Ekel-Alarm

Rückruf von Kräutern: Gefährliche Bakterien können Kunden krank machen

Wieder ein Rückruf. Diesmal ist ein übler Bakterien-Fund in Kräutern die Ursache. Der Hersteller teilt mit, dass das Produkt deutschlandweit verkauft wurde.

Dortmund – Kaum eine Woche vergeht, ohne dass eine Meldung über einen Rückruf von Lebensmitteln oder anderen Gegenständen für Aufregung sorgt. Nachdem bereits am Dienstag (2. November) Salmonellen in Süßigkeiten gefunden wurden, geht es diesmal um einen Rückruf von Kräutern. Allerdings wurden auch hier die Krankheitserreger nachgewiesen.

BakterienSalmonellen
FamilieEnterobacteriaceae
Symptome bei InfektionU.a. Durchfall, Kopf- und Bauchschmerzen, Unwohlsein, Erbrechen, Fieber

Rückruf: Salmonellen-Fund in Kräuter-Packung wird zur Kunden-Gefahr

Im Gegensatz zu dem Süßigkeiten-Rückruf informiert der Hersteller der Kräuter hinreichend über die Verunreinigung des Produktes und darüber, welche Folgen bei Verzehr auftreten können – denn mit Salmonellen ist in keinem Fall zu spaßen. Konkret sind folgende Kräuter von der Wurdies Kräuter GmbH & Co. KG von dem Rückruf betroffen:

  • Produkt: Schachtelhalm „Zinnkraut“ geschnitten (Bio), abgepackt in der Tüte
  • Inhalt: 50 Gramm
  • Mindeshaltbarkeitsdaten: 11.12.2023, 15.01.2024, 12.03.2024, 27.04.2024, 28.06.2024, 31.08.2024.

Kräuter-Rückruf: Zahlreiche Mindesthaltbarkeitsdaten und Chargen betroffen

Kunden, die in letzter Zeit die Kräuter gekauft haben, sollten genau hinsehen, denn es werden nicht nur abgepackte Produkte mit zahlreichen verschiedenen Mindesthaltbarkeitsdaten zurückgerufen, sondern auch die Kräuter in loser Form.

Diese wurden vor allem an Wiederverkäufer geliefert. Das heißt, Supermärkte oder Unverpackt-Läden, die lose Ware anbieten, werden von dem Rückruf betroffen sein. Genauer Angaben, ob die Kräuter beispielsweise bei Rewe oder Edeka im Regal standen, fehlen. Folgende Daten gibt die Wurdies Kräuter GmbH über den Rückruf der losen Ware bekannt:

  • Produkt: Schachtelhalm „Zinnkraut“ geschnitten (Bio), lose Ware
  • Lot- bzw. Chargennummer: S-14536, S-14533, S-14539, S-14532
Diese Kräuter sind von einem Rückruf betroffen. Es besteht der Verdacht auf Salmonellen.

Rückruf wegen Salmonellen: Bakterien in Kräuter-Packung können krank machen

Die Kräuter wurden deutschlandweit verkauft, gibt das Unternehmen an. Außerdem verweist die Wurdies Kräuter GmbH darauf, dass betroffene Kunden, die die Kräuter gekauft haben, sie in ihren Supermärkten zurückgeben können. Sie bekommen auch ohne Vorlage des Kassenzettels das Geld zurück.

Das Unternehmen informiert aber auch über die möglichen Risiken, die auftreten können, sollten Kunden mit Salmonellen belastete Lebensmittel verzehrt haben. Laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) äußert sich eine Salmonellen-Erkrankung innerhalb weniger Tage nach Infektion. Mögliche Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, gelegentlich Erbrechen und leichtes Fieber.

Klingen die Symptome nach mehreren Tagen nicht von alleine wieder ab oder treten schwerere Krankheitsverläufe auf, sollten die Personen einen Arzt aufsuchen und diesen auf eine mögliche Salmonellen-Infektion hinweisen. Insbesondere für Kleinkinder und ältere Menschen kann das laut RKI ernste Folgen haben, denn es kann zu einer Dehydration oder in seltenen Fällen zu einer Darmentzündung führen. Betroffene Kunden sollten also unbedingt nachsehen, ob sie von dem Rückruf betroffen sind und die Kräuter nicht verwenden.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP; Collage: RUHR24

Mehr zum Thema