzuführen. Wer zum Beispiel im Homeoffice arbeitet und den ganzen Tag zu Hause ist, kann und sollte öfter lüften als jemand, der nur ein paar Stunden am Tag und die Nacht daheim verbringt.

Im Winter sollte man die 5x5-Regeln beim Lüften beachten.

Außerdem sorgen die Aktivitäten in der Wohnung für einen Unterschied in die Luftqualität. Wenn ein Hausbewohner ein paar Stunden ruhig und allein auf dem Sofa sitzt und ein Buch liest, wird sich die Luft nicht so schnell verbrauchen wie in einer Wohnung, in der ein fünfköpfiger Freundeskreis eine Stunde lang Zumba macht.

Lüften im Winter: Wie hoch die Luftfeuchtigkeit am Tag und nachts sein sollte

Der Fachverband rät deswegen: „Man sollte lüften, wenn es nötig ist und auch nur so lange wie nötig.“ Dabei kann ein Hygrometer helfen. Ein solches Messinstrument bestimmt die relative Luftfeuchtigkeit im Raum und kann durch die Temperatur und die Feuchtigkeit den Wasserdampfgehalt der Luft bestimmen.

Eine optimale Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 Prozent liegen und vor dem Schlafengehen eher niedrig sein und nur etwas mehr als 40 Prozent betragen, weil Atem und Schweiß über Nacht die Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen.

Übrigens: Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, kann sich auch Kondenswasser innen am Fenster bilden, was gerade bei Frosttemperaturen ungünstig ist. Mit der 5x5-Regel und mehrmals täglichem Lüften bekommt man auch dieses Problem in den Griff. Wer außerdem bei Frost Fensterputzen will, sollte dies mit Spiritus und lauwarmem Wasser tun, damit die Scheibe nicht reißt.

Rubriklistenbild: © Roman Möbius/Imago

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