Verkauf in ganz Deutschland

Lidl-Rückruf: Produkt von Eigenmarke mit gefährlichen Keimen belastet

Beim Discounter Lidl gibt es einen Produktrückruf. Ein Hersteller warnt derzeit Kunden in ganz Deutschland. Es bestehe Gefahr durch Salmonellen.

Neckarsulm – Kunden von Lidl sollten bei dem aktuellen Rückruf genau aufpassen. Denn ein Produkt der Eigenmarke „Kania“ steht im Verdacht, Salmonellen zu enthalten. Wichtig zu wissen: Lebensmittel, die mit Salmonellen verunreinigt sind, können schädlich für die Gesundheit sein.

DiscounterLidl
Gründung1973
SitzDeutschland
Mitarbeiter weltweit192.920 (2019/2020)

Lidl nimmt Eigenmarke-Produkt aus dem Verkauf: Rückruf wegen Salmonellen-Verdacht

Mit dem Rückruf wegen Salmonellen steht Lidl aktuell jedoch nicht allein dar. In drei Bundesländern (Bayern, Hessen und Thüringen) informiert ein Hersteller über einen Produktrückruf von drei Gewürzen. Verbraucher werden gebeten, die betroffenen Produkte nicht zu verzehren – eine Salmonellen-Erkrankung könne auch hier nicht ausgeschlossen werden.

Im Fall von Lidl betrifft die Warnung immerhin nur ein Produkt. Laut den Angaben des Herstellers TSI Consumer Goods GmbH handelt es sich bei der Ware aber ebenfalls um ein Gewürz: „Kania Majoran gerebelt“ im 10g-Streuer (mehr aktuelle Rückrufe bei RUHR24).

Der Rückruf des Produkts der Lidl-Eigenmarke sei nötig, da im Rahmen von einer Eigenuntersuchung Salmonellen festgestellt worden sind. Aus Gründen des konsequenten Verbraucherschutzes habe Lidl sofort reagiert und das betroffene Produkt aus dem Verkauf genommen.

Rückruf von Kania Majoran bei Lidl: Kunden können Produkt in allen Filialen zurückgeben

  • Produkt: Kania Majoran gerebelt
    Inhalt: 10g
    MHD/Losnummer: 07.2023 | A30 / B30
    MHD/Losnummer: 08.2023 | A01 / A04 / A14 / A15 / B04 / C04

Das Majoran-Gewürz wurde laut den Angaben des Unternehmens in allen Bundesländern verkauft. Sollten Kunden feststellen, dass sie das zurückgerufene Produkt zu Hause haben, können sie dieses in allen Lidl-Filialen in Deutschland umtauschen. Der Kaufpreis werde „selbstverständlich erstattet“, auch ohne Vorlage des Kassenbons.

Der „Kania Majoran gerebelt“ von Lidl ist derzeit von dem Rückruf betroffen.

Der Discounter weist darauf hin, dass ausschließlich das genannte Kania-Produkt mit den oben genannten Mindesthaltbarkeitsdaten und Losnummern von dem Rückruf betroffen sei. Andere bei Lidl in Deutschland verkaufte Produkte des Herstellers TSI Consumer Goods GmbH sowie Majoran anderer Hersteller könnten Verbraucher unbesorgt konsumieren (weitere Lidl-News bei RUHR24 lesen).

Gefahr durch Salmonellen: Kunden von Lidl sollten Rückruf unbedingt ernst nehmen

Den Rückruf des „Kania Majoran gerebelt“ sollten Lidl-Kunden jedoch unbedingt ernst nehmen. Denn Salmonellen können laut dem Verbraucherportal produktwarnung.eu Auslöser von Magen- und Darmerkrankungen sein. Einige Personengruppen wie Säuglinge, Kinder, Schwangere, Senioren oder Menschen mit einem schwachen Abwehrsystem seien besonders gefährdet. Hier könnte es zu ernsten Krankheitsverläufen kommen.

Eine Erkrankung durch Salmonellen zeigt sich in der Regel nach zwei bis drei Tagen. Die Beschwerden sollten nach mehreren Tagen von selbst wieder abklingen. Ist dies nicht der Fall, sollten Verbraucher mit anhaltenden Symptomen dringend einen Arzt aufsuchen und auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen.

Immer wieder Rückrufe wegen Gesundheitsgefahr: Was Kunden in Deutschland wissen sollten

Rückrufe wegen Gesundheitsgefahr kommen in Deutschland leider immer wieder vor. Der Hersteller „Joy in a Jar“ informiert derzeit auch über den Rückruf einer veganen Soße. Der Grund: Das Produkt könnte Bakterien enthalten, deren Verzehr im schlimmsten Fall lebensgefährliche Folgen für Menschen haben könnte. Die Warnung betrifft allerdings vor allem Verbraucher in den Städten Berlin und Frankfurt am Main.

Die Standards für Lebensmittel sind in Deutschland trotz häufiger Produktwarnungen weiterhin hoch. Hersteller stehen dabei stark in der Pflicht. Jedes Jahr werden über 500.000 der rund 1,2 Millionen in der Lebensmittelbranche registrierten Unternehmen kontrolliert. Bei einer Vermutung, dass Gefahr von einem Produkt ausgehen könnte, muss die zuständige Behörde umgehend informiert werden.

Rubriklistenbild: © Pascal Pavani/AFP, Lidl Deutschland/TSI Consumer Goods GmbH; Collage: RUHR24

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