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Lidl-Kunde macht gefährlichen Ekel-Fund in Tiefkühlprodukt – Discounter schweigt

Noch rechtzeitig bemerkte ein RUHR24-Leser einen spitzen Gegenstand in seinem Essen. Konfrontiert mit dem Fund, schweigt Discounter Lidl allerdings.

Dortmund – Tiefkühlprodukte können schnell Abhilfe schaffen, für diejenigen, die keine Lust haben, lange zu kochen. Doch ein Lidl-Kunde wurde kürzlich böse überrascht.

Lidl-Kunde macht Ekel-Funk in Tiefkühlprodukt – Discounter schweigt

Als RUHR24-Leser M. Boch Fischstäbchen der Lidl-Eigenmarke „Ocean Sea“ zubereiten und essen wollte, bemerkte er einen echten Ekel-Fund: ein etwa „anderthalb Zentimeter spitzes Plastikstück“.

RUHR24 erklärte er am Sonntag (11. Dezember), er habe es „im letzten Moment noch bemerkt.“ Es handelte sich dabei um Fischstäbchen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.03.2024. Plastikstücke im Essen sind keine Seltenheit. Erst im Sommer war ein Käse von Lidl von einem Rückruf betroffen, nachdem Kunststofffremdkörper gefunden wurden. Der Grund für Fremdkörper in Lebensmitteln können Produktionsfehler und Unachtsamkeiten bei der Herstellung der Produkte sein.

Plastikteil in Lidl-Fischstäbchen entdeckt: Rückruf ist mögliche Konsequenz

Ist jetzt also mit einem Fischstäbchen-Rückruf zu rechnen? Unklar. Auf zweifache Nachfrage von RUHR24 (12. Dezember und 14. Dezember), wie weiter mit dem „Ocean Sea“-Tiefkühlprodukt verfahren wird, welche Folgen der Ekel-Fund hat und wie es zu solchen Produktionsfehlern kommen kann, schweigt der Discounter. Auch der Kunde ist erneut zum Lidl gegangen, in dem er das Produkt gekauft hat.

Dort wurde ihm mitgeteilt, man werde sich darum kümmern. Mit Fremdkörpern im Essen ist nicht zu spaßen. Msd Manuals informiert, dass aufgenommene Fremdkörper unter anderem zu Blutungen, Schluckstörungen und Krämpfen können (mehr Warnungen und Rückrufe bei RUHR24).

Fremdkörper im Essen: Das ist zu tun

Wem frühzeitig auffällt, dass sich Plastikteile in seinem Essen befinden, kann sich an das zuständige Lebensmittelüberwachungsamt wenden. Auch eine Beschwerde beim Hersteller ist möglich.

Die Verbraucherzentrale informiert, dass, „wenn die betroffenen Produkte die Gesundheit gefährden, für den Verzehr ungeeignet, ekelerregend oder erheblich täuschend sind“, aus dem Verkehr gezogen werden. Ein Rückruf bei den Lidl-Fischstäbchen ist also noch möglich, sollte sich der Fund nicht als Einzelfall herausstellen.

Ein Kunde berichtete RUHR24 von einem Plastik-Fund in seinen Lidl-Fischstäbchen. Der Verzehr ist nicht ungefährlich.

Doch was passiert, wenn man ein verunreinigtes Produkt dennoch verzehrt und dabei ein Plastikstück verschluckt? Ist man sich nicht sicher ist, ob man einen Fremdkörper verschluckt hat, ist das erstmal ein gutes Zeichen. Denn dann handelt es sich meistens um einen sehr kleinen Fremdkörper, mit dem der Körper in der Regel selbst fertig wird. Horrorgeschichten von inneren Blutungen sind eine absolute Seltenheit.

Ist man sich sicher, einen Fremdkörper verschluckt zu haben, sollte man zunächst Ruhe bewahren und beobachten, ob mögliche Symptome auftreten. Das können unter anderem Schmerzen oder Blut im Mund- und Rachenraum sowie in der Speiseröhre sein. Ist das der Fall, sollte ein Arzt verständigt werden.

Rubriklistenbild: © privat; Tesson Andia.fr/Imago; Collage: Sabrina Wagner/RUHR24