Konkurrent ist kein unbekannter

Lieferando plant neuen Service: Aber ein Rivale will schon in 7 Minuten liefern

Lieferando-Fahrer mit Tasche sitzt auf einer Bank
+
Lieferando will sein Angebot in Deutschland ausweiten und bekommt prompt starke Konkurrenz.

Lieferando will künftig nicht nur Essen ausliefern. Das Unternehmen hat angekündigt, bald auch Lebensmittel zu bringen. Doch ein alter Bekannter übertrifft dieses Angebot noch vorm Start.

Dortmund – Die Coronavirus-Krise hat die Digitalisierung in Deutschland vorangetrieben und neue Geschäftsideen konnten umgesetzt werden. Alles unter dem Motto „Wir bleiben zu Hause“. Davon hat auch Lieferando profitiert und weitet sein Angebot jetzt deutlich aus. Gleichzeitig bekommt er allerdings starke Konkurrenz von seinem Rivalen.

UnternehmenJust Eat Takeaway
Umsatz2,042 Milliarden EUR (2020)
GründerJitse Groen

Lieferando will sein Angebot erweitern – und kündigt die Lieferung von Lebensmitteln an

Zwar waren Lebensmittelgeschäfte nie vom Lockdown betroffen, dennoch sind Angebote von Supermärkte, die die Lebensmittel direkt nach Hause liefern, bei Kunden gern gesehen. Ebenso haben Händler, die ausschließlich online vertreten sind und Lebensmittelbestellungen per App annehmen, ihr Angebot in NRW ausgeweitet. So liefert Picnic inzwischen in fast 20 Städte in Nordrhein-Westfalen, dazu zählt auch Dortmund.

Zwar profitierte auch Lieferando von der Krise und lieferte massenhaft Essen mit dem Rad aus. Doch darauf ruht sich der niederländische Konzern nicht aus und bringt die nächste Idee an den Start. Künftig will der Konzern Supermärkten wie Rewe, die teilweise auch Lebensmittel liefern, oder Picnic Konkurrenz machen: Lieferando will bald die Einkäufe nach Hause liefern.

Lieferando will Lebensmittel ausliefern und zur „Super-App“ werden

Zwar steht Lieferando ohnehin schon in der Kritik, weil Fahrer und Fahrerinnen unter heftigem Corona-Stress leiden sollen, dennoch soll das Angebot ausgeweitet werden. In einer Mitteilung schreibt die Muttergesellschaft Just eat Takeaway.com, dass Lieferando zur „Super-App“ werden will.

Mit dieser Transformation soll es Kunden möglich sein, „ausgewählte Supermarkt-Artikel“ zu bestellen und liefern zu lassen. Für dieses Vorhaben will der Essens-Lieferant Lieferando mit großen Supermarkt-Ketten* und lokalen Geschäften zusammenarbeiten – mit welchen ist allerdings bislang noch nicht klar, darüber berichtet auch 24rhein.de.

Just Eat Takeaway.com gibt an, für dieses Vorhaben bestens gerüstet zu sein, immerhin stimme das logistische Netzwerk mit mehr als 10.000 Fahrern und Fahrerinnen in rund 50 deutschen Städten. Wie genau die Lebensmittelbestellungen in der „Super-App“ ablaufen sollen, ist noch nicht bekannt – genauso wenig bekannt ist, wann der Startschuss für das Projekt fallen soll.

Lieferando liefert Lebensmittel – alter Konkurrent meldet sich mit unglaublichem Angebot

Auch wenn diese Details noch nicht veröffentlicht wurden, wirbt der Lieferant schon jetzt mit Lieferzeiten zwischen 20 und 30 Minuten. Andere Lieferanten wie Picnic brauchen noch einen Tag Vorsprung, um die Lieferung vorzubereiten – damit wäre Lieferando deutlich schneller.

Doch schon bevor Just Eat Takeaway.com den neuen Service an den Start gebracht hat, prescht ein alter Konkurrent vor und will Lebensmittel-Lieferungen in unglaublichen sieben Minuten möglich machen. Delivery Hero kündigt rund zwei Jahre nach dem Verkauf seines deutschen Geschäfts die Rückkehr an und geht mit dem neuen Angebot unter dem Namen Foodpanda direkt auf Angriff.

Delivery Hero will mit Foodpanda künftig Lebensmittel ausliefern – in einer unglaublichen Zeit.

Lieferando-Konkurrent Foodpanda will „alles liefern“ – in sieben Minuten

Damals war der pinke Lieferdienst unter dem Namen Foodora bekannt, die Farbe bleibt, der Name ändert sich leicht und das Angebot wird ausgeweitet. Neben Essenslieferungen will das Unternehmen künftig „alles liefern“, wie CEO Niklas Östberg im Interview mit ntv erklärt. Das könne alles Mögliche sein, „von Pharma-Produkten bis zu Schuhen“.

Video: Lieferando bekommt noch mehr Konkurrenz – neuer Essenslieferdienst startet

Um das umsetzen zu können, will das Unternehmen in Deutschland zahlreiche kleine Lagerhäuser aufbauen, dort sollen Kunden im Umkreis eines Kilometers innerhalb von sieben Minuten beliefert werden können. Starten soll das Projekt in Berlin-Mitte, dort wo auch das Büro der Firma zu Hause ist. Läuft alles glatt, soll das Angebot ab August in weitere Städte ausweitete werden. *24rhein.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA