Kontaktloses Bezahlen und Bargeld von der Tankstelle: So sichert ihr euch vor Betrug

Jens Kalaene
+
Jens Kalaene

Bezahlen soll für Kunden in Deutschland immer einfacher werden. Zwei Möglichkeiten seine EC- oder Kreditakrte zu nutzen, stehen jedoch in der Kritik.

Bezahlen soll für Kunden in Deutschland immer einfacher werden. Zwei Möglichkeiten seine EC- oder Kreditakrte zu nutzen, stehen jedoch in der Kritik: Kontaktloses Bezahlen und Bargeld von Tankstellen und Supermärkten abheben.

Kontaktloses Bezahlen: Deshalb ist es gefährlich

Wenn man beim Bezahlen an der Kasse die Hände voll hat, ist es eine praktische und schnelle Lösung: einfach die Kredit- oder Girokarte auf das Lesegerät legen, fertig. Kein PIN und keine Unterschrift werden für kontaktloses Bezahlen benötigt.

Doch darin besteht auch die Gefahr: Verschiedenen TV-Verbrauchermagazinen ist es gelungen, mit einem Lesegerät die Daten der Geldkarte durch die Hosentasche auszulesen.

Nur geringe Beträge in Gefahr

Ebenso ist es möglich, dass ein Dieb mit der Karte im Geschäft einkauft. Doch glücklicherweise funktioniert das nur bis zu einem bestimmten Betrag (25-30 Euro). Dann muss man zusätzlich beim Auflegen der Geldkarte die PIN eingeben.

Zwar müsse man sehr nah an das Opfer heran gehen, aber "es ist generell möglich gewesen, Daten auszulesen und damit online einzukaufen", so die Verbraucherzentrale NRW.

Bargeld an Tankstellen und Supermärkten abheben: Darin liegen die Gefahren

Mittlerweile stehen an vielen ungewöhnlichen Ecken Geldautomaten. So ist es auch möglich, auch an Tankstellen und in Supermärkten Bargeld abzuheben. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Man muss nicht extra nach einem Geldautomaten in der nächsten Bank suchen.

Jedoch seien hier laut Verbraucherzentrale NRW zwei Grenzen zu beachten. Dazu gehört, dass das Abheben von Bargeld an Orten wie Tankstellen manchmal erst ab einem bestimmten Betrag möglich ist. Dabei liege die Grenze oft bei 10 bis 20 Euro Einkaufswert.

Außerdem gibt es auch eine Obergrenze beim Abheben von Bargeld in Geschäften. Die liege oft bei 200 Euro.

Gefährlich hierbei ist laut Verbraucherzentrale NRW nicht nur, dass viele Kunden viel zu unvorsichtig ihre PIN eingeben, sondern auch, dass jeder andere Kunde in dem Laden ebenso mitbekommt, wie viel Bargeld man ausgezahlt haben möchte.

Weitere Themen bei Dortmund24:

Verbraucherzentrale NRW gibt wertvolle Tipps

Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, wie man sich vor Datenklau und Diebstahl schützen kann. Zentral sei vor allem die PIN-Eingabe. Das ist ein sensibles Thema, denn viele Leute seien damit nicht vorsichtig genug. Zum Beispiel wenn man mit einer Hand die Einkäufe festhält und mit der anderen Hand dann die PIN eintippt, ohne die PIN-Eingabe mit der Hand zu verdecken.

Welche Variante am sichersten ist, könne man kaum sagen. Doch man kann Diebstahl vorbeugen, indem man regelmäßig seine Kontoauszüge kontrolliert und unberechtigte Abbuchungen direkt bei seiner Bank meldet.

Schutzhüllen für Geldkarten

Auch wenn das Auslesen der Daten nicht aus der Ferne möglich ist, kann man sich trotzdem zusätzlich schützen. Es gibt dafür bestimmte Schutzhüllen, durch die man keine Geldkarten-Daten auslesen kann. Auch Münzgeld im Portemonnaie kann eine Abhilfe leisten.

Wer die Kontaktlos-Funktion gar nicht nutzen möchte, der kann bei einigen Banken diese Funktion deaktivieren lassen. Desweiteren soll man gestohlene oder verloren gegangene Geldkarten sofort sperren lassen.