Nudel-Fans aufgepasst

Mega-Rückruf bei Lidl: Gefährliches Schwermetall in mehreren Soßen entdeckt

Lidl ist aktuell von einem Rückruf betroffen. Konkret geht es um Fertigprodukte – eine Zutat darin ist mit einem giftigen Schwermetall belastet.

Dortmund – Wenn es mal schnell gehen muss, greifen viele Verbraucher gerne zu Fertigprodukten. Auch der Discounter Lidl hat die natürlich im Angebot – doch Vorsicht, drei davon sind derzeit von einem Rückruf betroffen.

DiscounterLidl
Anzahl der Beschäftigten315.000
Gründung1973
SitzNeckarsulm, Deutschland

Rückruf: Lidl muss deutschlandweit Fertigprodukte aus dem Verkauf nehmen

Aktuell muss der Discounter Lidl Produkte des Schweizer Herstellers HACO AG zurückrufen und aus dem Verkauf nehmen. Im Detail handelt es sich um die Fix-Produkte „Kania Fix Nudel-Schinken Gratin“, „Kania Fix Bolognese“ und „Kania Fix für Lasagne“ sowie folgende Mindesthaltbarkeitsdaten:

ProduktMindesthaltbarkeitsdatum
Kania Fix Nudel-Schinken Gratin, 30g06.09.2022
Kania Fix Nudel-Schinken Gratin, 28g06.11.2022
04.01.2023
31.01.2023
21.02.2023
Kania Fix Bolognese, 41g09.10.2022
Kania Fix Bolognese, 38g02.11.2022
14.11.2022
12.01.2023
15.02.2023
Kania Fix für Lasagne, 54g01.01.2023
25.01.2023
12.02.2023
Diese drei Fix-Produkte wurden bei Lidl verkauft und sind aktuell von einem Rückruf betroffen.

Rückruf bei Lidl: Giftiges Schwermetall in Produkten – nicht essen!

Grund für den Rückruf der Fertigprodukte ist der Nachweis von Blei. In einer Eigenanalyse wurde festgestellt, dass die in den Produkten verwendeten Zwiebeln mit dem Schwermetall belastet sind, erklärt Lidl in einer Mitteilung. Demnach sollten Kunden den Rückruf unbedingt ernst nehmen und die betroffenen Produkte nicht verzehren – sie können gesundheitsgefährdend sein (mehr Lidl-News bei RUHR24).

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit schreibt zu dem Schwermetall, dass Menschen viel empfindlicher auf Blei reagieren, als bisher angenommen und verweist auf die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und den Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe der Vereinten Nationen (JECFA).

Aufgrund der neurotoxischen Wirkungen von Blei auf das sich entwickelnde Nervensystem gelten Föten, Säuglinge und Kleinkinder sowie schwangere bzw. stillende Frauen als besonders schützenswerte Bevölkerungsgruppen gegenüber der Aufnahme von Bleiverbindungen.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit 

Rückruf bei Lidl: Betroffene Ware im Discounter zurückgeben und Geld zurück erhalten

Weiter heißt es, dass bei der Festsetzung des Höchstgehaltes das sogenannte Minimierungsprinzip gelte – sprich, es darf nur so wenig wie irgendwie möglich in einem Nahrungsmittel nachgewiesen werden. Das orientiert sich am jeweiligen wissenschaftlichen und technologischen Stand (weitere Rückrufe bei RUHR24).

Wie stark die Produkte bei Lidl mit Blei belastet sind, ist nicht bekannt. Doch zum Verbraucherschutz hat der Discounter die betroffene Ware, die in ganz Deutschland verkauft wurde, aus dem Verkauf genommen. Kunden und Kundinnen können bereits erworbene Produkte bei jedem Lidl zurückgeben – der Kaufpreis wird erstattet. Die Vorlage des Kassenbons ist nicht notwendig.

Lidl-Rückruf: Weitere Produkte sind nicht von dem Rückruf betroffen

Der Discounter Lidl, der ein lang vermisstes Produkt wieder im Sortiment hat, betont, dass von dem Rückruf ausschließlich die oben genannten Waren betroffen sind. Andere bei Lidl verkaufte Produkte des Herstellers HACO AG sowie Fix-Produkte anderer Hersteller sind nicht betroffen.

Zu Rückrufen kommt es in ganz Deutschland immer wieder. Zuletzt musste Rewe einen Käse aus den Regalen räumen, der von einem Rückruf betroffen war. In diesem Fall war das Etikett nicht korrekt ausgezeichnet – das könnte zum Problem für Allergiker werden.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa/Collage: RUHR24

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