Verbraucher aufgepasst

Kürbis anbauen und ernten: Bei einem Fehler droht Gefahr für Gesundheit

Herbstzeit ist Kürbis-Zeit. Die Ernte steht jetzt an. Jedoch müssen Verbraucher einiges beachten, um ihre Gesundheit nicht zu gefährden.

Dortmund – Die Tage werden in diesem ohnehin verhangenen Sommer wieder kälter. Die Regenschauer häufen sich, die Bäume bekommen bunte Blätter, ehe sie diese dann endgültig abwerfen. Es wird Herbst und mit der anrückenden goldenen Jahreszeit steigt nicht nur die Hoffnung auf gutes Wetter. Herbst bedeutet auch: Zeit für Kürbis.

GewächsKürbis
Wissenschaftlicher NameCucurbita
OrdnungKürbisgewächse (Cucurbitaceae)

Kürbis-Ernte im Herbst: Gefahr für die Gesundheit – das gilt es alles zu beachten

Dabei dient das bunte Gewächs nicht nur der Halloween-Deko. Auch im Kochtopf, Backofen, ja sogar in der Pfanne macht sich der Kürbis gut.

Für den Gaumenschmaus muss nicht jeder in den Supermarkt stiefeln, wer sie im Garten züchtet hat einen kürzeren Weg. Und Ende August beginnt die Erntezeit für das Gewächs. Allerdings gilt es dabei schon einiges zu beachten – denn ähnlich wie bei der Zucchini drohen Gefahren für die Gesundheit.

Kürbis kann giftig sein: Nicht nur mangelnde Reife ist schädlich – das sollten Verbraucher beachten

Um zu erkennen, ob der Kürbis bereits für die Ernte ist gibt es mehrere Kriterien. Dazu zählen nicht nur die Farbe und Größe der Frucht. Auch sollten Gärtner die Oberfläche beachten. Ist diese nicht glatt, sondern klebrig, muss der Kürbis noch im Garten bleiben.

Gleiches gilt, wenn der Stiel der Pflanze noch grün ist. Dann fehlt ebenfalls die Reife für die Ernte. Wenn sich der Stiel bräunlich verfärbt und hölzern wird, dann ist der Kürbis fällig. Doch nicht nur unreife Gewächse sind eine Gefahr für die Gesundheit (mehr Warnungen auf RUHR24).

Wer einen Kürbis ist sollte aufpassen: Schmeckt er bitter sollte man die Hände davon lassen – es droht echte Gefahr.

Kürbis: Gefährliche Bitterstoffe können zu schweren Magen-Darm-Schädigungen führen

Denn zum Verzehr sind längst nicht alle geeignet. Zu den bekanntesten Speisekürbisse zählen zweifelsohne Hokaido-, Butternut- oder der Spaghettikürbis. Bei der Zucht jener muss allerdings beachtet werden, dass nicht sortenrein angezogene Speisekürbisse – sie wurden offenbar mit Pollen von Zierkürbissen bestäubt – bitter schmecken können.

Ebenso wie Zierkürbisse. Dann sollten die Fruchtgemüse auf keinen Fall verzehrt werden. Der bittere Geschmack rührt von den Bitterstoffen, den sogenannten Cucurbitacine. Sie bilden eine echte Gefahr für die Gesundheit.

Wer zu viel Cucurbitacine aufnimmt, dem drohen schwere Magen-Darm-Schädigungen. Hier sollte der Kürbis anstatt im Kochtopf, Ofen oder in der Pfanne besser in der Tonne landen. Oder mit Blick auf das näher rückende Halloween-Fest bietet sich auch eine kleine Bastel-Session an. Dann kommt immerhin die Deko für den Grusel-Abend aus dem eigenen Garten – wenn schon nicht das Essen.

Rubriklistenbild: © George Gobet/AFP

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