Kann man das machen?

Leitungswasser in Deutschland: Ist das Getränk aus dem Hahn schädlich?

Kann man einfach aus dem Hahn das Leitungswasser trinken? Es gibt einige Argumente dafür, aber auch dagegen.

Dortmund – Es kann eigentlich alles sehr einfach sein. Man muss keine schweren Kisten schleppen oder aberhunderte Plastikflaschen irgendwie im Pfandautomaten entsorgen. Hahn auf, Glas darunter und Wasser Marsch. Doch ist Leitungswasser nicht schädlich?

GetränkWasser
Aggregatzustandflüssig
SummenformelH2O

Leitungswasser trinken ist nicht ungesund und sogar umweltfreundlich

Generell machen sich viele Leute um die Inhaltsstoffe im Leitungswasser Gedanken. In erster Linie kommt einem Kalk in den Sinn. In manchen Gegenden in Deutschland ist das Wasser sehr kalkhaltig. Doch ist das ungesund?

Kalk sieht man vor allen Dingen an Haushaltsgeräten und Gläsern als weiße Ablagerung. Nein, gut sieht das nicht immer aus. Aber Entwarnung. Laut utopia.de kann man auch kalkhaltiges Wasser ohne Probleme trinken. Aufpassen sollten jedoch Kaffee- und Teetrinker. Je mehr Kalk vorhanden ist, desto mehr zieht der Stoff den Geschmack aus dem Getränk (mehr Lifehacks bei RUHR24).

Das Gute: Kalk ist sogar gut für den Körper und enthält Magnesium und Kalzium. Dabei handelt es sich um Stoffe, die für den Körper durchaus positive Wirkungen haben. Gibt es andere Probleme? Auf den ersten Blick nicht. Denn Wasser gehört in Deutschland zu den am intensivst kontrollierten Lebensmitteln. Zudem spart man, nicht wie bei zahlreichen Mineralwassermarken, viel Plastikmüll.

Leitungswasser trinken: Bei Hitze sollten Vieltrinker hin und wieder mal zum Bier greifen

Es gibt, wie die Badische Zeitung berichtet, jedoch eine Ausnahme. Gegenüber der Zeitung sagt Prof. med. Hans-Jörg-Busch vom Universitätsklinikum Freiburg, dass es besonders bei Hitze zu Problemen bei übermäßigem Konsum von Leitungswasser kommen könnte. Allerdings muss man sich hier die Frage stellen, wer schon acht bis zehn Liter am Tag schafft.

Leitungswasser – wie schädlich ist das Wasser aus dem Hahn?

Sein Einwand: Wer an mehreren Tagen acht bis zehn Liter Leitungswasser bei hohen Temperaturen trinkt, riskiert eine Salzverschiebung im Körper. Das hat Schwindel, Übelkeit und Erbrechen zur Folge. Die Lösung wäre einfach, dass man hin und wieder zu isotonischen Getränken wie (alkoholfreiem) Bier greift.

Leitungswasser trinken: Auch in Frankreich, Spanien, Dänemark und anderen EU-Ländern kein Problem

Leitungswasser kann man also ohne Probleme in Deutschland trinken. Und wie sieht es im Rest der Europäischen Union (EU) aus? Kein Problem, schreibt utopia.de. Zwar schmecke man besonders in Südeuropa Chlor heraus. Doch gesundheitsschädlich sei das nicht. Außerhalb der EU sollte man jedoch auf den Genuss von Leitungswasser verzichten. Aufgrund von Krankheitserregern und Bakterien kann das gefährlich werden.

Wer beispielsweise in Deutschland aufgrund seiner Rohre Bedenken hat, der kann bei zahlreichen unabhängigen Instituten die Wasserqualität testen lassen.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Francis Joseph Dean/Dean Picture

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