Selbstbedienungskassen

Lidl-Kunden müssen sich umstellen: Neue Kassen in allen Filialen

Lidl setzt in Zukunft auf Selbstbedienungskassen. Deutschlandweit sollen diese nun erstmals zum Einsatz kommen. So funktioniert das System.

NRW – Eine Waage, ein Scanner und ein Touchscreen – alles zur Selbstbedienung. Auf diesen Self-Checkout können sich Kundinnen und Kunden in deutschen Lidl-Filialen einstellen. Das Unternehmen setzt in Zukunft auf ein einheitliches System an Selbstbedienungskassen.

UnternehmenLidl
Gründung1932
HauptsitzNeckarsulm

Selbstbedienungskassen: Bei Lidl können Kunden jetzt selbst bezahlen – dank Self-Checkouts

Selbstbedienungskassen in Supermärkten und Discountern gibt es laut der self-checkout-initiative schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Jetzt geht Lidl einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur Selbstbedienung.

Nach Angaben des Info-Dienstes Retail-Optimiser will Lidl, nach den jüngsten Veränderungen der Einkaufswagen, baldmöglichst in ganz Europa auf einheitliche Selbstbedienungskassen, sogenannte Self-Checkouts, setzen. Auch in Deutschland sollen Kunden in Zukunft möglichst selbst bezahlen können.

Selbstbedienungskassen: Lidl startet mit Pilotfiliale in Deutschland

Die Lidl-Kassen zur Selbstbedienung sind so aufgebaut, wie die gewohnten Kassen, an denen Kassiererinnen und Kassierer sitzen. Ausgestattet mit einem Scanner und einer Kontrollwaage, einem Kartenlesegerät, einem Touchscreen, einem Bondrucker sowie einem Cash-Recycler für Bargeldzahlungen, sollen sie für einen einfachen und reibungslosen Bezahlvorgang sorgen.

Wer die neuen Kassen zur Selbstbedienung schon einmal ausprobieren will, kann dies in der Lidl-Filiale in Bietigheim-Bissingen tun. Dort stehen neben fünf bedienten Kassen bereits sechs Selbstbedienungskassen.

Selbstbedienungskassen bei Lidl: Deutschland nicht das erste Land in Europa

Dabei setzt Lidl auf die Self-Checkout-Software von GK sowie auf die Hardware des Schweizer Unternehmens 4POS und auf die Hardware von Itab aus Schweden. Damit hat man sich somit gegen die Komplettlösungen von Diebold Nixdorf entschieden. Nur in der Schweiz und in Großbritannien wird dieses System genutzt.

In Lidl-Filialen in den Ländern Rumänien, Ungarn, der Tschechischen Republik, Kroatien und Slowenien ist diese Art von SB-Kassen bereits im Einsatz. Wie wa.de* berichtet, sollen nach Deutschland nach und nach die Lidl-Filialen in anderen Ländern mit dem neuen Kassensystem ausgestattet werden.

Selbstbedienungskassen: So funktioniert der Self-Checkout bei Lidl

Und so geht‘s: Die Ware wird auf der dafür vorgesehenen Waage platziert, sie kann aber auch direkt gescannt werden. Ist der Artikel erfasst, muss er auf die Kontrollwaage gelegt werden.

Nach den klassischen Kassenbändern setzt Lidl zukünftig vor allem auf Selbstbedienungskassen

Am Kartenlesegerät oder am Cash-Recycler kann dann entweder digital oder bar bezahlt werden. Mit dem Kassenbon, den man nach erfolgter Bezahlung erhält, lässt sich die Ausgangsschranke hinter der Kasse öffnen.

Selbstbedienungskassen: Großeinkäufe stellen noch ein Problem dar

Allerdings sorgen Großeinkäufe bei den Entwicklern noch für Sorgenfalten. Diese passen nicht auf die Kontrollwaage, sodass Kunden, die ihre Waren nach dem Scannen zurück in den Einkaufswagen legen, manche Artikel versehentlich übersehen könnten.

Deshalb ist die Kontrolle bereits gescannter Warenkörbe durch Lidl-Mitarbeiter denkbar. Hoffnung setzt das Unternehmen zukünftig aber vor allem in Self-Scanning mit den Smartphones der Kunden – höchstwahrscheinlich als Bestandteil der Lidl Plus-App im Rahmen der Digitalisierung.*wa.de ist wie RUHR24 einTeil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © SKATA/imago; Zoonar/imago

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