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Süßigkeiten-Rückruf wegen Verunreinigung – Verzehr kann üble Folgen haben

Nach Eis trifft es nun die nächste Süßigkeit. Ein Unternehmen muss einen Rückruf veranlassen, weil in einem der Produkte Salmonellen nachgewiesen wurden.

Dortmund – Ein Rückruf folgt derzeit auf den nächsten – insbesondere die Süßwarenbranche trifft es hart. Nach einem Rückruf von Müsli-Riegeln und einer Produktwarnung für fünf Eissorten gibt es nun den nächsten Hinweis. Das Problem ist ebenfalls kein unbekanntes, sondern mitunter häufig die Ursache für Rückrufaktionen: Salmonellen.

BakterienSalmonellen
FamilieEnterobacteriaceae
Symptome bei InfektionU.a. Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein, Erbrechen, Fieber

Süßigkeiten-Rückruf wegen Verunreinigung mit Bakterien – Hersteller lässt Fragen offen

Bei dem aktuellen Rückruf geht es um Halva – eine Süßwarenspezialität, die in der Regel aus Sonnenblumenkernen, Pistazien oder Sesam besteht. Laut dem Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure Deutschlands e.V. sind Produkte mit einem hohen Sesam-Anteil besonders gefährdet, mit Salmonellen verunreinigt zu sein.

Der Verband spricht von einer „nicht zu unterschätzende Gesundheitsgefahr für Verbraucher“. Auf dem Markt bestätigen das auch die unzähligen Rückrufe, die sich allein 2022 um die Süßigkeit Halva gedreht haben. Fast ausnahmslos war das Problem bei den Produktwarnungen die Verunreinigung mit Salmonellen.

Durch mangelnde Hygiene, unzureichende Erhitzung oder falsche Lagerung kann es zu einer Kontamination mit den Krankheitserregern kommen. 

Rückruf von Halva-Süßigkeit wegen Salmonellen: Das müssen Verbraucher wissen

Das ist auch diesmal der Fall. Folgende Details sind zu dem Süßigkeiten-Rückruf bekannt:

  • Produkt: Halva mit Pistazien
  • Hersteller: Efefirat Warenvertriebs GmbH
  • Verpackungseinheit: 350 Gramm
  • Haltbarkeit: 22.06.2024
  • Los-Kennzeichnung: PND 2206
Dieses Halva ist von einem Rückruf betroffen. Es wurden Salmonellen gefunden.

Bundesamt für Verbraucherschutz informiert über Rückruf von Halva wegen Salmonellen-Verunreinigung

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit informiert über den Rückruf. Allerdings wenig ausführlich. Das liegt mitunter aber nicht an der Behörde, sondern an den dürftigen Informationen des Herstellers Efefirat Warenvertriebs GmbH.

So gibt es keinerlei Angaben dazu, wo beispielsweise die von dem Rückruf betroffene Süßigkeit verkauft wurde. Auch informiert das Unternehmen mit Sitz in Bremen nicht über die möglichen Gesundheitsgefahren, die Kunden drohen, wenn sie das verunreinigte Halva verzehren.

Laut dem Bundesamt wurde die Süßigkeit jedoch nur in den Bundesländern Berlin, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein verkauft. Kunden, die in dieser Region also in letzter Zeit Halva gekauft haben, sollten nachsehen, ob sie von dem Rückruf betroffen sind. Sie sollten die Süßigkeit auf keinen Fall essen, denn mit einer Salmonellen-Infektion ist mitunter nicht zu spaßen.

Rückruf wegen Salmonellen: Diese Symptome sind typisch für eine Infektion

Salmonellen sind Bakterien, die bei Verzehr üble Symptome, wie Durchfall, Bauchschmerzen, gelegentliches Erbrechen und leichtes Fieber auslösen können. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) äußert sich eine Salmonellen-Erkrankung in der Regel innerhalb weniger Tage nach der Infektion, also nach Verzehr der Bakterien, und klingt nach kurzer Zeit wieder ab.

Ist das jedoch nicht der Fall, sollten betroffene Personen unbedingt einen Arzt aufsuchen und diesen auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen. Auch Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können laut dem RKI schwere Krankheitsverläufe entwickeln, weshalb sie besonders aufpassen müssen.

Rubriklistenbild: © Maksim Konstantinov/Imago

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