Neue Nutzungsbedingungen

Paypal kassiert Gebühr: Kunden müssen 10 Euro zahlen oder Konto wird geschlossen

Paypal ist praktisch. Doch wer einen Account hat und ihn nicht regelmäßig nutzt, könnte bald zur Kasse gebeten werden.

Dortmund – Mit dem Bezahldienst Paypal kann man sich so einige Wünsche erfüllen: die neuen Schuhe, Skincare-Produkte oder sogar die Pizza für den gemütlichen Filmabend auf dem Sofa. Doch Inhaberinnen und Inhaber eines Paypal-Kontos sollten aktuell das Kleingedruckte lesen – vor allem, wenn sie die Dienste nicht allzu oft nutzen.

Paypal verlangt Geld von Kundinnen und Kunden, die ihr Konto nicht nutzen

Denn Paypal hat Ende Oktober die Nutzungsbedingungen geändert und sich neue Rechte eingeräumt. Unter anderem das Recht, eine Gebühr zu erheben, wenn das Konto nicht genutzt wird.

Der Bezahldienst kann eine Gebühr von 10 Euro im Jahr erheben, wenn ein Konto für mindestens 12 Monate inaktiv war. Erste Kundinnen und Kunden wurden bereits per Mail von Paypal über die neue Gebühr informiert.

Paypal-Gebühr vermeiden und Kontoschließung verhindern

Wie können Nutzerinnen und Nutzer es vermeiden, die neue Gebühr bei Paypal zahlen zu müssen? Das ist wenig kompliziert. Um die 10 Euro nicht zahlen zu müssen, reicht es aus:

  • Sich in seinen Account einzuloggen, oder
  • Paypal zum Online-Shoppen zu nutzen, oder
  • Geld zu versenden, oder
  • Guthaben vom Paypal-Konto abzuheben, oder
  • Geld via Paypal zu spenden.

Paypal verlangt bei Nicht-Nutzung eine Gebühr – sonst droht die Kontoschließung

Passiert nichts davon, hat Paypal das Recht, die jährliche Gebühr von 10 Euro zu erheben. Allerdings nur so lange, bis der Account wieder aktiviert wurde oder kein Guthaben mehr enthält (mehr digitale News bei RUHR24).

Beträgt das Guthaben weniger als 10 Euro, wird es kurzerhand leer geräumt. Ins Minus kann keine Nutzerin und kein Nutzer geraten. Ist das Konto allerdings blank und es passiert weiterhin nichts, kann Paypal es nach 60 Tagen schließen.

Wer Paypal nicht nutzt, muss bald Gebühren zahlen.

Deutschland noch nicht von der neuen Paypal-Gebühr betroffen – 2023 kann sich das ändern

Zwar sind Accounts, die in Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Ungarn oder Polen registriert sind, noch nicht von der Gebühr betroffen – aber anscheinend nur noch dieses Jahr. Verschiedene Medienberichte gehen davon aus, dass die Gebühr ab 2023 dann auch für diese Länder erhoben werden kann.

In den Paypal-FAQ heißt es, dass die Länder nur noch für das Jahr 2022 von der Gebühr ausgeschlossen sind. Für alle übrigen Länder gilt: Kundinnen und Kunden, die von Paypal bereits als inaktiv eingestuft wurden und eine Mail bekommen haben, müssen sich sputen. Wer sich nicht bis zum 13. Dezember einloggt, wird zur Gebühr von 10 Euro verdonnert.

Rubriklistenbild: © Joko/Imago

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