Januar/Februar 2023

Komet C/2022 E3 nähert sich der Erde: Himmels-Spektakel jetzt zu sehen

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) nähert sich der Erde. Mit etwas Glück ist er mit bloßem Auge am Nachthimmel zu sehen. Wie und wann hier lesen:

Dortmund – Im Sommer 2020 war der Komet C/2020 F3 oder auch „Neowise“ tagelang am Himmel zu sehen und vor allem in Nordrhein-Westfalen gut sichtbar. Mit bloßem Auge konnte man den Schweifstern bestaunen. Im Januar und Februar 2023 nähert sich wieder ein Komet der Erde: der Komet C/2022 E3, der das Kürzel ZTF trägt. Wann und wie Interessierte das Himmelsspektakel am besten beobachten können, fassen wir in einem Überblick zusammen.

Komet C/2022 E3 (ZTF): Wann und we man ihn am Himmel sehen kann

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) ist am 2. März 2022 entdeckt worden, berichtet wa.de. Er wird sein Perihel, also seinen sonnennächsten Punkt, am 12. Januar 2023 erreichen. Danach wird es spannend, denn dann bewegt sich der C/2022 E3 (ZTF) auf die Erde zu — und könnte bis Mitte Februar für uns sichtbar werden.

Laut NASA kann der Komet C/2022 E3 (ZTF) auf der Nordhalbkugel mit einem Fernglas oder einem kleinen Teleskop zunächst nur am Morgenhimmel beobachtet werden. Im Laufe der Zeit wird er dann aber nahe dem Polarstern die gesamte Nacht über hoch am Himmel stehen. Interessierte müssen ihren Blick also gen Norden richten (mehr Service-News bei RUHR24).

Komet C/2022 E3 (ZTF) am Himmel zu sehen — guter Zeitpunkt an Neumond

Ein guter Zeitpunkt, um den Kometen zu beobachten, wird der 21. Januar 2023 sein. Dann ist nämlich Neumond, quasi das Gegenstück zum Vollmond, der am 7. Januar erstrahlte. Der Mond steht zwischen Erde und Sonne. In dieser Position ist genau die Hälfte des Mondes beleuchtet, die von der Erde abgewandt ist. Wir sehen den Mond also nicht — und die Nacht bleibt weitestgehend dunkel. Bei Neumond lässt sich der Komet C/2022 E3 (ZTF) also besonders gut bestaunen.

Laut dem Haus der Astronomie werden die Tage danach, also kurz vor Ende Januar, dann ebenfalls optimal sein: „Der Komet hat mit ca. 5,5 mag fast seine maximale Helligkeit erreicht, und der Mond im ersten Viertel geht in der zweiten Nachthälfte unter“, so die Experten.

Komet C/2022 E3 (ZTF): „Man muss schon genau wissen, wo man ihn am Himmel findet“

Die maximale Helligkeit von 5,5 mag sei für einen Kometen durchaus bemerkenswert, unter sehr dunklem Himmel werde man ihn vielleicht sogar mit bloßem Auge erkennen können. „Doch man muss schon genau wissen, wo man ihn am Himmel findet.“ Helfen können dabei die Aufsuchkarten der Vereinigung der Sternfreunde, ein Sternatlas oder entsprechende Handy-Apps. 

Der Komet C/2022 E3 (ZTF) nähert sich der Erde. Wann sich ein Blick in den Himmel lohnt.

Komet C/2022 E3 (ZTF): Am 1. Februar kommt er der Erde am nächsten, aber...

Am 1. Februar liegen nur noch 42 Millionen Kilometer zwischen dem Kometen und der Erde. Dann befindet er sich im Sternbild Giraffe. Man könnte meinen, dass das der beste Zeitpunkt ist, um C/2022 E3 (ZTF) am Himmel sehen zu können. Allerdings wird das Mondlicht die Beobachtung stören — am 5. Februar ist Vollmond.

Wer den Kometen C/2022 E3 (ZTF) Ende Januar verpasst hat, hat im Februar allerdings noch einmal die Chance, einen Blick auf ihn zu werfen. „In der zweiten Februarwoche bietet sich ein weiteres Beobachtungsfenster am Abendhimmel; C/2022 E3 ist dann noch etwa 6 mag hell“, erklären die Experten vom Haus der Astronomie. Außerdem lässt sich dann mit einem kleinen Teleskop noch eine spannende Begegnung beobachten: Am 10. und 11. Februar wird C/2022 E3 dicht am Mars vorbeiziehen.

Neuer Komet am Himmel: Laut Experten nicht mit „Neowise“ vergleichbar

Einen keinen Dämpfer gibt es für Astronomie-Fans allerdings: Laut dem österreichischen Kometenfotografen Michael Jäger ist eine Show, wie sie der Komet C/2020 F3 (Neowise) im Sommer 2020 ablieferte, eher nicht zu erwarten: „Mit den hellen Kometen, wie zuletzt Neowise 2020, lässt sich dieser Komet nicht vergleichen“, sagte der Kometen-Experte im Gespräch mit fr.de.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/Imago

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