Stromsparen leicht gemacht

Laptop und PC sind echte Stromfresser – unnötige Kosten lassen sich vermeiden

Dank einfacher Tipps und Tricks können Verbraucher bei der Nutzung eines PCs oder Laptops Strom und damit Geld sparen. Das sollten Verbraucher wissen.

NRW – Angesichts der gestiegenen Energiepreise sind Möglichkeiten zum Stromsparen im Haushalt für viele Verbraucherinnen und Verbraucher momentan sehr attraktiv. Egal ob in der Küche, beim Waschen und Trocknen, bei der Beleuchtung oder auch beim PC oder Laptop im Homeoffice – Wie RUHR24 im Folgenden zeigt, gibt es dank einfacher Lifehacks im Alltag beim Blick auf die jährliche Stromrechnung kein böses Erwachen.

PCPersonal Computer (dt. persönlicher Rechner)
Erster industriell hergestellter PC (komplette Ausführung)Commodore PET 2001 (Januar 1977)

Verbraucherzentrale NRW mit einfachen Alltags-Tipps, um beim PC oder Laptop Strom zu sparen

Vorweg: Der einfachste Weg, Strom in den heimischen vier Wänden zu sparen, ist laut der Verbraucherzentrale NRW der Austausch alter Elektrogeräte gegen neue, energieeffiziente Modelle. Wenn das aus finanzieller Hinsicht erst einmal nicht möglich ist, sollten Verbraucher ihren Fokus zunächst auf die Kommunikation und Unterhaltung legen.

Schließlich seien Geräte wie Fernseher, Computer, Spielekonsolen etc. für „durchschnittlich fast 1/3 des Stromverbrauchs“ in einem Haushalt verantwortlich. Diese einfachen Tipps und Tricks helfen, den Stromverbrauch im Rahmen zu halten:

Stromsparen: Laptop statt PC verwenden und Ruhezustand nutzen

Da Laptops deutlich weniger Strom als Desktop-Computer verbrauchen, sollte man nach Möglichkeit auf sie ausweichen. Beim Surfen, Office-Anwendungen, Filmeschauen oder mitunter auch beim Gaming kann das eine Menge Strom sparen.

Sofern man häufig seinen Arbeitsplatz verlässt, empfiehlt es sich weniger, den „Energiesparmodus“, bzw. Standby-Modus, sondern den „Ruhezustand“ des PCs zu nutzen. Nach spätestens 15 Minuten sollte der PC in einen solchen Modus wechseln. Vor allem Letztgenannter wirkt sich positiv auf den Stromverbrauch aus, schließlich sei der „Ruhezustand“ laut der Verbraucherzentrale „mit dem Ausschalten des Geräts zu vergleichen“.

Stromsparen: Standby-/Energiesparmodus frisst weiter Strom und verursacht Kosten

Der PC oder der Laptop verbrauchen demgegenüber auch im Standby-Modus Strom. Laut co2online machten in einem durchschnittlichen 3-Personen-Haushalt „unnötige Kosten durch Standby im Schnitt etwa acht Prozent der Stromrechnung aus“.

Die Standby-Leistung liege durchschnittlich „bei etwa 10 Watt“. Im Jahr könnte eine Familie durch einen vollständigen Verzicht auf den Standby-Modus „im Jahr bis zu 360 Kilowattstunden (kWh) und 115 Euro sparen sowie 170 kg CO2 vermeiden“.

Stromsparen: Bildschirmschoner vermeiden und Geräte an derselben Steckerleiste anschließen

Wer sich regelmäßig an einem schönen, bunten Bildschirmschoner erfreut, sollte sich den Energieverbrauch bewusst machen. Sowohl die Grafikkarte als auch der Monitor verbrauchen dabei eine Menge Strom.

Im Idealfall sind sowohl der Computer als auch dazugehörige Geräte wie Drucker oder Lautsprecher an derselben Steckerleiste mit einem Schalter verbunden. Alle Geräte sollten „nach Ende der Benutzung“ vom Netz genommen werden, um die stromfressenden Standby-Laufzeiten zu verhindern.

Beim Drucker ist allerdings Vorsicht geboten. Schließlich könnte beim regelmäßigen Ein- und Ausschalten die Tintenpatrone austrocknen.

Stromsparen: Vorsicht beim WLAN-Router und Ladegeräten

Dank einer Zeitsteuerung kann man nachts das WLAN zahlreicher Router deaktivieren, ohne das Gerät vollends auszuschalten. Allerdings sollte man beachten, dass ein Router „für den Dauerbetrieb ausgelegt“ ist, berichtet Chip. Häufiges Ein- und Ausschalten kann über einen längeren Zeitraum zu Verschleißproblemen führen.

Ladegeräte sollten generell nicht ohne eine Verbindung zum Endgerät in der Steckdose gelassen werden. Wie futurezone erklärt, erhöhe das beispielsweise bei Smartphone-Ladekabeln nicht nur die Brandgefahr, sondern könne wegen anhaltendem Stromverbrauch auch ins Geld gehen.

Stromsparen: Unnötige Programme am PC oder Laptop schließen und Ladekabel zeitweise entfernen

Um Strom zu sparen, sollten unnötige Programme und Dienste im Hintergrund geschlossen werden. So könne die Prozessor-Leistung reduziert werden, insbesondere dann, wenn sie sich automatisch beim Start des PCs oder Laptops öffnen.

Zudem könnte es sich auch lohnen, beim Laptop das Ladekabel abzuziehen „und einige Zeit mit der Energie des aufgeladenen Akkus weiterzuarbeiten“. So könne man einerseits den Stromverbrauch reduzieren, andererseits auch den Akku schonen, für den sowohl der ständige 100 prozentige Füllstand als auch tiefes Entladen bis zum Ausgehen schädlich sei.

Wer weiterhin im Home-Office arbeitet, kann einige einfache Tricks befolgen, um den Stromverbrauch seines Computers oder Laptops zu senken.

Stromsparen: Bundeswirtschaftsministerium empfiehlt energieeffizienten PC

Abschließend empfehlen Experten, den Monitor am PC oder den Bildschirm des Laptops nicht in voller Helligkeit laufen zu lassen. Hinzu kommt die Empfehlung, veraltete und energiefressende Hardware bei zu hohem Stromverbrauch durch neue zu ersetzen.

Am heimischen Schreibtisch lässt sich angesichts der Energiesparpotenziale durch einfache Tricks der Stromverbrauch reduzieren. Das belegen auch die Zahlen: Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz auf Grundlage eigener Berechnungen angibt, liege der Verbrauch eines durchschnittlichen stationären Computers bei bis zu 87 kWh pro Jahr bei täglich vierstündiger Nutzung.

Bei einem energieeffizienten Gerät zahle man jährlich rund 10 Euro an Stromkosten. Ein ineffizienter PC hingegen könne Kosten in Höhe von 37 Euro verursachen.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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