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Wurst-Rückruf wegen Krankheitserregern – aber Hersteller gibt Entwarnung

Es gibt einen neuen Rückruf von Wurst. Darin wurden Bakterien gefunden. Doch der Hersteller gibt trotzdem Entwarnung.

Wunstorf – Nach einem Käse-Rückruf folgt nun der Verkaufsstopp von Wurst. Erneut sind bei dem Rückruf wieder Listerien der Grund – Bakterien, die in Fleisch- und Fischprodukten oder Milcherzeugnissen vorkommen und die bei einer Infektion üble Symptome verursachen können.

BakterienListerien
Vorkommen in LebensmittelnTierische Produkte wie Fleisch, Fisch oder Milcherzeugnisse, pflanzliche Lebensmittel wie Fertigsalate
KrankheitListeriose mit grippeähnlichen Symptomen

Rückruf von Wurst: In dieser Teewurst wurden gesundheitsgefährdende Bakterien entdeckt

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat am Dienstag (14. Dezember) über den Wurst-Rückruf informiert. Es geht um ein Produkt der Ökoland GmbH. Das Unternehmen mit Sitz im niedersächsischen Wunstorf hatte bekannt gegeben, dass in einer abgepackten Teewurst Listerien festgestellt wurden.

Konkret ist folgende Wurst von der Warnung betroffen:

  • Artikel: Ökoland Teewurst
  • Inhalt: 100 Gramm
  • Charge: 30132
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 21.01.2022
Diese Teewurst von Ökoland ist von dem Rückruf betroffen.

Wurst-Rückruf: Ökoland informiert über Listerien-Fund in Teewurst

Listerien sind die Erreger der Listeriose, eine seltene, aber durch Lebensmittel übertragene Erkrankung. Haben sich Kunden mit den Bakterien durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln infiziert, können grippeähnliche Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Erbrechen oder Durchfall auftreten.

Insbesondere bei älteren Menschen, Schwangeren oder Personen mit geschwächtem Immunsystem können allerdings schwerere Krankheitsverläufe auftreten, wie 24vita* beschreibt. In wenigen Fällen kann es sogar zu einer Blutvergiftung oder einer Hirnhautentzündung kommen. Das ist allerdings eher selten der Fall. Laut RKI gibt es seit 2004 jährlich zwischen 300 und 600 Listeriose-Fälle. Im Jahr 2020 waren es 575.

Das Fiese an Listerien: Erste Krankheitszeichen können sich innerhalb von 1 bis 70 Tagen zeigen. Also lange, nachdem man das kontaminierte Produkt gegessen hat. Oftmals ist es dann für Betroffene schwer noch Rückschlüsse auf das infrage kommende Lebensmittel zu ziehen. Bei vielen Erwachsenen verläuft eine Listeriose jedoch relativ harmlos – mit leichtem Durchfall oder sogar ganz ohne Krankheitszeichen.

Rückruf: Wurst enthält fiese Krankheitserreger – aber Hersteller gibt Entwarnung

Ökoland, der Hersteller der vom Rückruf betroffenen Teewurst, gibt jedoch Entwarnung. So sei das Analyseergebnis qualitativ gewesen. Sprich: Die Menge der nachgewiesenen Listerien ist so gering, dass keine akute Gesundheitsgefahr besteht. Laut Ökoland lag der Fund bei 10 KBE/g – die Anzahl Kolonie-Bildender-Einheiten je Gramm. Erst ab 100 KBE pro Gramm wird es für den Menschen bedenklich.

Dennoch rät Ökoland den Kunden davon ab, die Wurst weiterhin zu verzehren – auch vorhandene Restmengen sollten nicht gegessen werden. Stattdessen sollen betroffene Verbraucher die Teewurst im Supermarkt zurückgeben. Dort bekommen sie – wie bei Rückrufen üblich – den Einkaufspreis auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Das Unternehmen macht jedoch keine Angaben dazu, wo ihre Produkte vorwiegend angeboten werden. Eigene Recherchen ergaben, dass Lebensmittel der Marke Ökoland vorwiegend in Bioläden, im Online-Handel, aber auch bei Rewe angeboten werden. *24vita ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Canva, Collage: RUHR24

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