Ideen für den Garten

Laub nicht in der Biotonne entsorgen – Blätter kannst du anders verwenden

Jetzt verlieren viele Bäume wieder ihre Blätter. Herbstlaub sollte nicht einfach in der Biotonne verschwinden – denn es lässt sich sinnvoll nutzen.

Deutschland – Wer viele Bäume im Garten hat, steht alle Jahre wider im Herbst vor der leidigen Aufgabe, die Blätter zu harken. Nicht selten landen die Blätterberge dann im Hausmüll. Dabei gibt es sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten (weitere Lifehacks bei RUHR24).

HerbstanfangBeginn der dritten Jahreszeit
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Herbstlaub kompostieren – nicht zu viel untermischen

Die einfachste, aber dadurch nicht weniger nützliche Möglichkeit ist das Kompostieren. Ganz wichtig dabei: Da Laub vergleichsweise langsam verrottet, sollte der Laubanteil im Kompost bei maximal ca. 20 Prozent liegen.

Wird das Laub zuvor zerkleinert, zerfällt es zwar etwas schneller. Bei Gartenbesitzern, die viele Laubbäume haben, fällt aber dennoch oftmals viel mehr Laub an als in den Kompost passt.

Es kann auch vorkommen, dass zusätzlich Laub von Nachbars Garten auf das eigene Grundstück fällt – beispielsweise von Bäumen, die am Gartenzaun stehen. Ist dies der Fall, können Gartenbesitzer unter bestimmten Voraussetzungen die sogenannte Laubrente beantragen, weiß 24garten.de.*

Statt Herbstlaub zu entsorgen – einfach Lauberde daraus herstellen

Das Portal Mein-Schöner-Garten.de empfiehlt allen, bei denen viel Laub anfällt, einfach eigene Laubspeicher zu bauen. Dazu eignet sich fester Maschendrahtzaun aus dem Baumarkt oder dem Gartencenter. Einfach Anfang und Ende des Drahtes zusammenbinden – und das Ganze aufstellen. In solchen Speichern können die Blätter langsam verrotten.

Um Lauberde darin herzustellen, dürfen die Blätter ruhig feucht sein – das beschleunigt den Prozess. Außerdem ist es auch sinnvoll, etwas Komposterde oder aber Häckselgut und Rasenschnitt unterzumischen. Auch spezieller Kompostbeschleuniger aus dem Handel kann helfen.

Bis aus reinem Laubkompost Humus wird, kann es durchaus ein Jahr dauern. Dann haben Hobbygärtner aber auch wertvolle Lauberde gewonnen. Da diese eher niedrigen pH-Wert hat, ist sie vor allem für Pflanzen geeignet, die eine leicht saure Erde bevorzugen. Dazu zählen laut mein-gartenbuch.de zum Beispiel:

  • Azaleen
  • Schwertlilien
  • Ginster
  • Rhododendren
  • oder Pfingstrosen

Herbstlaub als Mulch und Frostschutz verwenden

Es gibt aber auch noch ganz andere nützliche Verwendungsmöglichkeiten für Laub. Statt es verrotten zu lassen, kann man Herbstlaub beispielsweise als Mulch benutzen. Dazu die Blätter einfach über den Blumenbeeten verteilen.

Laub ist hier nicht nur eine kostengünstigere Variante zum gekauftem Mulch aus dem Gartencenter. Es bietet zugleich im Winter auch Schutz vor Frost. Insbesondere kälteempfindliche Pflanzen freuen sich über einen solchen natürlichen „Wärmemantel“.

Wer Laub im Herbst in den Beeten zwischen Blumen und Sträuchern verteilt, bietet aber nicht nur den Pflanzen selbst Schutz. Das Laub bietet auch Nützlingen – wie beispielsweise Igeln – einen Unterschlupf.

Igel freuen sich über Laub im Garten. (Symbolbild)

Laub-Verstecke im Garten – Tiere freuen sich über „wilde Ecken“

Denn leider finden Igel nur noch schlecht Schlafquartiere, da es in den meisten Gärten keine „wilden Ecken“ mehr gibt, erklärt plantura.garden.

Hier schaffen die vermeintlich lästigen Laubmassen Abhilfe: Sie bieten den nützlichen Tieren das perfekte Versteck. Auch andere Tiere wie Frösche, Eidechsen oder Insekten freuen sich über solche Verstecke. Wichtig: Das Laub sollte in diesem Falle möglichst nicht feucht sein und gut geschützt unter Bäumen und Sträuchern liegen, damit es nicht fault.

Übrigens: Den Tieren zuliebe sollten Gartenbesitzer besser keine Laubbläser verwenden. Insbesondere Mähroboter werden in der dritten Jahreszeit zur Gefahr für Igel und andere tierische Gartenbewohner. *24garten.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Martina Raedlein

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