Osterdeko und Zutat zum Kochen

Kresse-Eier zu Ostern: Für reiche Ernte ist richtiges Säen entscheidend

Als Osterdeko und als Zutat ist Kresse im Frühjahr beliebt. Mit einigen Tipps gelingt das Säen der Pflanze Zuhause ganz einfach machbar.

Deutschland – Nur noch wenige Tage dauert es bis zu den Osterfeiertagen 2022 in Deutschland. Das christliche Fest lässt einige Haushalte durch die passende Deko und bunten Farben erstrahlen. Gleich doppelt nützlich ist die Herstellung von sogenannten Kresse-Eiern.

PflanzenartGartenkresse
GattungKressen (Lepidium)
FamilieKreuzblütengewächse (Brassicaceae)

Kresse-Eier säen und basteln: Power-Pflanze als Osterdeko und zum Kochen bei Rezepten nutzen

Die meist winzig kleinen Blätter der Pflanze sehen nicht nur hübsch aus, sondern können auch zum Würzen von Gerichten, wie Salaten und Dips genutzt werden. Und das hat sogar einen positiven Nebeneffekt auf die Gesundheit. Denn nach Angaben des Portals Mein schöner Garten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen und sind gegen Entzündungen wirksam. Auch bei Durchfall und Muskelschmerzen gilt Kresse als nützlich, denn sie enthält viel Eisen und Calcium.

Dabei können auch Personen ohne grünen Daumen die Kresse Zuhause anbauen. Wer für Oster-Rezepte, wie besondere Kuchen sowieso Eier benötigt, sollte die Schale vorsichtig öffnen und nicht direkt wegschmeißen, nachdem die Innereien für Rezepte weiterverarbeitet wurden. Für die passende Form der Schale am besten ein Messer oder eine scharfe Kante verwenden.

Die Hüllen können ein passendes Zuhause für die essbare Pflanze bieten, indem sie als eine Art Mini-Blumentopf fungieren. Dazu einfach zunächst das obere Drittel vorsichtig entfernen. Als Nächstes etwas Küchenrolle als Unterlage für die Samen in die Eier legen und mithilfe eines Löffels und Wasser befeuchten. Alternativ soll auch Watte als Untergrund für die Kresse funktionieren.

Kresse säen und ernten: So klappt die Aufzucht ganz einfach

Nun die Samen auf der nassen Unterlage verteilen und die Eierschalen abtrocknen. Bei Bedarf können die ökologischen Behältnisse auch passend zum Frühling bemalt und dekoriert werden. Kresse ist auch für ungeduldige Hobby-Gärtner geeignet, denn schon nach kurzer Zeit fangen die Keime an, zu sprießen. Zudem braucht die einjährige Pflanze nicht viel Platz und muss daher nicht zwingend im Garten angebaut werden.

Zwischen März und Oktober kann man das Kraut im Garten und auf dem Balkon in kleinen Blumentöpfen oder Ähnlichem säen. In Räumen, wie beispielsweise der Küche ist dies sogar unabhängig von den Jahreszeiten möglich. Daher ist die Pflanze nicht nur zu Ostern eine willkommene Ergänzung beim Essen, sondern ganzjährig nutzbar. Wichtig sind allerdings Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius. Das macht Kresse zu einer praktischen Indoor-Pflanze, die beispielsweise auf einer Fensterbank oder auch in der Küche gehalten werden kann.

Kresse anpflanzen: Nicht nur zu Ostern für Küche und als Deko beliebt

Anstatt der Eierschalen können die Samen auch in sogenannten Microrgreen-Behältern gezüchtet werden. Das sind spezielle, kleine Boxen und Schüsseln für Pflanzen und Kräuter. Die Ernte ist möglich, sobald die Stängel und Blätter der Kresse etwa sieben Zentimeter hoch gewachsen sind. Insgesamt können sie bis zu 50 Zentimeter hoch werden.

Das Portal Mein schöner Garten weist darauf hin, dass es sinnvoller ist, die Kresse nach und nach anzubauen, statt viele Samen auf einmal zu nutzen. Denn im Kühlschrank sei das Kreuzblütengewächs nach der Ernte nur wenige Tage haltbar. Zudem eignet sich Kresse eher weniger zum Einfrieren – im Gegensatz zu Gemüse, wie der Zucchini.

Der Anbau und die Ernte von Kresse gelingt zügig und klappt in Schalen sowie in Eierschalen.

Um Schimmel bei Kresse vorzubeugen, sollte Staunässe und eine falsche Unterlage vermieden werden, warnt das Gartenjournal. Hat sich Schimmel gebildet, sollte man die Pflanze entfernen und auf keinen Fall essen. Denn genau wie Kressesporen ist er schädlich für die Gesundheit. Aber Achtung: Bei einem weißen Geflecht muss es sich nicht zwingend um Fäulnis handeln. Es kann auch ein für die Pflanze typisches Geflecht sein, das sich vor allem am Anfang bildet.

Rubriklistenbild: © Manfred Ruckszio via www.imago-images.de

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