Kälte nicht für alles gut

Neben Gemüse und Obst: Diese Lebensmittel gehören nicht in den Kühlschrank

Für viele Obst- und Gemüsesorten ist die Lagerung im Kühlschrank nicht nur unnötig, sondern schädlich. Welche Lebensmittel du herausholen solltest.

Dortmund – Von Gemüse und Obst über Milchprodukte, Fleisch und Wurst, bis hin zu Fisch: Bei manch einem kommen sogar Brot und Kaffee in den Kühlschrank. Aber du tust damit bei weitem nicht allen Lebensmitteln einen Gefallen.

Denn eine kühle Lagerung ist nicht für alle Nahrungsmittel optimal, bei manchen bewirkt es sogar eher, dass sie schneller schlecht werden, an Aroma verlieren oder durch die Feuchtigkeit im Kühlschrank anfangen zu schimmeln, wie Merkur.de berichtet. Beachte deshalb die folgenden Tipps, welche Lebensmittel du schnell aus dem Kühlschrank herausholen solltest.

Richtige Lagerung: Dieses Obst gehört nicht in den Kühlschrank

  • Äpfel: Äpfel sollten dunkel und kühl gelagert werden, aber nicht kühlschrankkalt. Im Keller oder in einem kühlen Vorratsraum bleiben sie knackiger und geschmackvoller.
  • Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen etc.: Allgemein Steinobst muss nicht in den Kühlschrank, für diese Sorten ist es dort zu kalt. Lagere sie deshalb bei Zimmertemperatur.
  • Bananen: Auch Bananen haben im Kühlschrank nichts verloren, die Schale verfärbt sich dort schneller und der Geschmack leidet.
  • Zitronen, Orangen, Limetten: Zitrusfrüchte mögen es warm und reagieren empfindlich auf eine Lagerung im Kühlschrank. Sie mögen stattdessen eine kühle Speisekammer.

Raus aus dem Kühlschrank: Für dieses Gemüse ist es dort zu kalt

  • Tomaten: Das Nachtschattengewächs mag es nicht kalt oder feucht. Auch wenn viele ihre Tomaten in den Kühlschrank legen: Dem Aroma und der Konsistenz tun Sie damit keinen Gefallen. Daher besser bei Raumtemperatur lagern.
  • Gurken: Auch dem grünen Gemüse ist es im Kühlschrank zu kalt, bewahren Sie Gurken daher besser bei Raumtemperatur auf.
  • Zwiebeln und Knoblauch: Lagern Sie beides nicht im Kühlschrank. Sie verlieren an Geschmack und geben diesen auch noch an alles ab, was sich in der Nähe befindet. Stattdessen mögen es Zwiebeln und Knoblauch kühl, dunkel und trocken.
  • Kartoffeln: Bei Kartoffeln kann die Lagerung im Kühlschrank zu einer Geschmacksveränderung führen, denn die Kälte verwandelt Stärke in Zucker. Beim Braten oder Frittieren wird der Zucker in krebserregendes Acrylamid umgewandelt. Also Kartoffeln unbedingt raus aus dem Kühlschrank! Mit dem Sandkasten-Trick kannst du Kartoffeln hingegen länger frisch halten.

Einige Gemüsesorten fühlen sich hingegen sehr wohl im Gemüsefach des Kühlschranks. Dazu gehören Brokkoli, Lauch, Möhren, Blumenkohl, Kohlrabi, Pilze und Bohnen (weitere Service-News auf RUHR24).

Beachte, dass gewisse Obst- und Gemüsesorten nicht nebeneinander gelagert werden sollten, weil die einen das Reifegas Methylen verströmen und die anderen zu den nachreifenden Sorten gehören. Ethylen lässt viele Obst- und Gemüsesorten in der Umgebung schneller verderben. Lagere deshalb zum Beispiel nicht Äpfel und Tomaten neben Bananen, Kohl oder Gurken.

Auch diese Lebensmittel müssen nicht in den Kühlschrank

  • Brot
  • Honig
  • Kaffee
  • Öl (außer Nuss-Öle)
  • Gewürze

Ein Sonderfall, über den man streiten kann, sind Eier: Sie müssen in Deutschland erst etwa 18 Tage nach dem Legedatum gekühlt werden (beachte dazu die Packungshinweise auf dem Eierkarton). Vorher werden sie von der Citicula geschützt, müssen also nicht unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Nur wenn du Eier gekühlt gekauft hast, solltest du sie zu Hause auch weiter kühlen. Darüber hinaus ist übrigens auch wichtig, wo im Kühlschrank du die Lebensmittel lagerst, denn es herrschen unterschiedliche Kältezonen in den verschiedenen Fächern.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Maria Weber/Imago

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