Vorsicht

Krötenwanderung startet im März: Garten sollte gesichert werden

Im Frühjahr und Herbst machen sich Kröten auf den Weg. Doch dieser ist oft nicht ungefährlich.

Deutschland – In einigen Gegenden kann man sie bereits sehen: Kröten, Frösche und andere Lurche auf der Durchreise. Die Krötenwanderung kann für die Tiere allerdings zum Verhängnis werden. Mit einigen Tipps können Hobbygärtner und Tierfreunde ihnen helfen.

EreignisKrötenwanderung
Betroffene TiereKröten, Frösche, Salamander und Lurche
ZeitraumFrühjahr

Krötenwanderung startet: Viele Gefahren für zahlreiche Amphibien im Frühling

Dieses Jahr sind die Frösche und Kröten früher unterwegs als sonst. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) geht davon aus, dass dies an dem milden Winter liegt. Temperaturen über sechs Grad sollen die Amphibien nämlich aus der Winterruhe holen. Generell findet die Krötenwanderungen im Frühjahr und im Herbst statt, weiß 24garten.de*.

Danach machen sie sich auf den Weg zu dem Gewässer, wo sie sich von einer Kaulquappe zu Amphibien verwandelt haben. Dort legen sie ihre eigenen Eier ab – je nach Froschart können es bis zu 8000 Stück sein.

Krötenwanderung in Deutschland: Tiere machen sich im Frühjahr auf den Weg zum Wasser

Um zu dem Teich zurückzufinden, haben Erdkröten in ihrem Gehirn ein besonderes Organ. Damit können sie verschiedene Himmelsrichtungen problemlos erkennen. Auch an Waldwegen und Waldrändern können sie sich orientieren.

Trotzdem lauern auf dem Weg einige Gefahren, denn meistens müssen die Tiere Straßen und andere gefährliche Bereiche überqueren. Auch Kellerschächte können zur Gefahr werden. Doch Hobbygärtner und Tierliebhaber können Frösche und Kröten bei ihrer Reise unterstützen. Auch anderen Tieren kann mit simplen Tricks das Leben gerettet werden. Wer beispielsweise Igel im Garten hat, sollte ebenfalls Gefahrenquellen beseitigen.

Krötenwanderung startet: Wie Hobbygärtner und Tierliebhaber helfen können

Um bei der Krötenwanderung zu helfen, kann unter anderem der Garten gefahrlos gemacht werden. Dafür sollte man Kellerschächte und andere gefährliche Stellen sichern, die sonst zum Verhängnis werden. Auch Auto- und Fahrradfahrer sollten die Augen offen halten, und auf die Amphibien Acht geben. Es kann nämlich vorkommen, dass eine Kröte nachts vor das Fahrzeug hüpft.

Betroffene Stellen sind durch Warnschilder mit der Aufschrift „Krötenwanderung“ oder dem Symbol eines solchen Tieres gekennzeichnet. Tierschützer empfehlen hier eine maximale Geschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sucht zusätzlich helfende Hände, um die Tiere vor den Gefahren zu schützen.

Damit die Amphibien nicht auf die Straße hüpfen können, werden bei dem Projekt sogenannte Amphibienschutzzäune aufgestellt. Davor werden Eimer in den Boden gegraben, sodass die Frösche dort rein fallen. Der Eimer wird dann regelmäßig von den Naturschützern persönlich über die Straße getragen.

Zwei Kröten sind nach der Wanderung im Teich angekommen.

Die Kröten sind oftmals im Bestand bedroht, weshalb sie jede Unterstützung nötig haben. Auch Personen, die sich vor Kröten ekeln, können von ihrer eignen Hilfe profitieren. Kröten, die sich selbst im Garten ansiedeln, sind nämlich praktische Nützlinge. Sie fressen unter anderem Ameisen und lästige Fliegen. *24garten ist wie RUHR24 ein Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

Mehr zum Thema